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Laub

Dieses Thema im Forum "Technik und Einrichtung" wurde erstellt von hostis, 15. November 2012.

  1. hostis

    hostis Guest

    Hallo zusammen,wässert Ihr Laub eigentlich mit Salzwasser?Ich hab bis jetzt Versuche mit Erlen-und Buchen-Laub gemacht,bin jedoch nicht zufrieden da es sofort anfängt zu gammeln sobald ich viele Blätter reinwerfe...Trockenes Laub.Daher hab ich ganz schnell aufgehort zu experimentieren.Ich hab nun mal Erlenlaub und Äste in einen Kübel getan und werde mal Salzwasser dazuschütten.Ist das eine gute Idee?lg Dominic
     
  2. Kakaduse

    Kakaduse

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    Hi Dominic

    Wofür ist das Laub gedacht? Wüsste nicht, wofür das
    Salz gut sein sollte...

    Ich überbrühe es immer mit kochendem Wasser, lass
    es ein paar Minuten stehen, dann kommts ins Becken..
    die Garnelen lieben es so.

    Dauert halt ein bisschen, bis es sinkt :)
     
  3. hostis

    hostis Guest

    Hallo Ruth,das Salz wär gedacht um Keime zu töten.Das Laub soll in ein Tot-Holz -Becken das ich mir dieses Wochenende einrichten will..Irgendwie hat bei mir überbrühen nicht viel gebracht,nach ein paar Tagen beganns zu gammeln...Wird das nur zum Problem wenn man extrem viel Laub reinwirft?Hab mal vor paar Wochen in ein leeres,aber eingefahrenen Becken richtig viel reingeworfen weil ich sehen wollte was passiert.zum Glück waren keine Tiere drinn...lg Dominic
     
  4. ch.koenig

    ch.koenig Guest

    Hallo Dominic
    Salz laugt die Blätter aus, das ist dann allenfalls noch Deko.
    Dein Problem ist anscheinend das Totholz.
    Frisch gefallene, trockene Blätter bieten auch ohne Überbrühen keine Gammelgrundlage. Mache ich nie. Zumindest in meinen Becken, liegen ganzjährig Mengen aus allen möglichen Blattsorten seit Jahren ohne Gammel.
    Gruss Charles
     
  5. öpflschnägg

    öpflschnägg

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    Das Holz?

    Salü Dominic,

    Ich mache es wie Ruth: Wasser im Kocher erhitzen und über das getrocknete Laub (Baumnuss, Weissbuche, Brennnesseln, Seemandelbaum) giessen, ein paar Minuten stehen lassen, wobei ich das Herbstlaub vom Baum sammle, nicht am Boden auflese. Aufbewahren tue ich das Zeugs übers Jahr in Papiertaschen an einem trockenen Ort.

    Gammeln tut so bei mir gar nichts. Ich lasse das Laub in den Aquarien, bis es von den Garnelen bzw. Antennenwelsen vertilgt worden ist (ausser es kommt mal ein Stück beim Wasserwechsel durchs Rohr), was beim Weissbuchenlaub zwei Wochen und mehr dauern kann. Und es hat in den Garnelenbecken recht viel Laub am Boden (Fotos unter "Blicke" im Aquarienfototeil), da ich alle paar Tage ein paar Blätter reinschmeisse.

    Erlenlaub habe ich allerdings noch nicht probiert; die Zäpfchen koche ich (in einer alten Pfanne) kurz auf .

    Mich dünkt, der "Gammelfaktor" liegt eher am Holz. Habe mal eine Erlenwurzel in einem Aquarium gehabt, die aber 2 Mal gut ausgekocht. Nach dem ersten Mal hat sie z. T. geschimmelt.
    (Rausgenommen habe ich sie schliesslich wegen dem "Teilchensturm", den die Garnelen damit ständig veranstaltet haben.)

    Herzlich, Roman
     
  6. Kakaduse

    Kakaduse

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    Hm...liegt vielleicht evt. auch an der Laub-Art..

    Am langlebigsten im AQ (also eher zur Deko) hat sich
    bei mir Eichenlaub erwiesen, am schnellsten gammelt
    leider Nussbaumlaub...was auch wiederum von der
    Wasserhärte abhängt (je weicher desto schneller gammel..)

    Ist aber wahrscheinlich nur ein subjektives Gefühl meinerseits ;-)
     
  7. öpflschnägg

    öpflschnägg

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    Alle möglichen Blattsorten ...

    Da wäre zu erwähnen, dass es durchaus unmögliche Blattsorten gibt (desgleichen die Äste dazu), die man besser nicht ins Aquarium gibt: von Steinobstbäumen, Kirschlorbeer (das Laub sieht besonders toll aus), Avocado (hat man vielleicht zu Hause in der Stube), ... Das Zeugs enthält cynogene Glykoside, kann also zu Blausäurevergiftungen führen.

    Herzlich, Roman
     
  8. hostis

    hostis Guest

    Hallo zusammen,danke für die vielen Antworten.Dürfen die Ästchen in dem Fall auch nicht daranbleiben wenn sie absolut trocken sind?Ich hab einige Ästchen drangelassen.Die Wurzen die ich im Becken hatte haben eigentlich nicht gegammelt,aber vielleicht hatte ich trotzdem zuviele drinn.Das Wasser war sehr weich.habe oben gelesen dass es bei weichem Wasser je nach dem gammeln kann...Interessant.Ich werd ews nochmal versuchen,natürlich ohne Fische drinn,vorerst...lg Dominic
     
  9. Vendetta

    Vendetta Guest

    Ich verstehe nicht ganz... wie definierst du 'Gammeln'? Natürlich zersetzen sich die Blätter, immerhin gibt es genügend Mikroorganismen im Aquarium, die sich über ein Blatt freuen.

    Ich überbrühe nichts und salze da auch nichts - aber ich gehe auch tümpeln. Und ich gehe davon aus, dass die Bewohner des Aquariums mit den Blättern etwas anfangen können: Entweder nutzen sie sie als Schutz oder picken die Mikroorganismen daran ab. Dafür sind die Dinger doch da, oder nicht? :)
     
  10. hostis

    hostis Guest

    Hallo Vendetta,es hat gestunken wie die Pest und auf den Blättern hatte es Beläge die stark an Schimmelpilze erinnerte.Auf den Erlenzäpfen,dem Laub und den Ästchen...lg Dominic
     
  11. Bruno Hauri

    Bruno Hauri Moderator

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    Salü

    Sollte, wie von Charles und Nora geschrieben, eigentlich nicht passieren. Waren die Blätter auch wirklich trocken?

    Ich verwende seit Jahren schon Buchenblätter, die ich im Herbst auf Spaziergängen im Wald auf demk Boden sammle und zum trocknen in einem Papiersack auf die Zentralheizung stelle. Danach werden sie ein Jahr lang oder auch länger an einem trockenen Ort gelagert und immer wieder davon gebraucht.
    Da gammelt absolut nichts. Und ich verwende Wasser mit einem Leitwert von ca. 100 Mikrosiemens in diesem Becken, also sehr weich. Die Blätter werden weder gewaschen noch heiss überbrüht. Ich verwende sie so, wie ich sie gesammelt habe. Meine Panaque's freuen sich sehr darüber, und schreddern die Blätter regelrecht. Alle zwei Monate sieht man das Resultat dann im Filter, welcher total voller Buchenblattmulm versifft ist, weil ich keinen Schwamm vor dem Filtereinlauf montiert habe. Das geht soweit, dass die Keramikröhrchen im Filterkorb gar nicht mehr zu erkennen sind und beim herausheben des Filterkorbes das Wasser fast nicht mehr abfliesst. Aber wie gesagt, gammeln tut da gar nichts.

    Ich habe aber auch schon den Versuch mit Bucheckern gemacht und die fingen tatsächlich an zu schimmeln. Vermutlich hatte ich diese aber zu wenig lange getrocknet, da sie doch recht Massig sind.

    Freundliche Grüsse
    Bruno
     
  12. hostis

    hostis Guest

    Hallo Bruno,danke für Deine Antwort.Gelagert hab ich sie nicht ein Jahr.Ich wohne 3minuten von der Aare enfernt,und da hat es viele Erlen.Ich hab die Blätter getrocknet.Sie waren absolut trocken.Auch die Ästchen waren trocken.Spröde...Die Erlenzäpfchen gammeln auch schon am nächsten Tag.Auch diese vom letzten Jahr(hab ich im Sommer gesammelt,hingen noch an vielen Bäumen vom letzten Jahr),getrocknet.....irgendwie nervt mich das gerade dass das so einfach sein soll und bei mir entsteht eine Kloake...lg Dominic
     
  13. ch.koenig

    ch.koenig Guest

    Hallo Dominic
    Es ist so einfach, wie es Bruno beschrieben hat. Bei den einheimischen Hölzern halte ich gerade mal die Kastanie für bedingt geeignet. Alle anderen Harthlzer sind schlicht nicht brauchbar. Alles schon durchprobiert da ich viel mit Holz arbeite. Im 600 Liter-Becken wie im kleinen 30er. Und Weichhölzer sind sowieso ein no go. Bei den tropischen wäre das genau so, aber die fallen ja meist weg.
    Blätter vom Baum nehme ich nie, die sind im Umbauprozess noch nicht so weit. Blätter vom Boden nur, wenn sie nicht schon verregnet wurden. Sonst brauchen sie eine lange Trockenphase.
    Garnelen haben übrigens auch wenig Freude an den gammelnden Hölzern und das will was heissen.
    Gruss Charles
     
  14. hostis

    hostis Guest

    Hallo Charles,kann es sein dass es in dem Fall an den topischen Wurzeln liegt,und es nur durch die Zugabe vom Laub zum Supergau führt?Weil das Problem bei zuviel Holz und nicht beim Laub liegt?Wegen den Wurzelm(Mangrove etc...).Bei denen passierte aber nichts.Erst als das Laub dazukam....Kann das zum Gau führen?lg Dominic
     
  15. Vendetta

    Vendetta Guest

    Äh... du hast frische Blätter vom Baum gezupft, dann mit Salzwasser übergossen und sie in grossen Mengen ins Aquarium gegeben?

    Naja, dann wundert es mich nicht: Diese Blätter sind voller 'Lebenssaft', ein Fest für Bakterien. Dann kommt es nach einer massiven Bakterienvermehrung bei super Temperaturen zu einer aquarienweiten Bakterienblüte und schliesslich zum Umkippen des Wassers.

    Deine Totholz-Geschichten und die Jahreszeit haben mich vermuten lassen, dass du schon abgeworfenes Laub meinst. Wir nutzen davon hauptsächlich Buche und Eiche - vom Baum pflücken wir nur Wal- bzw. Baumnussblätter, die dann getrocknet werden und nur in kleinen Dosen im Aquarium landen.
     
  16. Annie27

    Annie27

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    Hallo Dominic,
    Ich habe schon grün getrocknete und frische Birkenblätter angewendet, die haben einen Schleim abgegeben, das hatte aber nichts mit gammeln zu tun, der Schleim war glasig klar und hat nicht gestunken. Es hiess die Blätter geben Saponine ab , ich denke die waren in dem Schleim enthalten.
    Die Ästchen wo ich die Birkenblätter abgezupft hatte habe ich dann getrocknet und auch ins Aquarium gegeben, aber die faulten dann, es bildeten sich weisse Kleckse, ich dachte zuerst es gäbe Würzelchen draus, aber die Ästchen zerfielen als ich sie herausnahm und haben gestunken.
    Bei Erlenzäpfchen, vor allem auch bei selbst gesammelten habe ich auch schon gesehen, dass sich anfangs Auflagerungen auf den Zäpfchen bildeten, ich habe dies auch dahingehend interpretiert, dass die Zäpfchen Stoffe ans Wasser abgeben.
    Liebe Grüsse Annie
     
  17. hostis

    hostis Guest

    Hallo zusammen,ich hab aufgesammelte und auch abgezupfte Blätter verwendet.Hab die getrocknet.Kam einfach irgendwie nicht gut....Ich probiers morgen nochmal.lg Dominic
     
  18. Fritz

    Fritz

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    Hallo Hostis

    Ich glaube Du machst Dir falsche Vorstellungen.

    Laub im AQ bleibt nicht lange Laub.
    Das vergammelt langsam. Garnelen, Schnecken, Welse, Bakterien, usw, bearbeiten es, fressen auch davon. Das soll so sein.

    Am Schluss bleibt nichts übrig. Ausser Nitrat, Phosphat, und viele andere Stoffe im Wasser.

    Nicht alles Laub ist geeignet. Siehe Beiträge weiter oben.


    Am Holz liegt das sicher nicht.

    Gruss, Fritz
     
  19. öpflschnägg

    öpflschnägg

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    Laubvorstellung

    Salü zäma,

    Etwa so wie in dem beigelegten Bild kann man sich den Aquarienboden schon vorstellen. Die Blätter sind zwischen vier Tagen (das Blatt beim Fischauge) und einem Monat alt (das Gerippe). Gefressen werden sie von den Garnelen und den Schnecken, bevor sie unansehnlich werden. Und eben: Weissbuche hat sich bei mir als recht dauerhaft herausgestellt, ob grün oder in verschiedenen Herbstphasen von Gelb bis Braun vom Baum gepflückt (die Hecke behält die Blätter eh den ganzen Winter durch, bis sie im Frühling neu austreibt, habe also nicht die geringste Veranlassung, Blätter vom Boden zu nehmen). Hauptsache gut getrocknet und überbrüht. Nussbaumblätter, grün vom Baum und getrocknet, sind im Aq. sehr schnell weich, und unsere junge Eiche ist im Herbst leider immer voller Mehltau, benutze das Laub deshalb nicht. Jahrelang halten die Glyzinienblätter im Wasserflohbecken auf dem Balkon, aber die habe ich im Aquarium nie ausprobiert, da mir deren Zusamensetzung unbekannt ist.
    Erlenzäpfchen schimmeln bei uns ungekocht, abgekocht indes nicht. Erlenholz hält sich trotz seiner Weichheit im Wasser sehr gut, aber eben: gut auskochen. Bei uns haben die Garnelen allerdings dauernd die schwarze Rinde demontiert und damit eine "Sauerei" veranstaltet; hat uns auf dem hellen Sand nicht so gefallen.
    Unabgekochtes Laub erscheint mir, wenn es nicht rasch gefressen wird, heikel. Uns sind schon ganze Pilze im Aq. gewachsen.

    Herzlich, Roman

    P. S. Zur Glyzinie aus der Wikipedia: "In allen Teilen der Pflanze werden Alkaloide gefunden. In den Samen und Hülsen ist hauptsächlich Lektin und ein weiterer unbekannter Wirkstoff, in Rinde und Wurzeln ist Wistarin, ein giftiges Glykosid, enthalten." Tönt nicht gerade geeignet fürs Aquarium, auch wenn's den Wasserflöhen nicht zu schaden scheint.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22. November 2012

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