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Wie löse ich das Millionenfisch problem am besten?

Dieses Thema im Forum "Haltung: Fische" wurde erstellt von Hugo81, 12. März 2013.

  1. Hugo81

    Hugo81

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    Hallo zusammen!

    Ich habe seit zwei Monate ein Aquarium 125 l von Juwel.
    Mit Kiesboden und sehr vielen schnellwachsenden Pflanzen.

    - Zwei Antennenwelse
    - Vier weibliche Guppys und zwei Männliche Guppys
    - ca. 20 Guppy Babies!

    Ph 8
    Nitrit zur zeit ca. 0.2 - 0.3
    Temperatur zwischen 25 und 26 grad

    Wier haben die Fische nach einer 1 monatigen einlauffase rein getan. Zuerst die Welse, dann eine Woche später die Guppys.

    Der Nitrit wert ist erst gestiegen seit wier die Babies haben.
    Wir machen zurzeit ein Tägliches wasserwechsel und streben so ein nitrit wert von 0 an.

    Uns wurde gesagt dass die erwachsenen Guppys sich selber um die kleinen babies kümmern werden wenn wier nicht viel füttern würden.
    Aber leider denken unsere guppys nicht mal daran die kleinen zu fressen. Anfangs schon. Aber jezt schwimmen die Kleinen den Grossen vor die Nase und Nix passiert...

    Jetzt frage ich mich was ich machen soll.
    Ist es eine gute idee sich ein Fisch zu kaufen um die Guppy population in schacht zu halten? Oder wie kann ich das guppy problem sonst noch lösen?

    Zurzeit sind es ca. 20 Guppy babies aber es sind Alle vier Guppy damem ziemlich trächtig. Es werden also bald mehr babies im Aquarium herum schwimmen.

    Wenn das so weiter geht haben wier bald 100 Guppys in unserem Auarium.

    Gruss aus Zürich

    Hugo
     
  2. wildvet

    wildvet

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    Hallo.
    Ich würd auch einen Fressfeind für die Babyguppies einsetzen. Ein Fisch reicht. Ein kleiner Hechtling z.B., oder ein anderer Fisch, der nicht lebendgebährend ist und klein genug ist, um in 100l reinzupassen und nicht auch gleich die adulten Guppies schluckt...
    Ich halte Halbschnabelhechtlinge. Sie dezimieren mir die Jungen meiner Lebendgebährenden ebensogut wie die eigenen.

    Gruss
    Berit
     
  3. Felix

    Felix

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    Hallo Hugo


    Da gibt es verschiedenen Varianten, um dieses "Problem" anzugehen.
    1. Zusehen, wie es sich reguliert:
      Guppys sterben in der Regel so ca. nach 1 bis max. 2 Jahren. Es könnte daher sein, dass sich daher das Ganze reguliert mit der Zeit.
      -> etwas riskant bei knapp 100 Litern wegen möglichem Überbesatz, ich würde es aber trotzdem so machen
    2. Babys einem Bekannten abgeben:
      Falls du jemanden kennst, der z.B. Buntbarsche oder andere "Fresssäcke" hat, werden die Babys immer gerne genommen.
      -> ob das heutzutage noch erlaubt ist, weiss ich ehrlich gesagt nicht.
      Innerhalb eines Aquariums ist es ganz sicher kein Problem, daher:
    3. Vorschlag von Berit:
      einen Fisch, der die Guppybabys frisst.
      -> Bei dieser Beckengrösse muss aber gut recherchiert werden was passen könnte, damit du dir kein neues Problem schaffst.
    4. Geschlechter trennen:
      Entweder nur Guppy M oder W, dann gibts auch keinen Nachwuchs mehr.
    Dasselbe gilt übrigens auch für Antennenwelse. Weisst du, was du für Geschlechter hast bei den beiden? Die vermehren sich auch sehr stark und diesen Nachwuchs wirst du noch schlechter los.

    Noch ein Tip am Rande: falls du etwas Strom sparen willst, kannst du bei diesen Fischen die Temp. ruhig auf Zimmertemperatur fallen lassen.

    Gruss Felix
     
  4. Seestern

    Seestern

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    Hoi Hugo

    Dein Problem kenne ich leider auch;-)

    Allerdings habe ich ein 300 l voller Guppys. Trotzdem ich feingliedrige Pflanzen rausgenommen hatte und nur noch grosse Anubias und div. Cryptocorynen sowie Wasserpest im Becken habe (weniger Versteckmöglichkeiten) werden es immer mehr Guppys und das Nitrit steigt auch, wenn ich keine täglichen Wasserwechsel mache:roll: Nun habe ich tagelang recherchiert im I-Net um eine gute Möglichkeit zu finden, das Problem "natürlich" anzugehen.
    Da gibt es ja haarsträubende Empfehlungen wie Ramirezi (Weichstwasserfisch), Kampffisch (würde die Guppymännchen als Konkurrenz ansehen --> Kampf bis zum Tod und es wäre total Stress für alle Fische), Sumatrabarben (die würden auch die langen Flossen der Guppymännchen an-/abbeissen), Skalare (sind/werden zu gross für Becken unter 300 l und die würden auch erwachsene Guppys in Endlerzuchtform verdrücken .... also nicht nur die Babys ... auch ausgewachsene Männchen)... dann gingen die Empfehlungen noch bis zum Mixer und WC:shock:

    Also ich werde es mit Messingbarben probieren aber in einem neuen grösseren Becken. Diese Barben gehen nicht an Schleierflossen und sind auch nicht hektisch im Schwimmverhalten und fressen nur frischgeschlüpfte Fischbabys. Im 450 l Molly-/Platybecken hatte es keinen Nachwuchs mehr gegeben seit den Barben ... trotz vieler Pflanzen.

    Aber für Dein Becken wären die Messingbarben zu gross. Doch die 5-Gürtelbarben wären da von der Grösse her passend und eine 6-er Gruppe zu Deinen erwachsenen Guppys und Welsen würde gut passen. Doch die Barben haben nicht gerne zu hartes Wasser. Weisst Du die KH? In der Stadt Zürich haben wir KH 7 und das wäre ok für die 5-Gürtelbarben. Doch in den umliegenden Gemeinden ist das Wasser teilweise sehr hart ... Wenn Du keinen KH-Test hast kannst Du auch bei der Gemeinde nachfragen.

    Bevor Du aber neue Fische einsetzt, würde ich den Nachwuchs abgeben. Hier ausschreiben oder frag mal bei Angel nach --> Nat. 079 414 40 94. Sie hat in ZH-Öerlikon einen Fischladen eröffnet und sucht glaube ich gesunde Guppys. Wenn Du den Nachwuchs draussen hast wird es mit dem Nitrit auch besser aussehen und dann kannst Du die neuen Fische einsetzen. Evt. hat Angel auch die Fünf-Gürtelbarben...

    Liebe Grüsse

    Sonja
     
  5. Annie27

    Annie27

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    Hallo zäme,
    Ich hatte in meinem 300l gute Erfahrungen gemacht mit Aplocheilus lineatus, einer Hechtlingsart. Die Guppys habe ich vor etwa einem Jahr alle abgegeben, einen Hechtling habe ich nun noch, ich hatte max. 2 Paare Hechtlinge. Da ich jetzt keine Guppys mehr pflege möchte ich aber auch keine weiteren Hechtlinge mehr kaufen.
    Ich fand noch gut, die Hechtlinge haben den grössten Teil der Guppybabys gefressen in den ersten Tagen nach der Geburt, ganz alle Babys haben sie aber nie erwischt. Wenn es genügend Pflanzen hatte kamen ein paar durch was ich noch schön fand. Wenn die Guppys etwas grösser waren liessen sie sie in Ruhe, man sah sie auch nicht Fischlein durchs ganze Becken jagen, es sind wohl eher Lauerjäger.
    Ab und zu legt sich der Hechtling auf die Lauer um eine Algengarnele zu erwischen. Aber sonst ist er recht friedlich .
    Letztes Jahr haben sich meine Salmler trotz Hechtling von 5 auf 14 vermehrt, die Salmler sind flinker als Guppybabys.
    Ich habe auch Panzerwelse in meinem Becken, ich sah den Hechtling auch noch nie Panzerwelseier fressen.
    Die Aplocheilus lineatus sind aber wahrscheinlich zu gross für ein 125 l Becken. Es gäbe noch die Epyplatys dageti = Querbandhechtlinge, die sind kleiner, aber da habe ich keine Erfahrung, ob die wirklich Guppybabys fressen. Ich hatte einmal eine Gruppe Epiplatys , aber die sind mir leider alle nach kurzer Zeit gestorben.
    Liebe Grüsse Annegret
     
  6. Inhlanzi

    Inhlanzi

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    Hallo,
    ich hatte das Problem auch. Zuerst gelöst mit einem zweiten AQ für die Weibchen, und also "kontrolliertem" Nachwuchs. Als das kleine AQ dann aber mal kippte, habe ich es weggetan. Seither leben die Guppies in 110l, es sind zur Zeit ca. 10 Erwachsene. Irgendwie hat es sich eingependelt, sie kriegen nur alle paar Monate einige Junge, vielleicht 10 oder so. Sie sind auch, im Vergleich zu einigen von früher, viel geradrückiger.
    Wegen zuviel Platy-Nachwuchs hatten wir ein Paar Purpurprachtbuntbarsche gekauft. Die sind super schön, interessant, und das Männchen hat offenbar die Kleinen gefressen. Ein Paar geht gut in 110l, wenn es genug Verstecke hat und unten nicht schon zuviele Fische. Allerdings können sie sich auch selber stark vermehren, das haben unsere zum Glück nicht gemacht. Jetzt lebt nur noch das Weibchen, das frisst glaub ich keine Jungen. Die Platies haben wir dann weggegeben.
    Im Moment habe ich das Antennewels-Nachwuchs-Problem, leider, nachdem sie sich viele Jahre lang nicht fortgepflanzt hatten. Da hilft nur Geschlechtertrennung, denn die Kleinen werden vom Vater beschützt und sind danach schon ungeniessbar stachlig. Sobald die 5 Babies so gross sind, dass man das Geschlecht sieht, werde ich sie versuchen wegzugeben. Die erwachsnenen Weibchen habe ich schon weggegeben.

    Ich verstehe nicht ganz, wie ein Besatz von ein paar Jungen Guppies zu Nitrit führen kann? Die hunderte von Seestern, ja, aber doch nicht 20 babies?
     
  7. Alraun

    Alraun

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    Ich würde einfach viel sparsamer füttern. Die Geburtenrate wird dadurch gedrosselt und die Elterntiere jagen vermehrt den Nachwuchs...
     
  8. Hugo81

    Hugo81

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    Hallo zusammen.

    Vielen Dank für die vielen Ratschläge...
    Ich werde die Jungen Guppys erst mals behalten. Sind nur noch ca. 10 übrig geblieben. Durch das nicht merhr Füttern der Grossen hat sich das ein bisschen reduziert...
    Ab wann sind denn die Guppys geschlechtreif? Und bis welche grösse werden sie denn von den Gürtelbarben oder den Eltern gefressen?

    Gürtelbarben gefallen mier sehr gut. Muss jetzt nur noch schauen dass ich mein Nitrit ganz weg kriege (ist schon fast soweit) und der PH wert ein bisschen reduzieren kann, dann mach ich mich mal auf die suche nach einem guten Händler der Sie mier verkaufen kann...
    Guppys werde ich keine mehr dazu kaufen. Wenn Guppys dann eine reine Männer gruppe...

    Wo in Oerlikon gibt es denn einen Aquaristik laden?
    Ich kenne nur den, der auf der Brücke ist. Birch oder so heisst es...
     
  9. wildvet

    wildvet

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    Hallo Sonja.
    Meines Wissens brauchen Fünfgürtelbarben weicheres Wasser:KH 5 und darunter (siehe: http://www.aquarium-guide.de/fuenfguertelbarbe.htm ).
    Ich halte die auch zusammen mit Lebendgebährenden in meinem 240l-Becken, aber die scheren sich einen Deut um die Fischbabies. Deshalb hab ich die Halbschnabelhechtlinge dazu gesetzt.

    Hechte und Hechtlinge allgemein können eher in hartem Wasser gehalten werden, bewegen sich eher in der selben Wasserregion wie die Guppies (mitte bis oben) und die kleinen Arten brauchen, da sie nicht so schwimmfreudig sind, auch nicht unbedingt grosse Becken.

    Gruss
    Berit
     
  10. Hugo81

    Hugo81

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    Ok. Habe jetzt meine Wasserwerte. Alles mit Tröpfchentest von Tetra gemessen.

    GH- 17
    KH- 14
    No2- 0
    No3- 12.5
    PH- 8
    Temperatur- 25 grad
    Masse- 81x36x50 125 liter
    Bodengrund- Kies

    Was könnte jetzt alles passen um die Guppys in zaun zu halten?
    Ich hab gestern wieder neue Babys im Aquarium gefunden...
     
  11. Seestern

    Seestern

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    Hoi Hugo

    Ja es gibt einen neuen Fischladen in ZH-Oerlikon an der Dörflistrasse 55. Der Name ist noch nicht entschieden ... vorerst aqua-system. Nat.-Nr. von Angel siehe oberer Beitrag von mir.

    Gut hast Du das Nitrit runter bekommen! Die Härte ist allerdings ziemlich hoch. Die 5-Gürtelbarbe fällt leider weg.

    Was mir sonst noch in den Sinn kommt: Nur Mollyweibchen ca. 4-5 Stk. Die sind auch verfressen und doch friedlich und v.a. passend in hartes Wasser. Da müsstest Du allerdings einige Jungguppys abgeben, dass es nicht ein Überbesatz gibt. Also höchstens 10-12 Guppys, die 4-5 Mollydamen und die 2 Antennenwelse fertig;-)

    @ Berit

    Das Zürcher Leitungswasser hat KH 7 im AQ messe ich jedoch 5-6 KH und GH 6-7.;-) Den 5-Gürtelbarben sieht man es ja gut optisch an, ob es ihnen gut geht oder nicht (Körperfarbe beige oder rötlich).

    L.G: Sonja
     
  12. wildvet

    wildvet

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    Hallo Sonja.
    Das kann man aber nicht allgemein für alle Aquarien annehmen.

    Gruss
    Berit
     
  13. Hugo81

    Hugo81

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    Leider sind die oben genannten Wasser Werte komplett falsch! Sorry!
    Ich habe vergessen das ganze geteilt durch zwei zu rechnen. :autsch:

    Heute neu getestet:

    Kh-7
    Gh-9
    PH 8
    Temp. Ohne Heizstab! 25-26 grad - Danke an Felix für den Tipp!

    Ich werde wenn nötig auch Osmose Wasser verwenden.
    UOA ist vorhanden.
     

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