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Projekt 1700 l Schauaquarium

Dieses Thema im Forum "Haltung: Fische" wurde erstellt von Würmlibader, 10. September 2016.

  1. Würmlibader

    Würmlibader

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    Als ziemlicher Anfänger in der Aquaristik wende ich mich mit meinem Projekt gerne an Euch und bin sehr dankbar um konstruktive Kritik oder Ratschläge von erfahrenen Aquarianern damit das Ganze nicht in die Hose geht :)

    Ein wenig Erfahrung in diesem Bereich verfüge ich da ich seit 2 Monaten ein 70l Aquarium betreibe in welchem 1 x brauner Antennenwels, 5 x Leopardpanzerwels, 12 x Guppys (mit inzwischen Nachwuchs) und 3 x Helena Raubschnecken hausen. Ich habe zudem sehr viel über Aquaristik gelesen. Die Idee des 70 l Beckens ist, darin Guppys zu züchten als Lebendfutter für die Fische im 1700 l Becken. Ich habe ein Bild meiner "Guppyproduktion" angehängt.

    Erstmal die geplanten Eckdaten zum Projekt:

    Masse: 260 (Länge) 80 (Breite) 81 (Höhe)

    Filterung: via 2 x Eheim 1200 XL

    zus. Belüftung: via 4 x "Sprudelsteine"

    Beleuchtung: 4 x Zetlight Lancia 1200

    (Strömung: Pumpe für 200 l)

    Wasseraufbereitung: via UOA mit grossem Fass im Keller

    Einrichtung: grosse Wurzeln, Plastiksteine, Bepflanzung (aber nicht zu viel), heller Amazonas Kies, evtl. sandige Bereiche

    Händler: Zoo Widmer in Kirchdorf

    Das Aquarium wird zwischen Wohnzimmer und Kellerabgang stehen und wird so von beiden Längsseiten einsichtig sein (siehe angehängte Bilder des AQ- Standorts).

    Nun zum schwierigsten Thema, dem geplanten Besatz :)

    Ursprünglich waren Panzerwelse geplant, von diesen werde ich aber wegen der Beckenhöhe absehen.

    Generell würde ich in Richtung Mittel-, und Südamerika gehen mit einzelnen Ausnahmen.

    Ursprünglich angedacht waren 9 x Prachtschmerlen und 15 x Skalare (nicht altum) ein zu setzen. Ich habe aber vernommen, dass die Schmerlen als schnelle strömungsliebende Fische im Widerspruch stehen mit den eher ruhigen Skalaren welche keine Strömung mögen. Auch beim füttern könnten die Skalare dann zu kurz kommen. Mein Händler meinte aber er habe hier keine Bedenken da diese Fischkombi in zahlreicher Becken seiner Kunden erfolgreich funktioniere. In diesem Punkt bin ich nun noch unsicher und habe oben deshalb die Strömungspumpe in Klammern gesetzt. Vielleicht hat jemand von Euch diesbzgl. Erfahrungen? Beide Fische würden eben sehr gut gefallen.

    Was den weiteren Besatz angeht schweben mir 2-3 grössere Antennenwelse (welche Art noch offen) sowie einige ruhige und pflanzenverträgliche grössere Cichliden vor. Zudem könnte ich mir noch ein paar Hechtlinge und/oder grössere Salmler vorstellen. Allenfalls siamesische Rüsselbarben als Rasenmäher. Hier wäre aber sicherlich eine ähnliche Problematik wie bei den Schmerlen vorhanden...

    So, nun bedanke ich mich bei allen die sich diesen langen Text angetan haben und freue mich auf Eure Kritik/ Anregungen damit es eine stimmige Sache wird :)

    Beste Grüsse!

    Jan
     
  2. pharko

    pharko

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    Hallo Jan

    15 Skalare sind meiner Meinung nach viel zu viel. Ein Skalarenpaar beansprucht ein Revier von mindestens 50x50cm. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen dass diese Reviere auch ausserhalb der Laichzeit wehement verteidigt werden. Eine Gruppe von 8 Jungtieren sehe ich daher als absolut ausreichend. Skalare sind zwar Gruppentiere , aber es sind auch Barsche die über ein komplexes Sozialverhalten verfügen. Prachtschmerlen solltest du keinenfalls zu den Skalaren gesellen das sie vermutlich an den Filamenten und Bauchflossen der Skalaren zupfen würden. Ausserdem sind es ja auch Asiaten. Flaggenbuntbarsche leben in der freien Natur mit den Skalaren zusammen und wären daher ideal. Ich selber halte Skalare mit Zwergbuntbarschen zusammen. Auch dies funktioniert wunderbar....Weichwasser vorausgesetzt! Siamesische Rüsselbarben sind nervöse Schwimmer und sie könnten sich evtl an die Skalare haften und sie so verletzen. Da würde ich eher einen grösseren Schwarm Ohrgitterharnischwelse einsetzen. Diese Tiere sind meine Lieblinge geworden. Wenn du einen guten Algenvertilger brauchst, kann ich dir Posthornschnecken und Amanogarnelen ans Herz legen. Amanos stammen zwar aus Japan, sind jedoch tolle Tiere und absolute Algenkiller.

    Lg Luk
     
  3. Würmlibader

    Würmlibader

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    Hallo Luk

    Vielen Dank für Deine Rückmeldung!

    Schöne Tiere die Ohrgitterharnischwelse! Nur bin ich etwas skeptisch bzgl. Beckenhöhe da diese ja auch über eine zus. Darmatmung verfügen und ab und zu an die Oberfläche müssen. Deshalb verzichte ich ja auch auf die ursprünglich geplanten Panzerwelse.

    Vielen Dank auch für den Tipp mit den Garnelen! Würden die denn nicht sofort gefressen von den Cichliden?

    Bei den Cichliden steht aktuell bei mir thorychthis maculipinnis hoch im Kurs :)

    Dass die Fische alle aus demselben Habitat stammen finde ich zwar schön aber wenn die Wasserwerte und Gesellschaft passen nicht zwingend.

    Viele Grüsse!

    Jan
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. September 2016
  4. Zigermandli

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    Hallo Jan

    Tolles Projekt und tolle Beckenmasse :cool:

    Ich würde Dir empfehlen ein Biotopbecken anzustreben und die Arten nicht wild durch die Kontinente zu mixen. Bei der Beckengrösse hast du sehr viele Möglichkeiten also wird die Wahl auch schwieriger. Da du noch nicht allzuviel Erfahrung hast und gleich richtig einsteigst würde ich Dir zu nicht allzu anfälligen Arten raten. Das heist aber nicht dass man es nicht von Anfang an richtig hinkriegen kann.

    Ich könnte mir bei Dir folgende Kombis vorstellen:


    • Diskusgruppe 10+ Tiere plus eine grosse Gruppe Corydoras Sterbai 30-100 Stk
    • Ein Päärchen Astronotus Ocellatus und eine Gruppe grosser Hechtsalmler wie zB. Hujetas
    • Eine schöne Gruppe Heros mit Panzerwelsen und einer grossen Gruppe Salmler
    Viel Spass beim recherchieren und halte uns auf dem laufenden ;-)

    Gruss Thomas
     
  5. Würmlibader

    Würmlibader

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    Hallo Thomas

    Vielen Dank für Deine interessante Antwort! Du hast mich glaube ich auf einen neuen Fisch gebracht :-D

    Da ich eben auch Hobbyangler bin, bin ich sehr an Hechten und deren Verhalten interessiert. So fände ich bspw. die von Dir vorgeschlagenen Hujetas sehr interessant. Ich würde diese vorerst mit Skalaren und Geophagus strobist oder thorychthis maculipinnis vergesellschaften.

    Von den Prachtschmerlen würde ich dann, obwohl diese mir sehr gefallen würden, absehen. Denke der Fisch passt nicht zu den anderen...

    Du schlägst mir zudem Corydoras vor. Hast Du evtl. Erfahrungen ob diese gehen bei 81 cm Beckenhöhe? Habe eben schon andernorts erfahren, dass diese auf Grund der Darmatmung in Becken mit max. 60cm zu halten seien? Als Bodenfische würden mir diese auf jeden Fall sehr gefallen.

    Von Heros werde ich absehen da ich vor habe Pflanzen im Becken ein zu setzen. Astronotus und Diskusfische gefallen mir nicht so sehr.

    Hättest Du allenfalls einen Hinweis wieviele Exemplare der Hechtlinge, Skalare und Cichliden bei meinen Beckendimensionen Sinn machen würden?

    Herzlichen Dank für die Unterstützung bei meinem Projekt. Ich werde Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten und sauber dokumentieren.

    Viele Grüsse!

    Jan
     
  6. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Sali Jan

    Ich würde Dir vorerst von der Haltung von Geophagusarten abraten, denn die Haltung ist nicht ganz einfach und stellt einem zuweilen vor grössere Probleme bezüglich Gruppendynamik und Mangelerscheinungen als alles andere was ich bisher gehalten habe.

    Die Art Geophagus "strobist" gibt es übrigens nicht (eventuell bist du im Internet auf ein Bild von mir gestossen, dass so angeschrieben war ;-) Strobist ist nämlich eine Fotografietechnik die gerne in Aquarien angewendet wird und ich die Bilder so benammselt hab)


    das zB. das ist übrigens ein Geophagus altifrons sp.dicrozoster (ich sollte die Beschriftung mal anpassen)
    [​IMG]

    Das Corydoras-Arten ein Problem mit 80cm Beckenhöhe haben wär mir neu, besonders wenn man bedenkt, dass sie im natürlichaen Habitat bestimmt nicht nur in 50cm tiefe schwimmen :lol:

    Hast du ne Quelle woher du das hast ?

    Die Hujeta's würde ich in deiner Beckengrösse in einem 5-8er Trupp halten

    Gruss Thomas
     
  7. Würmlibader

    Würmlibader

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    Salü Thomas,

    Du hast mich erwischt :-D Ich bin über Deinen Flickr Account auf die Bezeichnung Geophagus strobist gestossen.

    Wenn Du meinst, dass die Geophagen schwer zu halten sind würde ich wohl eher von diesen absehen und stattdessen in Richtung Thorychthis (meeki oder maculipinnis) gehen. Ich hoffe diese sind weniger anspruchsvoll...

    Zu meinem Projekt habe ich eben auch in einem anderen Forum ein Thema eröffnet um mit Einschätzungen von versch. Seiten zu arbeiten. Dort wurde mir von Corydoras klar abgeraten. Auch mein Händler ratet davon ab da er auch schon schlechte Erfahrungen gemacht habe. Anbei der Link zum Forenthread:

    http://www.cichliden-forum.de/wbb/index.php?page=Thread&threadID=37017

    Lieber Gruss!

    Jan
     
  8. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Sali Jan

    Hab gerade gelesen, dass man dir hier scharf abrät ;-) letztendlich ist es immer schwierig mit den vielen Meinungen im I-Net umzugehen Fluch und Segen zugleich würde ich sagen.

    Das Thema Beckenhöhe wird heiss diskutiert und ich persönlich teile die Meinung nicht, obwohl ich selbst noch keine Corys bei 90cm Beckenhöhe gehalten habe. Da müsste man direkt mal die Leute fragen die Grossbecken mit 90+ haben und Cory's halten. Ich halte mich da jeweils an echte Erfahrungswerte und nicht an Theorien. Und sollte ich keine echten finden sammle ich meine eigenen Erfahrungen. Mir scheint die Theorie in anbetracht der natürlichen Habitate jedenfalls nicht logisch (ob 60 oder 90cm ???).

    Ich würde an Deiner Stelle nochmals sauber recherchieren auch was die Vergesellschaftung mit den Hujetas angeht. Bei meinem Hechtsalmler (zwar ein Afrikanischer Hepsetus) würde ich keine Corys einsetzen weil er sie ziemlich sicher fressen würde.

    Vielleicht meldet sich hier Mike, Karsten oder Angel mal noch zum Thema Cory's und Beckenhöhe, wär jedenfalls interessant.

    Edit: den hier würde ich mal anschreiben http://www.einrichtungsbeispiele.de/aquarium-von-horst-sander_18099.html der hät Corys auf 1m Beckenhöhe der kann aus Erfahrung berichten

    Gruss Thomas
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. September 2016
  9. knutschi

    knutschi

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    Ich kenne entsprechend hohe Zooaquarien in denen ebenfalls Panzerwelse schwimmen. Ausserdem ist die Darmatmung der Panzerwelse nur "zusätzlich" für Extrembedingungen. Ich denke das ist eine Mär, die sich hartnäckig hält.
     
  10. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Guten Morgen Zusammen

    Ist schon spannend wie verschieden beraten wird und ich muss ehrlich sagen die Situation ist auch nicht ganz alltäglich. Jan, du konfrontierst nun zwei Foren miteinander auf der einen Seite das Cichlidenforum und auf der anderen wir hier. Ich hoffe nicht, dass du darauf aus bist nun die ganze Zeit hin und her zu berichten was dir an anderer Stelle geraten wird, nur um alle ein bisschen aufzustacheln. Ich persönlich habe so ein bisschen das Gefühl dass man Dir das ganze Projekt etwas madig machen will. Die Beckengrösse ist nunmal ein Traum vieler ;-). Fakt ist, das Becken hat tolle Masse und bietet Dir sehr viele tolle Möglichkeiten !

    Ich kann Dir nur einen Rat geben:

    Halte Dich an echte Erfahrungswerte und das Vorbild des natürlichen Habitats

    Gruss Thomas
     
  11. Würmlibader

    Würmlibader

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    Guten Morgen Thomas,

    Vielen Dank für Dein Feedback. Es ist in der Tat nicht einfach sich bei den vielen teils widersprüchlichen Kritiken zu orientieren. Offenbar gibt es im Aquaristik- Bereich viele Möglichkeiten welche nicht mit einem klaren richtig oder falsch beurteilt werden können. Der Spruch: "Frage 3 Aquarianer und Su erhältst 3 verschiedene Meinungen" hat definitiv was. :lol:

    Meine Intention ist es nicht irgendwelche Foren gegeinander an zu stacheln. Mir ist es wichtig, dass meine Entscheide möglichst breit abgestützt sind um möglichst viele Anfängerfehler zu vermeiden. Leider kann ich mich ja nicht auf eigene Erfahrungen stützen da diese fehlen. Ich orientiere mich an den Aussagen meines Händlers, an Fachliteratur und eben Forenmeinungen.

    Ich gehe auch immer mehr in die Richtung Fische aus einem natürlichen Habitat zu vergesellschaften. Nur ist es ja so, dass Fressfeinde und deren Opfer ja auch gemeinsam vorkommen und ich möchte auch vermeiden dass meine teuren Fische dann alle von einem dominanten Predator verspiesen werden. Dbzgl. habe ich etwas bedenken was den sehr schönen
    Ctenolucius hujeta angeht (siehe folgendes video).

    https://youtu.be/Z02-E7JiBWI

    --> in diesem video ist hujeta mit Skalaren vergesellschaftet, dies scheint zu gehen da diese hochrückig sind. Bei geplanten Thorychthis bin ich skeptisch ob die dann nicht als Frühstück enden :)

    Einen erfolgreichen Tag wünscht,

    Jan
     
  12. Würmlibader

    Würmlibader

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  13. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    gemeint ist du solltest dich an die Empfehlungen in den Foren halten die aufgrund von Erfahrungswerten gegeben werden nicht von irgendwelchen Thesen von Leuten die noch nie ein Becken in der Grössenordnung von nahem gesehen haben :lol: Der Händler will in erster Linie etwas verkaufen, das darfst du auch nie vergessen ;-)

    Und wenn du keine Erfahrungswerte findest schreib Leute an die sie haben, wie beim Link den ich Dir empfohlen habe. Und wenn alles nicht klappt hör auf deinen Bauch und sammle die Erfahrung selbst.

    Gruss Thomas
     
  14. Ändu

    Ändu Moderator

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    Hallo Jan

    Ich will dich nicht noch mehr verwirren, aber die Aussage von Thomas kann ich nicht unkommentiert stehen lassen:

    Die im Bild von Thomas gezeigten Erdfresser hielt ich in einem 1000 Liter Becken mit Skalaren, bis der Platz zu eng wurde. Selbst ohne Skalare wären 1000 L auf Dauer zu knapp gewesen, weil die Erdfresser sehr gross und insbesondere in der Laichzeit (die herrscht fast dauernd ;o) sehr ruppig sind. Aber ich hatte noch nie so einfache Buntbarsche. Sonst hielt ich immer Diskus, welche wesentlich anfälliger sind (meine Empfehlung wäre also genau umgekehrt: Diskus nein, Erdfresser ja, wenn die Umstände stimmen). Es mag sein, dass Erdfresser anfällig auf Mangelerscheinungen sind, bei mir war das aber nicht der Fall und solange man verhindert, dass das Wasser zu "verarmt" (im Sinne von Wasser nicht extrem weich, regelmässiger/häufiger Wasserwechsel, ausgewogene Ernährung, Dünger verwenden falls viele stark wachsenen Pflanzen im Becken sind) ist, sollte es nicht passieren.

    Die von Thomas angesprochene Gruppendynamik kann aber zum Problem werden, insbesondere wenn das Becken nicht gross genug ist. Wie gesagt, meine 1000 L wären auf Dauer zu knapp gewesen. Deine 1'700 L könnten passen, aber dann kannst du keine anderen Buntbarsche oder andere grosse Fische einsetzen.

    Etwas erschrocken hat mich die Aussage mit der Beckenhöhe im Zusammenhang mit Corydoras. Ich plane ein 300x150x80 cm Becken (80 cm = Höhe) mit einer grossen Gruppe C. sterbai. Ich muss da wohl nochmal über die Bücher. Die Erfahrung von erfahrenen Corydoras-Haltern würde auch mich sehr interessieren. Ich möchte das nicht zu schnell als Märchen abtun, weil es grundsätzlich schon sein kann, dass Panzerwelse in der Natur hauptsächlich ich flacheren Gewässern vorkommen.

    Wie Thomas schon erwähnt hat, ist es nicht so ideal, wenn du Rat auf mehreren Foren suchst und dort auch noch erwähnst, dass du dich auch noch über ein anderes Forum absicherst. Das kommt nicht so gut an und man hat nie den Überblick über die ganze Diskussion, weil sie eben auf mehrere Foren verteilt ist.

    Bitte beachte, dass du für ein so grosses Becken eine leistungsstarke Umkehrosmoseanlage und ein grosses Fass brauchst, damit du in Notfällen auch grössere mengen Wasser wechseln kannst.

    Du planst das Becken als Raumtrenner. Das würde ich niemals machen. Ich finde es hässlich, wenn man durch ein Becken schauen kann und zudem sind die Fische "ausgestellt" und haben weniger Rückzugsmöglichkeiten als in einem herkömmlich eingerichteten Becken. Du musst dich deswegen nicht von dieser Idee lösen, aber achte bitte darauf, dass das Becken sehr gut mit Holzwurzeln, grossen Steinen und Pflanzen strukturiert wird.

    Gruess, Ändu
     
  15. Manolo_70

    Manolo_70

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    Hallo Jan

    Ich halte Corydoras seit Jahren in meinem 980 Liter Becken mit einer Beckenhöhe von 70cm. Ich würde mir da nicht allzu viele Gedanken verlieren bei 81 cm Höhe.
    Bei der Grösse bin ich nach wie vor kein Fan von Aussenfilter, sondern ziehe ein Filterbecken vor. Filtervolumen ist durch nichts zu ersetzen

    Gruss
    Manuel
     
  16. knutschi

    knutschi

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    Hallo Jan,

    ich finde es gut, dass Du Dich umfassend informierst! Auch dass Du mehrere Foren nutzt, denn oft wird auf verschiedene Sachen Wert gelegt und es ist unterschiedliche Expertise vorhanden. Ausserdem gibt es in vielen Foren eine "laute" Meinung, die nicht immer 100% richtig ist ;)

    Ich hab mir mal das andere Forum durchgelesen - interessant.

    Noch ein paar Inputs meinerseits:
    Händler sind immer Verkäufer und haben oft erstaunlich wenig Ahnung von Aquaristik. (Es gibt seltene Ausnahmen.) Aber ich würde bei wichtigen Sachen keiner Händleraussage ungeprüft trauen.

    Bei der Beleuchtung LED wegen der Beckenhöhe direkt auszuschliessen halte ich auch für zu radikal. Klar befindet sich LED noch in der Entwicklung aber Lumen sind Lumen! Dazu würde ich bei flowgrow (den Pflanzenexperten) oder hier im Technikforum nochmal ein gesondertes Thema aufmachen. Bei Cichlidenbecken kann man aber in der Regel nicht einen all zu üppigen Pflanzenwuchs erwarten, da die Cichliden zur Umgestaltung des Beckens neigen ;)

    Wie sehr hast Du Dir überhaupt schon über die Technik Gedanken gemacht? Da kann man viel Geld und Arbeit sparen, wenn man richtig plant.

    Ich finde es schade, dass hier überhaupt noch über die Panzerwelse diskutiert wird. Zusammen mit bodenorientierten grösseren Cichliden würde ich sie nie halten. Für die Panzerwelse ist das einfach keine Freude.

    In Deinem Lernbecken hast du Kies als Bodengrund? Mit etwas Sand oben auf? Du solltest für das grosse Becken unbedingt nur Sand verwenden. Diesen nicht höher als 5 cm. Das reicht für den Pflanzenwuchs aus und es gibt keine anaeroben Zonen.

    Sehr gute Informatione zu einzelnen Fischarten gibt es hier: seriouslyfish.com

    Deine Beckengrösse solltest Du nochmal überdenken. Wenn der Platz vorhanden ist dann würde ich dem Becken unbedingt mehr Breite geben, gerade wenn es ein Raumteiler sein soll. Wenn ich alles richtig verstanden habe, kommt das Becken auf den Erdboden? Wie willst Du da den Einblick geniessen? Die Scheibe, die momentan als Begrenzung fungiert würde ich unbedingt abbauen. Sehe ich da ein Kinderzimmer? Da sollte man dann auch nicht die stressanfälligsten Fische nehmen.

    Das wars erstmal ;) Ruhig weiter fragen!
     
  17. Würmlibader

    Würmlibader

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    Guten Abend Knutschi

    Vielen Dank für Deinen wohlwollenden input :)
    Ich glaube Du verstehst meinen Hintergrund weshalb ich mich in versch. Foren zu orientieren versuche.

    Mein Händler ist eigentlich sehr zugänglich und wir haben ein gutes Vertrauensverhältnis. Dennoch denke ich sollte ich ihm nicht hörig sein. Ich halte ihm zu Gute, dass er nun zum Beispiel die bereits bezahlte 200l Strömungspumpe zurücknimmt (war für die Schmerlen gedacht).

    Vielen Dank auch für Deinen Hinweis zum Thema Beleuchtung. Hierzu werde ich gerne noch einen dedizierten thread im Technikforum eröffnen. Eben der Händler meinte es funktioniere problemlos. Im anderen Forum wird gesagt es gehe nicht...
    Bezüglich der Cichliden und Bepflanzung bin ich mit meinen Kenntnissen nun soweit, dass es offenbar mehr und weniger "buddelnde" Arten gäbe. Heros bspw. seien dbzgl. eher problematisch als bspw. Thorychthys- Arten. Evtl. hast Du hierzu Erfahrungen?
    Ich muss generell bzgl. Technik gestehen, dass ich mir noch nicht all zu viele Gedanken darüber gemacht habe. Ich habe mich bis anhin sehr auf die Beratung meines Händlers verlassen. Ich weiss aber, dass bspw. bzgl. Filterung unter Umständen ein Filterbecken einfacher wäre. Nur stellt sich hier natürlich auch die Platzfrage...

    Als die Corydoras noch ein Thema waren, hatte ich die Idee einen mittelkörnigen Kies als Basis zu setzen und dann sandige Bereiche über dem Kies zu schaffen. Nun bin ich mir unsicher ob ich noch Sand verwenden soll da die "Sandwuselfische" ja wegfallen. Optisch würde es aber sicher schön werden mit sandigen Bereichen.
    Interessant, dass Du nur Sand empfiehlst. Dies habe ich bis dato im Zusammenhang mit einem bepflanzten Cichlidenbecken noch nie gehört. :)

    Was Du auf meinen Bildern siehst ist der Kinderlaufstall mit ein paar nicht aufgeräumten Spielsachen im Wohnzimmer ;-). Folglich liegt das Becken zwischen Wohnzimmer und Treppenhaus zum Keller hin. Ich habe mich bzgl. Breiteplanung des Beckens nun bereits von 65 auf 80 cm vergrössert. Bei mehr als 80 cm habe ich einfach Bedenken bzgl. Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten, etc... Sooo gross bin ich nun auch wieder nicht ;-) Grundsätzlich wäre aber noch Platz für eine weitere "Verbreiterung". :)
    Ich freue mich bereits darauf auf die Kellertreppe zu sitzen, zu verweilen und mein kleines Ökosystem zu bewundern. Von der anderen Seite her wird es sicher super auf der couch zu flätzen und ins AQ zu gucken. Von dem her passt das gut, wenn das Becken direkt auf dem Boden liegt. Meinen Kindern muss ich nur noch einbläuen auf keinen Fall an die Scheiben zu klopfen oder ähnlichen Schabernack an zu stellen :)
    Das mit dem abmontieren der Scheibe ist ein spannender input von Dir und habe ich mir auch schon überlegt. Ist ja auch vom Scheibenputzen her doof so wie es ist... Muss mir mit meinen zwei linken Bürolistenhänden mal überlegen wie ich das anstelle damit es nachher auch sauber aussieht.

    Liebe Grüsse!

    Jan
     
  18. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Guten Morgen Jan


    Ändu und Ich haben bezüglich der Geophagus / Diskus Frage unterschiedliche Erfahrungen gemacht, wir tauschen uns diesbezüglich auch immer wieder aus und diskutieren das Thema immer wieder gerne :grin:


    Aber wir wollen dich nicht noch mehr verwirren. Fakt ist, wenn man es richtig macht geht eigentlich jeder Besatz und trotzdem kann mal was schief gehen und genau da liegt der Hund begraben. Ein in Anführungszeichen erfahrener Aquarianer kann bei auftretenden Problemen meist schneller reagieren und grössere Ausfälle verhindern was bei selteneren und aufwändigeren / anfälligeren Tieren meist entscheidend ist.


    Wo ich ebenfalls gleicher Meinung bin wie Ändu bin ist die Raumteilergeschichte. Ich würde mir das wirklich nochmal gut überlegen, denn für die Tiere ist es enorm wichtig einen "freien Rücken" zu haben was bei einem Raumteiler nur sehr schwer mit einer grossen Sichtbarriere in der Mitte des Beckens umzusetzen ist.


    Was die Beleuchtung angeht so ist die LED-technik schon sehr weit und wird mittlerweile sogar in grossen Schaubecken eingesetzt. Ich selbst beleuchte fast nur noch mit LED. Die grösseren Becken mit Flutern. Ich beleuchte zB. ein 1000Liter Becken nur mit 2x 10Watt und das 2000er mit 2x20Watt LED Flutern.


    Wenn man ein bisschen mehr Geld ausgeben will, haben Daytime, Giesemann und co wirklich hammer Lösungen parat. Ein separater Thread ist da sicherlich ne gute Idee.


    Und letzendlich noch zum Bodengrund:
    Sand hat sich in den letzten Jahren klar als Bodengrund Nr.1 durchgesetzt und ist in vielerlei Hinsicht und besonders für die Tiere schlicht die bessere Lösung. Hier noch ein Thread und eine Foreninterne Umfrage zum Thema Kies vs Sand ;-) http://aquarium.ch/forum/showthread.php?t=38427&highlight=abstimmung+sand


    Gruss Thomas
     
  19. Würmlibader

    Würmlibader

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    Guten Morgen Thomas

    Vielen Dank für Dein Votum. Aus ästhetischer Sicht ist es für mich ein Riesenknaller das Becken von beiden Seiten einsichtig zu haben. Ich gebe Dir Recht, dass die Tiere es hingegen schwieriger haben werden sich in uneinsichtigen Bereichen zu verstecken/ zurück zu ziehen. Ich werde versuchen dem mit einer entsprechenden Einrichtung entgegen zu wirken. Zudem gibt es eine Breitseite welche an der Wand liegt. Dort habe ich vor mit viel Bepflanzung und somit Versteckmöglichkeiten zu arbeiten.

    Vielen Dank auch für den Hinweis bzgl. Sand und den interessanten thread hierzu. Sand scheint wirklich die Nr.1 zu sein. Bedenken hätte ich höchstens bzgl den Bakterien im Boden, welche sich besser im Kies ansiedeln. Zudem ist aus meiner Erfahrung das Mulmsaugen auf Sand nicht so einfach, da der leichte Sand oft mitgesaugt wird...
    Werde mir das mit dem Sand vs Kies aber auf jeden Fall noch genauer überlegen. Die Voten in Deinem thread sprechen eigentlich eine klare Sprache ;-)

    Viele Grüsse,

    Jan
     
  20. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Kleiner Tip am Rande:


    brauchst nicht immer den ganze Post zu zitieren wenn du direkt unter dem Beitrag antwortest. Nimm wenn nötig besser einzelne Stellen raus auf die du antworten möchtest und schreib die Antwort gleich drunter, das macht die Posts etwas Übersichtlicher.


    Für die Ansiedlung der Bakterien ist ja der Filter da, ausserdem ist sich ablagernder Mulm auch immer eine kleine Biobombe die auch zu Fäulnisbildung führen kann. Das Problem gibt es bei Sand nicht, da der Mulm nicht in den Bodengrund eindringen kann.
    Beim Sandboden musst du auch kein Mulm absaugen ! Das sogenannte "mulmen" und absaugen muss man nur bei Kies machen ;-) Wenn die Strömung und Filterung richtig eingestellt sind bleibt kein Mulm liegen sondern wird immer schön in den Filter getragen, gerade weil der Mulm auf der Oberfläche liegen bleibt.


    Gruss Thomas
     

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