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3D Druck in der Aquaristik

Dieses Thema im Forum "Technik und Einrichtung" wurde erstellt von Aqua92, 8. Januar 2021.

  1. Aqua92

    Aqua92

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    Hallo Zusammen

    3D Drucker sind immer weiter verbreitet und unter den "Bastlern" gehören sie wohl bald zur Standardausrüstung in der Werkstatt.
    Ich bin vor gut 3 Jahren im Studium das erste Mal mit 3D Druckern in Kontakt gekommen. Zu Beginn fand ich es eher eine Spielerei, da ich vor allem allerlei Figuren kannte, die oft Gedruckt wurden. Heute brauche ich 3D Drucker sehr oft bei der Arbeit, hauptsächlich für Prototypen, die keine besonders hohen Ansprüche an Festigkeit und Toleranzen haben.
    Vor einem Jahr wurden im Geschäft neue Drucker angeschafft und ich konnte einen alten mit nehmen. Seither drucke ich also auch zuhause gelegentlich, allerdings nur Funktionsteile, ästhetisch oder schön finde ich es immer noch nicht und es kommt mir nichts gedrucktes sichtbar in die Wohnung!

    Eines der ersten Teile waren Druckdosen für Luftheber. Damit konnte ich endlich das Problem der Luftanschlüsse beheben und die gedruckten brechen definitiv nicht mehr ab.

    [​IMG]

    Auch Glasabdeckhalter habe ich letztens gedruckt,
    Bisher verwendete ich ausschliesslich PLA. Über die Verwendung von PLA im Aquarium liesst man verschiedenes. (PLA ist aus Maisstärke und "kompostierbar", aber nicht Lebensmitteltauglich).
    Meine ältesten Luftheber Druckdosen sind nun etwa 8 Monate in Betrieb und ich kann (noch) keine Anzeichen einer Zersetzung feststellen.
    Ich werde nächstens mal PETG testen, das ist lebensmitteltauglich und wohl etwas dauerhafter als PLA.

    Gibt es andere User die ebenfalls Funktionsteile fürs Aquarium drucken?
    Wie sind eure Erfahrungen und welche Materialien verwendet ihr?

    Wer mich kennt, weis wie sehr ich künstliche Deko hasse. Bei mir ist der Kunstoff auf das nötigste reduziert (Filter, Luftschläuche, Luftheber). Mein Ziel ist also nicht eine Diskussion über möglichst skurrile Einrichtungsgegenstände loszutreten ;)

    Grüsse Jonas
     
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  2. daniel.hadorn

    daniel.hadorn

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    Hi Jonas
    Ich hab erst einen "Futterspender" für Frostfutter aus PLA gedruckt.

    Bis jetzt hab ich noch keine Nachteile feststellen können. Aber ich hab hier noch eine Rolle PETG, die ich ausprobieren will. Muss nur noch was Nützliches zum drucken finden.

    LG
    Dänu

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  3. Therion

    Therion Administrator Moderator

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    Hallo zusammen,

    Ersteres ist nicht ganz korrekt, das Zweite je nachdem was man unter "lebensmitteltauglich" versteht. Zumindest gibt es von vielen Herstellern PLA das lebensmittelecht und z.T. sogar als Kinderspielzeug zertifiziert ist. Kompostierbar ist es auch nur bei sehr hohen Temperaturen (über 55°C), wie es oft nur in industriellen Kompostieranlagen vorkommt. Also PLA auf den Hauskompost schmeissen ist nicht so ne gute Idee. Und somit werden sie sich in einem Aquarium sicher nicht zersetzen.

    Ich benutze verschiedne mit FDM 3D gedruckte Objekte in meinen Meerwasseraquarien. Was ich festgestellt habe ist dass PLA, zumindest in Salzwasser, nach einer gewissen Zeit brüchiger wird als sonstige vergleichbare Objekte die an der Luft bleiben. Aber in einer gewissen Stärke problemlos ihren Zweck erfüllen.

    PETG ist meistens lebensmittelecht. Aber wie auch beim PLA ist es nicht unbedingt das Material selber das Probleme verursachen könnte, sondern die darin enthaltenen Weichmacher. Allerdings behalt PETG nach meinen Beobachtungen seine Eigenschaften besser als PLA (weniger brüchig und somit stabiler).

    Gedruckt und dauerhaft im Einsatz habe ich bisher:
    - Halter für Korallenableger
    - Aufsatz für eine Klingenhalterung des kleinen Tunze Magneten
    - Halterung für UV Anlage
    - Überlaufkamm
    - Behälter für Bacto Balls (Bakterien, gebunden in einer geelartigen Kugel)
    - Schneckenschutz für Strömungspumpen
    - Diverse Halter, die allerdings keinen Wasserkontakt haben.

    Alle diese Objekte habe ich z.T. seit über 4 Jahren unter Wasser im Einsatz. Dort wo es mechanische Belastung gibt, wie z.B. beim Tunze Scheibenmagneten, da habe ich mit PETG bessere Erfahrungen als mit PLA gemacht. Da wo aber die mechanische Belastung nicht so ein Problem ist, ist lebensmittelechtes PLA eine sehr gute Wahl. Bezüglich Wasserqualität bzw. Schadstoffe konnte ich nichts negatives feststellen, allerdings ist es natürlich auch schwierig Probleme auf einzelne Komponenten zurück zu führen...

    Gruss
    Roger
     
  4. Aqua92

    Aqua92

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    Hallo Roger

    Danke für deine Präzisierung. Meine Bemerkung war eher als Hinweis für Leute die noch nie von PLA gehört haben gedacht und kompostierbar hab ich aus dem Grund in "" gesetzt.

    Nachdem was ich bisher gelesen habe, hätte ich nicht damit gerechnet, dass PLA selbst in Salzwasser über mehrere Jahre besteht. Aber umso besser, wenn der Kunststoff besser geeignet ist als man annehmen könnte.
    Ich denke, selbst wenn es eine leichte Zersetzung geben sollte über die Jahre, sollte die Schadstoffkonzentrationen bei regelmässigen Wasserwechseln nicht ins Gewicht fallen.

    Gruss Jonas
     
  5. Therion

    Therion Administrator Moderator

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    Hallo Jonas,

    Ich gehe auch davon aus, dass die Abbauprodukte, falls es denn solche gibt, nicht schädlich sind. Denn sonst dürfte es für PLA/PETG keine Lebensmittelzertifizierung geben.

    Gruss
    Roger
     
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