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Wasserenthärtung

Dieses Thema im Forum "Haltung: Fische" wurde erstellt von Roland, 26. Dezember 2008.

  1. Roland

    Roland

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    Hallo Wasserspezialisten

    ich probiere mich schlau zu machen, was eine Wasserenthärtung (Neutralaustausch) aus aquristischer Sicht bewirkt. Dass Ca und Mg gegen Na-Ionen ausgetauscht werden, ist mal klar. Der Leitwert bleibt gleich, weil die Summe der Salze ja nicht verändert wird. Doch was bedeutet das in Bezug auf die KH (ph-Pufferung)?
    Oft wird geschrieben, dass Wasser aus einem Neutralaustauscher für aquaristische Zwecke ungeeignet ist und mindestens mit etwas Rohwasser verschnitten werden sollte. Warum, bzw was geschieht, wenn zB Weichwasserfische und Pflanzen in einem solchen Wasser gehalten werden?

    Vielen Dank für die "Nachhilfe" von Praktikern

    Gruss
    Roland
     
  2. Aspergillus

    Aspergillus

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    Hoi Roland,

    Die KH wird ja durch die HCO3- Inonen bestimmt.. eigentlich ist KH der falsche Ausdruck.. es wäre das Säurebindungsvermögen.

    Bei einer solchen Anlage wird dieser Wert nicht verändert.

    Aus Aquaristischer Sicht macht so eine Anlage -> Nichts!
    hmmm doch aus Schweizer Leitungswasser 1A Malawi oder Tanganijka Wasser. Aber auf jedenfall kein Weichwasser.

    Einen Einfluss auf die spätere pH Entwicklung im Becken hat eine solche Enthärtung also nicht.

    Das Wasser ist nur aus Sicht der Wasch- und Kafee-Maschinen weich. Nicht aus Sicht der Fische..

    Wenn ich meine Fische richtig verstehe, verstehen die unter Weichwasser nämlich tiefe Leitfähigkeit und tiefen pH.
    Aber immer wenn ich sie explizit danach frage schweigen sie.

    Grüess
    Aspi
     
  3. Roland

    Roland

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    Hoi Aspi

    wenn ich dich richtig verstanden habe, kann ein solches Wasser ohne Nachteile verwendet werden. Das würde einige Aquarianer beruhigen, welche im Haus "unten" eine Enthärtungsanlage haben und somit kaum eine Möglichkeit besteht um an Rohwasser zu gelangen. Ich verstehe nur nicht ganz warum teilweise von solchem Wasser abgeraten wird.
    Dass es sich hierbei im aquaristischen Sinne nicht um Weichwasser handelt, ist für mich nachvollziehbar.

    Was sind die allgemein gemachten Erfahrungen mit enthärtetem Wasser (auch in Bezug auf den Pflanzenwuchs)? Wer kann dazu etwas schreiben?

    Gruss
    Roland
     
  4. Aspergillus

    Aspergillus

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    Hallo Roland,

    Solange die Anlage nicht so eingestellt ist, dass sie die KH auf 0 reduziert.. also das gesammte Mg und Ca entfernt, ist es sicherlich absolut unbedenklich.
    Die Anlagen sind ja meistens so eingestellt, dass sie Wasser mit GH 5 liefern... also ist noch mg und Ca vorhanden... (beides sind sehr wichtige Ionen für allerlei Biologische Prozesse...)

    Meine egenen Erfahrungen dazu sind.. rein theoretischer Natur;-)

    Grüess
    Aspi
     
  5. Roland

    Roland

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    Hoi Aspi

    Hilfe! meintest du nicht GH?

    Der Anlagenanbieter sagte, dass die Anlage auf 0°GH eingestellt würde. Eine Aufhärtung sei bei den heute eingesetzten Materialen in Neubauten nicht mehr nötig. Es bestehe keine Korrosionsgehr mehr.


    Gruss
    Roland
     
  6. chrigele

    chrigele

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    Hoi zusammen

    Und ich Trottel schlepp bei jedem Wasserwechsel das Leitungswasser zum Verschneiden von der Garage die Treppe hoch, weil nur da das Wasser nicht über den Enthärter läuft. Dabei könnte ich es doch ganz einfach aus dem Hahnen lassen.:autsch:

    L.G.
    Christa
     
  7. Aspergillus

    Aspergillus

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    Hoi Roland,

    Ja natürlich meinte ich GH..

    Korrosionsgefahr??? Hat bei solchem Wassser auch bei GH=0 nie bestanden.. (Auch mit alten Leitungsmaterialien nicht)
    Korrosionsgefahr besteht bei Ionenfreiem Wasser also bei Leitfähigkeit unter 10. Also dann wenn Osmoseanlagen oder Vollentsalzer (AniKati) im Einsatz sind.

    Aber wie gesagt, eine solche Anlage entfernt ja die Salze(Ionen)

    Man stellt die Anlagen auf ca. GH5 ein, weil auch für den Menschen Ca und Mg sehr wichtige Ionen sind.. Trinkwasser ohne Calzium und Magnesium ist für den Körper relativ Wertlos....

    Grüess
    Aspi
     
  8. Farid

    Farid

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    ...im 2009 dänn jetzt machen wir's nochmals mit dem Chübel:lol: :lol:

    farid
     
  9. Fritz

    Fritz

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    Hallo Christa

    Das würde ich eigentlich weiterhin so machen!

    Zum verschneiden mit Osmosewasser würde ich eigentlich nicht Wasser vom Neutralaustauscher verwenden da dieses Wasser nicht mehr einem normalen Trinkwasser entspricht. Es enthält keine Härtebildner mehr, dafür viel mehr Natrium.

    Oder irre ich mich?

    Gruss, Fritz
     
  10. Aspergillus

    Aspergillus

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    Hoi Friz, Hoi Christa,

    Also wenn Du das Wasser noch mit Osmosewasser verschneidest..

    Das Wasser hat ja nach der Anlage schon ca 5mal weniger Calzium und Magnesium als vor der Anlage..
    Dann noch 1:5 mit Osmosewasser verschneiden.. dann sind es schon 25mal weniger..

    Ich würde wenn es nicht zu viel Arbeit macht weiterhin das unbehandelte Wasser zum verschneiden einsetzen..

    Gefährlich ist es aber sicher nicht.. das behandelte Hanenburger ein zu setzen..

    Grüess
    Aspi
     
  11. Fritz

    Fritz

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    Hallo Roland

    Interessant ist vielleicht noch was der SVGW dazu sagt:
    (SVGW - Schweizerischer Verein des Gas und Wasserfaches)

    Siehe:
    http://www.trinkwasser.ch/dt/frameset.htm?html/trinkwasser/nav_tw.html~leftFrame

    Unter Trinkwasser findet man dort folgendes zum Neutralaustausch.
    Ionenaustauscherverfahren
    Beim Ionenaustauscherverfahren werden Calcium und Magnesiumbestandteile im Wasser durch Natrium ausgetauscht. Die damit verbundene erhöhte Natriumaufnahme wird von Medizinern bemängelt. Ohne ergänzende Chemikaliendosierung wird zudem das Wasser agressiv und kann die Leitungen angreifen.Vor dem Einbau einer Enthärtungsanlage ist also vorerst abzuklären, ob eine solche überhaupt zwingend notwendig ist. Bei Trinkwasser ist die Enthärtung des Wassers mit einer Härte von unter 30 ?fH allgemein nicht zu empfehlen. Wird eine Enthärtung vorgenommen, soll eine Resthärte von 12 - 15 ?fH nicht unterschritten werden. Dasselbe gilt auch bei einer Teilenthärtung von Warmwasser. Die Wirksamkeit der Anlage steht und fällt mit der Wartung, wird sie nicht sachgemäss gewartet kann sich eine Enthärtungsanlage zu einem wahren Bakterienherd entwickeln und zu gefährlichen hygienischen Problemen führen.



    Meine Bemerkung dazu:

    Ein weiches Wasser zeichnet sich dadurch aus, dass WENIG Inhaltsstoffe drin sind.
    Bei einem Neutralaustausch sind hinterher etwa genauso viel Inhaltsstoffe drin, jedoch ANDERE.

    Eine solche Anlage sollte man nur installieren wenn man wirklich gewillt ist dauernd für Service und Regeneration zu sorgen.

    Bei Projektierungen von Umbauten habe ich schon zwei mal Anlagen angetroffen, welche mangels Wartung nicht mehr funktionierten.
    Die Leute waren es einfach leid immer wieder Salz zu beschaffen und nachzufüllen.

    Dies nur als Gedankenanstoss:
    Selber habe ich keine solche Anlage.

    Gruss. Fritz
     
  12. Fritz

    Fritz

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    Hallo Aspi

    Gefährlich sicher nicht!

    Aber ist es nicht so dass man das Osmosewasser mit Leitungswasser mischt, um wenigstens einen kleinen Anteil von Mineralien im Wasser zu haben.

    Bin ja kein Chemiker, deshalb bitte korrigieren wenn ich falsch liege.

    Gruss, Fritz
     
  13. Roland

    Roland

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    Hoi Fritz

    danke für dein Votum.
    Da scheint es, wie kann es auch andesrst sein, auch sehr unterschiedliche Meinungen zu geben. Ich habe in meinem Bekanntenkreis ein Alternativmediziner, der bei sich zu Hause eine solche Anlage hat einbauen lassen. Er sagt, dass der erhöhte Natriumgehalt, sofern er in nerhalb der zulässigen Grenzwerte liegt, absolut unschädlich ist.

    Das steht aber wieder in einem massiven Widerspruch zur Aussage von Aspi. Ich war bisher auch immer der Meinung, dass enthärtetes Wasser, also solches aus einem Neutralaustauscher, sich nicht agressiv verhält. Dass entsalztes oder Osmosewasser aggressiv ist, ist unbestritten. Wahscheinlich fängt aber hier bereits die Verwirrung an.
    @Aspi
    was ist nun Tatsache? Ist es hier auch wie bei Vielem: viele schreiben jemandem anderst ab, auch die Fehler?

    Da haben viele keine Mitsprache. Oft ist heutzutage in Neubauten bereits eine solche Anlage eingebaut. Viele Eigentümer oder Mieter wissen es oft gar nicht.
    Aus technischer und ökologischer Sicht macht eine solchen Anlage ja oft auch Sinn.

    Das ist klar. Die modernen Anlagen haben ja auch entsprechende Vorrichtungen, welche bei der Regeneration gleichzeitig eine Entkeimung vornehmen (zB mittels Chlorgenerator)

    Dass beim Verschnitt von Osmosewasser mit enthärtetem Wasser der Ca und Mg-Gehalt klein ist, müsste ja für Weichwasserfische gut sein. In den Gewässern Amazoniens sind diese Mineralien teilweise ja gar nicht vorhanden. Wichtiger wäre hier zu wissen, was für eine Wirkung das Natrium hat. Ob dies wohl erforscht ist?

    Gruss
    Roland
     
  14. iceripper

    iceripper

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    Hoi Roland


    bei uns ist auch eine Enthärtungsanlage im Keller und ich verwende dies ohne Probleme .... trinke auch täglich selbst sicher 2 Liter davon.

    soviel mir bekannt ist, sollte die Anlage auf ca. GH 5-6 eingestellt werden weil sonst die Haushaltsgeräte (Kaffeemaschine, Waschmaschine, Geschirrspüler ... ) nicht mehr richtig laufen.



    Gruess Chrigel
     
  15. Thomas Hürlimann

    Thomas Hürlimann

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    Hallo Zusammen!

    Kann die Aussagen von Chrigel nur bestätigen. Habe in meiner Gemeinde ein brutal kalhaltiges Grundwasser. Daher habe ich auch so einen Entkalker im Keller. Wenn ich die Duschen von Nachbarn, ohne Anlage sehe, und wie die Reiningungsmittel und Zeit einsetzen müssen um die sanitären Anlagen kalkfrei zu halten..... Hab ein MW-Becken mit Osmoseanlage, die bezieht das Wasser vor dem Entkalker. Habe früher dieses "entkalkte" Wasser problemlos in meinem Brackwasserbecken eingesetzt.

    Das Salznachfüllen ist nun wirklich problemlos, einzig der jährliche Service der Anlage geht mit etwa 250 Franken ins Geld. Aber ich will nicht riskieren, das wirklich Keime, Bakterien in mein Leitungswasser gelangen.

    Gruss und frohe Festtage

    Thomas
     
  16. Aspergillus

    Aspergillus

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    Hoi Roland,

    Ich sehe zwar echt nicht warum wasser das gleich viel Natrium enthält wie vorher Calzium und Magnesium agressiver sein soll als zuvor.. aber wer weiss .. wahrscheinlich kommen in der Praxis noch andere Dinge zum Tragen...
    Mit sicherheit ist solches Wasserr weniger Agressiv als Osmosewasser..
    Aber das tut ja nichts zur Sache..
    Tatsache ist.. eine solche Anlage sollte man nicht auf GH=0 Stellen!
    Den Trinkwasser ist nun mal eine unserer wichtigsten Calzium und Magnesium Quellen (OK bei mir ist es Milch)

    Ob Natrium oder Calzium oder Magnesium... solange es von allem etwas hat mach ich mir um die Fische keine Sorge..

    Meiner Ansicht nach ist für die Fische folgendes wichtig:
    Osmotischer Druck also Gesamtsalzgehalt ->Leitfähigkeit
    pH....
    Und das das Wasser alle mögliuchen Ionen und Spurenelement enthält.. nicht viel aber sie sollten da sein.

    Wie gesagt.. meine Ansicht.. ich erhebe keinen Anspruch auf unfehlbarkeit.

    Leute bei den Mengen Kochsalz die wir fressen wären wir längst alle Tot.. wen Natrium in den Mengen die nach einem solchen Ionentauscher im Wasser sind irgendwie gefährlich sein könnte.
    Aber ich sag mal die durch die Nahrung aufgenommene Menge an Natrium ist ca. 10'000 mal höher als die durch das Trinkwasser aufgenommene.. auch wenn man eine solche Anlage im Keller hat..
    Und auch im Fischfutter ist garantiert mehr Natrium drinn als der Fisch aus dem Wasser aufnimmt.

    In Anbetracht dessen, das viele AQ Geschäfte Ihr Wasser sogar mit Kochsalz aufsalzen.. denke ich muss man sich wegen dem bisschen Natrium das eine solche Anlage bringt echt keinen Kopf machen.

    Grüess
    Aspi
     

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