1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Steine selber bauen

Dieses Thema im Forum "DIY und Bastelecke" wurde erstellt von Rubens, 25. Dezember 2017.

  1. Rubens

    Rubens

    Registriert seit:
    28. April 2009
    Beiträge:
    706
    Zustimmungen:
    33
    Ort:
    VS
    Hallo Leute

    Die Steine im Aquarium stellen ein grosses Gewicht dar. daher suche ich nach Alternativen. Künstliche Steine, wie zum Beispiel von Rockzolid, sind sehr teuer. Könnten wir hier mal diverse Links/Anleitungen zusammentragen? Ich habe bisher diesen gefunden. Erscheint mir schon sehr gut. Das Problem ist aber nur, dass mit viel Zement diese Grundsteine wiederum sehr schwer werden. Oder liege ich da falsch?

    http://malawicichlids.hosig.net/bauanleitung.pdf

    Eine Kurzform:

    http://www.malawi-germany.de/index....cape/465-kunststeine-module-selber-bauen.html

    Schöne Weihnachten und Grüsse
     
  2. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

    Registriert seit:
    19. November 2008
    Beiträge:
    4.057
    Zustimmungen:
    327
    Ort:
    Glarnerland
    Sali Chris

    Die in meinen Augen einzig sinnvolle Variante ist die GFK Variante die Farid bei seinem Rückwandbau bereits schön dokumentiert hat http://www.veloofahren.ch/Aquarium/selfmade.html

    Genau gleich lassen sich auch einzelne Steine anfertigen. Allerdings muss man berücksichtigen, dass der Aufwand und die Materialkosten auch nicht gerade gering sind und ein wirklich guter look auch etwas künstlerisches Geschick bei der Formgebung und besonders beim Airbrush braucht.

    Die günstige Alternative ist die gute alte Zement / Putzgitter - Variante die, wie du bereits richtig vermutest, auch recht schwer wird.

    Gruss Thomas
     
  3. duese

    duese

    Registriert seit:
    2. April 2008
    Beiträge:
    1.689
    Zustimmungen:
    49
    Ort:
    Münsingen (BE)
    Hey

    Ach was.... sowas geht sehr viel einfacher!
    Steine lassen sich ohne Probleme selber bauen, auch leichte. Die Steine müssen nur hohl sein.

    Guck mal das Bild, alle Steine habe ich selbst gebaut. Dazu brauchte ich nur folgendes:

    Portlandzement
    Sand
    Putzgitter
    Pinsel
    Alte Lumpen
    Plastikfolie

    Wie gehts:

    Lumpen zusammendrücken, in Plastik einfassen, Putzgitter darüber. Erste Seite mit Mörtel verkleiden. Dabei achten das eine Öffnung verbleibt. Nach 2 Tagen den Stein umdrehen und die andere Seite mit Mörtel verkleiden. Wenn alles getrocknet, die Lappen langsam durch die Öffnung entfernen. Die Plastikfolie dient als Trennschicht, diese auch entfernen. Nun kannst du mit einem Pinsel durch die Öffnung noch die Innenseite verkleiden, so verschwindet auch die Armierung (Putzgitter). Fertisch

    Übrigens, Epoxit kannst du so getrost vergessen. Das braucht es wirklich nicht. Du kannst so auch Module bauen die 1-1.5cm stark sind. Dafür formst du alles aus einem grossen Styroporklotz, legst darüber wieder Palstikfolie, Putzgitter und Mörtel. Nach 2-3 Tagen kannst du die Wand vom Styropor ablösen, umdrehen und Rückseite verputzen fertig. Durch das Putzgitter sind die Wände sehr stabil. Ich konnte so eine 150x50 Wand alleine anheben und ins Becken stellen. Machst du noch paar Löcher in die Wand, können die Fische diese sogar hinter schwimmen.

    Gruss Dominik
     

    Anhänge:

    • image.jpg
      image.jpg
      Dateigröße:
      397,9 KB
      Aufrufe:
      67
    • image.jpg
      image.jpg
      Dateigröße:
      137,7 KB
      Aufrufe:
      62
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2018
    Rubens gefällt das.
  4. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

    Registriert seit:
    19. November 2008
    Beiträge:
    4.057
    Zustimmungen:
    327
    Ort:
    Glarnerland
    Ich bin zwar der letzte, der auf Epoxy pocht, jedoch ist es sicherlich falsch, generell zu sagen "Epoxy braucht es nicht" !

    Da diesen thread vermutlich auch später viele Leute durchlesen, möchte ich gemäss meiner Erfahrung betonen, dass es sehr wohl Fälle gibt, bei denen Epoxy Sinn macht oder gar notwendig ist:

    • Becken mit sehr weichen angestrebten Werten KH>2 (Lösung von Kalk)
    • Becken mit Panquebesatz (grössere Arten sind bekannt dafür, den Putz bis aufs Gitter ab den Wänden zu hobeln)
    • Becken mit empfindlichem, schreckhaftem Besatz (bezüglich Verletzungsgefahr)
    • Bezüglich Stabilität und Gewicht bei grösseren Elementen
    Ansonsten bin ich 100% mit Dominik einverstanden, sofern die Steine einfache rundliche Formen ohne Kanten und Bruchstellen haben.

    gruss Thomas
     
  5. duese

    duese

    Registriert seit:
    2. April 2008
    Beiträge:
    1.689
    Zustimmungen:
    49
    Ort:
    Münsingen (BE)
    Hey Thomas


    Du hast mich da wohl falsch verstanden, oder ich mich zu unpräzise ausgedrückt.
    Rubens verlinkte eine Seite mit Malawis, ich ging also davon aus, dass diese Steine für so ein Becken genutzt werden. Bei den Malawis braucht es sicher kein Epoxit. Wie aber von dir erwähnt, macht es in anderen Bereichen durchaus Sinn.


    Gruss Dominik
     
  6. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

    Registriert seit:
    19. November 2008
    Beiträge:
    4.057
    Zustimmungen:
    327
    Ort:
    Glarnerland
    Sali Dominik

    Dachte mir schon, dass du es so gemeint hast. Mir gings nur darum, dass es nicht als Pauschalempfehlung verstanden wird, wenn jemand den Thread später mal durchliest.

    gruss Thomas
     
  7. knutschi

    knutschi

    Registriert seit:
    21. April 2009
    Beiträge:
    673
    Zustimmungen:
    14
    Ort:
    Zürich
    Hallo zusammen!

    In der DATZ 5/2017 gab es einen kleinen Artikel "Sockensteine und Potemkinsche Felsen (1)" zum Thema. Es gab eine sehr simple und sehr praktische Variante. Leider habe ich gerade keinen Zugriff, die "technischen" Details müsste nochmal jemand nachschauen. Jedenfalls wurde eine Socke mit Sand gefüllt. Dann mit dem Zementgemisch (vermutlich kann man hier das Material seiner Wahl nehmen) beschichtet und dann nochmal mit Sand bestreut, um eine natürliche Oberfläche zu erhalten. Der Clou an der Sache war aber, dass ein Teil ausgespaart wurde. Dort konnte dann nach dem Aushärten die Socke aufgeschnitten und der Sand entleert werden. Damit sind diese Steine gleichzeitig als Höhle für die Fische nutzbar.

    @Chris
    Selbst wenn Du Zement nimmst, wiegen diese Steine nur ein Bruchteil von einem massiven Stein. Du kannst trotzdem sehr viel Gewicht einsparen. Ausserdem willst Du (ich), dass diese sicher absinken und nicht von den Fischen zum Fussball spielen verwendet werden können ;)
     
  8. Rubens

    Rubens

    Registriert seit:
    28. April 2009
    Beiträge:
    706
    Zustimmungen:
    33
    Ort:
    VS
    Hallo zusammen

    Danke für Eure Inputs. Ich habe zwei "Riesenfetzen" von Steinen im Becken. Alleine war das verdammt schwer. Diese liegen auf Styropor auf.
    Will ich aber mehrere von diesen Teilen, ist das

    Erstens mit einem Mann kaum machbar
    Zweitens bei laufendem Becken nicht möglich, da ja ein Styropor darunter sollte (Druckstellen)
    Drittens wird das Gesamtgewicht des Beckens noch höher. (Stichwort: Bodenheizung, Fliesen)
    Viertens ist ein Aufstapeln von so schweren Steinen in einem Glasbehälter.. naja.. (Beispiel https://goo.gl/images/2wzutt)

    Deshalb die Suche nach Kunststeinen.

    Grüsse RC
     
  9. Ändu

    Ändu Moderator

    Registriert seit:
    10. Februar 2003
    Beiträge:
    7.860
    Zustimmungen:
    28
    Ort:
    Berner Seeland
    Hallo Chris

    Ich mache mir auch Gedanken darüber, wie ich meine künstlichen Steine herstellen werde. Ich habe einen Restposten an Rockzolid-Steinen gekauft (darunter wirklich grosse Brummer), aber diese Steine sind hohl und ich will keine Hohlräume mit stehendem Wasser. Leider findet man fast nur Bauanleitungen für hohle Steine. Ich will die Steine aber unbedingt füllen und dann mit Epoxy versiegeln. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass mit Beton gefüllte künstliche Steine wesentlich leichter als normale Steine sind. Sie dürfen aber nicht zu schwer werden, weil das Becken eine sehr grosse Grundfläche haben wird und ich die Steine trotzdem verschieben können möchte. Deshalb habe ich mir überlegt, ein leichteres Material (Stryropor) in den Zement zu mischen. Es wäre dann aber doof, wenn der Stein schwimmt und man nochmal vor vorne beginnen muss bzw. der Stein hinüber ist ;o). Man kann auch "irgendwie" das Volumen vom Stein bestimmen und dann weiss man ungefähr, welches Gewicht man einfüllen muss, damit die Dichte etwas höher als diejenige von Wasser ist. Aber wenn für dich hohle Steine kein Problem sind, wäre das wohl die einfachste Lösung.

    Gruess, Ändu
     
  10. Rubens

    Rubens

    Registriert seit:
    28. April 2009
    Beiträge:
    706
    Zustimmungen:
    33
    Ort:
    VS
    hallo

    stehendes wasser will ich nicht und offene steine wären ja dann höhlen. und wie wäre es wenn man einen grossen, hohlen, künstlichen stein baut. diesen verschliesst man damit kein wasser hineindringt. gegen den auftrieb silikonniert man ein paar wenige steine an den grossen künstlichen?

    ich glaube meine idee hat einen hacken. womöglich braucht man dann so viele steine, dass man direkt einen echten, schweren brocken nutzen kann.
     
  11. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

    Registriert seit:
    19. November 2008
    Beiträge:
    4.057
    Zustimmungen:
    327
    Ort:
    Glarnerland
    Grüss Euch

    Probieren geht über studieren ;)

    gruss Thomas
     
  12. Ändu

    Ändu Moderator

    Registriert seit:
    10. Februar 2003
    Beiträge:
    7.860
    Zustimmungen:
    28
    Ort:
    Berner Seeland
    Sälü Chris

    Meine Rockzolid-Steine sind hohl, aber nur perforiert, d.h. es sind eben keine Höhlen und das Wasser kann sich sogar noch schlechter austauschen als dies bei Höhlen der Fall wäre. Ich bin nur so heikel wegen den Diskus, die reagieren auf "Gammelwasser" extrem empfindlich. Sonst wäre mir das egal.

    Genau ;o). Ausserdem kleben die echten Steine vermutlich nicht ewig am künstlichen Stein und viel Spass, wenn so ein künstlicher Brocken dann plötzlich an die Oberfläche schiesst ;o).

    Ich denke, ich öffne den Stein an der Unterseite, fülle ihn mit Beton und drücke ein grösseres Stück Stryropor in den Beton. Wenn der Beton trocken ist, mache ich den Tauchtest und wenn er noch nicht sinkt, kann ich den Stryoporklotz bearbeiten und nochmal mit etwas Beton auffüllen.

    Gruess, Ändu
     
  13. Rubens

    Rubens

    Registriert seit:
    28. April 2009
    Beiträge:
    706
    Zustimmungen:
    33
    Ort:
    VS
    hallo

    also rockzolid ist ja jenseits von gut und böse. die dinger sind was für millionäre. die grossen, interessanten brocken sind weit über 100€. bei dem preis sieht man schon dass die ganze problematik nich so einfach zu lösen ist!
     
  14. Basil Boesch

    Basil Boesch Moderator

    Registriert seit:
    9. Februar 2003
    Beiträge:
    7.476
    Zustimmungen:
    36
    Ort:
    Region Basel
    Sali Ändu

    Ist jetzt zwar auch nur eine Schreibtisch-Idee (sorry Thomas! ;)), aber wäre Sand nicht einfacher als Beton? Ich hätte mir das so vorgestellt: An einer später nicht mehr sichtbaren Stelle ein Loch in den Stein machen, mittels Trichter so viel Sand einfüllen wie nötig, und das Loch dann mit einem Klecks Silikon verschliessen. Im Prinzip spricht ja nichts dagegen dass das restliche Volumen dann Luft bleibt (oder?). Und notfalls könnte man mit einem zweiten Loch das Gewicht immer noch nachkorrigieren (nochmals etwas Sand einfüllen oder rauslassen).

    Griessli, Bäsu
     
    Rubens und Zigermandli gefällt das.
  15. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

    Registriert seit:
    19. November 2008
    Beiträge:
    4.057
    Zustimmungen:
    327
    Ort:
    Glarnerland
    Sali Zämä

    Grundsätzlich könnte man einen Putzgitterstein machen mit einer kleinen handgrossen Öffnung an der Unterseite, wenn der stein fertig ist könnte man das Styropor auspuulen und den Rest mit Aceton "auflösen" und auswaschen, dann den Stein mit einer Lage Putz verschliessen und das ganze mit Epoxy versiegeln. So wären sie schwer genug dass sie ohne Sandfüllung sinken

    Das Ganze würde auch so rein mit Epoxy / GFK funktionieren, dann müsste man aber etwas Sand füllen.

    Ich weiss die Acetonvariante ist nicht gerade schön / gesund in der Anwendung, sollte aber funktionieren.

    Gruss thomas
     
  16. Ändu

    Ändu Moderator

    Registriert seit:
    10. Februar 2003
    Beiträge:
    7.860
    Zustimmungen:
    28
    Ort:
    Berner Seeland
    Sälü zäme

    Basil:

    Das wäre wohl wirklich einfacher. Aber wenn ich eine Luftblase im Stein habe, muss ich schauen, dass er aussen auch wirklich gut versiegelt wird (weil die RZ-Steine ja viele kleine Löcher haben, die man kaum sieht). Bei der Betonvariante mit Stryropor wären kleine Undichtigkeiten kein wirkliches Problem.

    Thomas:

    Merci, das werde ich berücksichtigen, wenn ich die Steine komplett selber machen werde. Vorerst geht's mir nur ums "Pimpen" der gekauften Steine (RZ).

    Gruess, Ändu
     
  17. knutschi

    knutschi

    Registriert seit:
    21. April 2009
    Beiträge:
    673
    Zustimmungen:
    14
    Ort:
    Zürich
    Ich bin immer noch der Meinung, dass es von Vorteil ist, den Raum in den "Steinen" auch den Fischen zur Verfügung zu stellen und bei genügend grossen Öffnungen gibt es dann auch keine Probleme mit dem Wasser. Falls man das aber nicht möchte, wäre es dann nicht möglich, die Konstrukte mit einigen kleinen Löchern zu versehen, dass wenigstens teilweise Wasserzirkulation möglich ist?
     
  18. Ändu

    Ändu Moderator

    Registriert seit:
    10. Februar 2003
    Beiträge:
    7.860
    Zustimmungen:
    28
    Ort:
    Berner Seeland
    Hallo Knutschi

    Klar, aber dann ist es halt kein Stein mehr, sondern eine Höhle, wie Chris schon gesagt hat ;o). Ich möchte aber eine Steinlandschaft bauen und ich will unter allen Umständen verhindern, dass sich in den Steinen überall Dreck ansammeln kann.

    Nein, das ist zumindest für mich keine Lösung. Versteh mich nicht falsch, im Normalfall ist das sicher der richtige Weg, vermutlich auch für Chris. Aber Diskus scheinen extrem empfindlich auf "stehendes Gammelwasser" zu sein und ich will nichts riskieren.

    Gruess, Ändu
     
  19. sunrider

    sunrider

    Registriert seit:
    6. Januar 2008
    Beiträge:
    554
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    AG
    Hallo zusammen!

    Ich habe auch schon ein paar Versuche hinter mir, wobei ich zuvor geformte Styroporstücke mit Klarsichtfolie bedeckt, und darüber Putzgitter und Mörtel gebaut habe.
    Einmal ist mir die Rückwand etwas zu dick und somit viel zu schwer geworden (100x50x50), es braucht gar nicht so viel, damit es stabil wird

    Ich habe mich aber immer etwas schwer getan, wenn es um die Auswahl des Materials ging. Könnt ihr bestimmte Produkte empfehlen (Marke / Bezugsort)?
    Das Wasser sollte sich nicht extrem aufhärten und auch sonst sollen ja keine Stoffe abgegeben werden. Ich hab da immer etwas Angst.. Wie lange wässert ihr eure Steine, bevor sie ins Becken kommen?

    Danke & Gruss
    Lukas
     
  20. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

    Registriert seit:
    19. November 2008
    Beiträge:
    4.057
    Zustimmungen:
    327
    Ort:
    Glarnerland
    Portlandzement und Quarzsand 1/3 - 1/4 (in den meisten Baumärkten zu kriegen) Farbgebung mit Abtönfarben oder Pigmenten untergerührt (moertelshop.ch)
    Gut abbürsten und abspühlen, dann einkleben => 48h trocknen lassen => Befüllen ohne Bodengrund => nach 24h 100% Wasserwechsel => dann regelmässig die KH und GH messen bis sie wieder auf dem Ausgangswasserwert liegt. Danach gibt die Wand nichts mehr ans Wasser ab und du kannst besetzen.

    Wenn du Wasserwerte <KH2 anstrebst oder du den PH mit CO2 in den Keller treibst, kann sich noch Kalk lösen, darüber nicht.

    Gruss Thomas
     

Diese Seite empfehlen