Hallo Zäme
Wenn man Inserate studiert oder über Börsen schlendert fällt einem eines ziemlich schnell auf: Überall L-Welse, Lebendgebärende und Afrikabuntbarsche. Corydoras gehören dagegen zu den seltenen gesehenen Arten auf solchen Veranstaltungen. Ich war auch schon der Einzige mit Corydoras auf Börsen, was mich doch eher erstaunt. Trifft man diese Fische doch in beinahe jedem (südamerika) Aquarium an und bei vielen laichen einfachere Arten auch gelegentlich ab.
Ich bin die letzen Jahre immer mehr auf Corydoras gekommen. Als ich mit der Fischzucht vor 10 Jahren begann waren Corydoras die coolen Beifische bei den L-Welsen. Als dann der Absatz der L-Welse immer mehr zu stagnieren begann und auch meine Jungfischzahlen nicht mehr so üppig waren begann ich mich immer mehr für Corydoras zu interssieren und sie auch zu züchten. Letztes Jahr war dann mein bisher bestes Jahr und ich verkaufte zusammen aus den Arten C. caudimaculatus, C. knaacki und C. similis. über 500 Stk.
Nachfolgend möchte ich laufend meine Methoden beschreiben.
Am Anfang steht die Konditionierung. Über den Sommer lasse ich die Becken etwas mehr gehen und wechsle seltener Wasser und füttere auch weniger. Wenn die Tage dann wieder kürzer werden beginne ich mit guter Fütterung die Fische zu konditionieren. So bekommen sie ab September idealerweise alle 2-3 Tage ordentlich Frostfutter (schwarze Mückenlarven, Artemia, Cyclops) und wenn möglich Würmer (Enchyträen, Grindal).
Nach einigen Wochen beginne ich mit vermehrten Wasserwechseln. Bei normal schwierigen Arten reichen meistens 80% Wasserwechsel wöchentlich mit einem Leitwert um 200 µs/cm. Temperatur ist bei C. knaacki und C. similis ca. 25°C, bei C. caudimaculatus und C. gossei etwa 2°C wärmer.
Idealerweise legt man die Wasserwechsel mit einer Regenfront zusammen. In diesem Winter beispielsweise haben meine Corydoras trotz obigen Methoden schlecht bis gar nicht gelaicht. Das sehr milde uns sonnige Wetter ist gut für Ausflügler, aber nicht für Fischzüchter. Somit habe ich mich diese Woche auch sehr über den Regen gefreut, am Montag wurde das Wetter schlechter, am Dienstag machte ich 50% Wasserwechsel und bis heute Abend haben nun C. caudimaculatus, C. gossei, C. knaacki und C. similis abgelaicht. Das Resultat sah dann so aus:
Wenn keine Fressfeinde (Helenas, eierfressende Fische (auch manche Cory-Arten)) im Becken sind, sammle ich die Eier nach 2-3 Tagen ab und bringe sie in kleinen Schalen zum Schlupf. Diese werden mit einem Luftschlauch leicht belüftet und ein Erlenzäpfchen sorgt dafür, dass die Eier nicht verpilzen. Einige kleine Turmdeckelschnecken sind auch sehr nützlich, da sie nur die unbefruchteten Eier fressen.
In den Schalen ersetze ich gelegentlich das Wasser mit Wasser aus dem Becken, in das die Jungen später kommen.
Habe ich extrem viele Eier und befinden sich diese hauptsächlich in den Laichmopps lasse ich die Jungen direkt in kleinen Aquarien schlüpfen. Das erspart dann das Aufwändige absammeln der Eier aus den Laichmopps.
Mehr folgt.
Gruess Jonas
Wenn man Inserate studiert oder über Börsen schlendert fällt einem eines ziemlich schnell auf: Überall L-Welse, Lebendgebärende und Afrikabuntbarsche. Corydoras gehören dagegen zu den seltenen gesehenen Arten auf solchen Veranstaltungen. Ich war auch schon der Einzige mit Corydoras auf Börsen, was mich doch eher erstaunt. Trifft man diese Fische doch in beinahe jedem (südamerika) Aquarium an und bei vielen laichen einfachere Arten auch gelegentlich ab.
Ich bin die letzen Jahre immer mehr auf Corydoras gekommen. Als ich mit der Fischzucht vor 10 Jahren begann waren Corydoras die coolen Beifische bei den L-Welsen. Als dann der Absatz der L-Welse immer mehr zu stagnieren begann und auch meine Jungfischzahlen nicht mehr so üppig waren begann ich mich immer mehr für Corydoras zu interssieren und sie auch zu züchten. Letztes Jahr war dann mein bisher bestes Jahr und ich verkaufte zusammen aus den Arten C. caudimaculatus, C. knaacki und C. similis. über 500 Stk.
Nachfolgend möchte ich laufend meine Methoden beschreiben.
Am Anfang steht die Konditionierung. Über den Sommer lasse ich die Becken etwas mehr gehen und wechsle seltener Wasser und füttere auch weniger. Wenn die Tage dann wieder kürzer werden beginne ich mit guter Fütterung die Fische zu konditionieren. So bekommen sie ab September idealerweise alle 2-3 Tage ordentlich Frostfutter (schwarze Mückenlarven, Artemia, Cyclops) und wenn möglich Würmer (Enchyträen, Grindal).
Nach einigen Wochen beginne ich mit vermehrten Wasserwechseln. Bei normal schwierigen Arten reichen meistens 80% Wasserwechsel wöchentlich mit einem Leitwert um 200 µs/cm. Temperatur ist bei C. knaacki und C. similis ca. 25°C, bei C. caudimaculatus und C. gossei etwa 2°C wärmer.
Idealerweise legt man die Wasserwechsel mit einer Regenfront zusammen. In diesem Winter beispielsweise haben meine Corydoras trotz obigen Methoden schlecht bis gar nicht gelaicht. Das sehr milde uns sonnige Wetter ist gut für Ausflügler, aber nicht für Fischzüchter. Somit habe ich mich diese Woche auch sehr über den Regen gefreut, am Montag wurde das Wetter schlechter, am Dienstag machte ich 50% Wasserwechsel und bis heute Abend haben nun C. caudimaculatus, C. gossei, C. knaacki und C. similis abgelaicht. Das Resultat sah dann so aus:
Wenn keine Fressfeinde (Helenas, eierfressende Fische (auch manche Cory-Arten)) im Becken sind, sammle ich die Eier nach 2-3 Tagen ab und bringe sie in kleinen Schalen zum Schlupf. Diese werden mit einem Luftschlauch leicht belüftet und ein Erlenzäpfchen sorgt dafür, dass die Eier nicht verpilzen. Einige kleine Turmdeckelschnecken sind auch sehr nützlich, da sie nur die unbefruchteten Eier fressen.
In den Schalen ersetze ich gelegentlich das Wasser mit Wasser aus dem Becken, in das die Jungen später kommen.
Habe ich extrem viele Eier und befinden sich diese hauptsächlich in den Laichmopps lasse ich die Jungen direkt in kleinen Aquarien schlüpfen. Das erspart dann das Aufwändige absammeln der Eier aus den Laichmopps.
Mehr folgt.
Gruess Jonas















