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  2. Besitzerwechsel aquarium.ch

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unterschiedliche Informationsquellen und Infos

Dieses Thema im Forum "Lektüren / Literatur" wurde erstellt von Ines1977, 21. März 2013.

  1. Ines1977

    Ines1977

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    Hallo zusammen

    Ich bin an und für sich schon lange von Fischen umgeben. Ich selber seit ca. 20 Jahren und auch bei meiner Familie gabs immer ein Aquarium. Habe soeben einen Tread gelesen hier "Alternativ Aquarianer". :) Wir bzw. jetzt nur noch ich, haben immer zu dieser Sorte gehört. Heisst, wir haben nicht so sehr oft Wasserwerte gemessen, ausser es hat Anzeichen gegeben, dass etwas nicht stimmen könnte. Dann schon.

    Nun, 20 Jahre heisst nicht, dass ich jetzt ein Riesenprofi und Kenner bin. Habe natürlich gewisse Erfahrungen gemacht mit den Fischen. Das ja.

    Warum ich diesen Tread eröffne... Ich habe zum Beispiel zwei Fischlexikons zuhause. Kann jetzt aber nicht auswendig sagen welche, da ich im Büro bin. Spielt auch nicht so eine Rolle. Dann habe ich mal meine Fische nachgeschlagen auf zierfischverzeichnis.de oder aquariumguide.de. Mir fällt auf, je nach dem wo man nachliest, gibts also zum Teil schon grössere Unterschiede in Sachen Haltungsangaben.

    Schon schwer dann, als Anfänger wie auch für mich z.B. abzuschätzen, ob ein Fisch in z.B. unserem harten Wasser gehalten werden kann. Weil mans gemäss der einen Infoquelle könnte und gemäss der anderen dann wieder nicht wirklich.

    Beim Trauermantelsalmler zum Beispiel liest man häufig, dass er bis 30 dh verträgt und auch höhere Ph Werte wie sie bei uns sind. Was ich zwar bestätigen kann, denn ich halte diesen Fisch fast ununterbrochen seit ich ein Aquarium habe. Aber man liest auch anderes. Auch der Rote von Rio hat sich bei mir ähnlich wie der Trauermantelsalmler bewährt oder auch die Keilfleckbarbe, obwohl sie offenbar eher als Weichwasserfisch gilt. Auch der schwarze Flaggensalmler. Ich habe seit Jahren eigentlich immer in etwa die gleichen Fische gehalten, die mir als hartwasserverträglich bekannt waren (natürlich auch Molly und Schwertträger). Meine Mutter aber hatte z.B. über viele Jahre Orinoco Scalare in Ihrem 400 Liter Aquarium, in unserem harten Wasser, sind eigentlich auch nicht wirklich Fische für hartes Wasser, trotzdem hats super funktioniert und sie haben sogar gelaicht damals. Sie hatte oft etwas Torf im Wasser. Auch die Kirschflecksalmler sind bei ihr supergross und an die 10 Jahre alt geworden. Trotz des Wassers.

    Sehr lange Rede, kurzer Sinn. Auf welche Angaben verlasst ihr euch? Die meisten nehmen ja eben ein Buch zur Hand oder lesen im Internet nach, wenn man sich für einen Fisch interessiert oder ein Aquarium anschaffen möchte.

    Klar, heute gibts eben noch das Internet und wie hier das Aquariumforum, wo man sich auch noch Infos holen kann. Will aber vielleicht nicht jeder oder kann nicht jeder. Möglich auch, dass man hier dann wieder andere Angaben erhält, wie man gelesen hat.

    Nimmt mich einfach Wunder, wie ihr das seht...

    Gruess
    Ines
     
  2. MichaelSG

    MichaelSG

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    Hallo Ines

    Es ist völlig normal, dass in der Aquaristik oft unterschiedliche Aussagen zu lesen/hören sind. Nicht nur unterschiedlich, sondern manchmal sogar völlig gegensätzlich.

    Das liegt wohl auch daran, dass es oft nicht richtig oder falsch gibt... manchmal gibts unterschiedliche Wege zum Ziel.

    Persönlich halte ich mich möglichst an das was im natürlichen Habitat Fakt ist. Sprich, wenn ich Fische halten möchte, welche in der Natur im weichem Wasser leben, dann halte ich die nicht in hartem Wasser, usw.
     
  3. Ines1977

    Ines1977

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    Hallo Michael

    Danke für Deine Antwort.

    Ich denke, bei einigen Fischen gibt es schon ein richtig und falsch. Das sind dann die, die einen wirklich sofort bestrafen, wenns nicht ganz passt. Gutes Beispiel Mikrogeophagus ramirezi. Ich habs im Laufe der Jahre zweimal probiert, geht zweifelsohne gar nicht, wenn man keine Osmoseanlage oder sonst absolut weiches Wasser hat.

    Man müsste bei jedem Fisch das genaue Gewässer kennen. Ich weiss schon, dass der Trauermantelsalmler ein Südamerikaner ist, aus welcher Gegend er kommt, kann man auch noch nachlesen, aber aus welchem Gewässer genau und was dort genau für Wasserwerte herrschen.... schwierig. Klar ist, züchten geht bei Salmlern in hartem Wasser nicht. Aber es gibt doch einige Salmler, wie dieser, die gut mit dem Wasser zurechtkommen, auch gross und alt werden damit.

    Und hier ein Beispiel wegen der Angaben, der Neon. Der Neon ist ein Weichwasserfisch. Rot und Blau sind sicher die extremeren, dann gibts ja noch den Neontetra, der einiges mehr vertragen soll. Da finde ich folgendes:

    Zierfischverzeichnis:
    Temperatur 20 -28 Grad
    PH 5-7
    Gesamthärte <10
    Karbonathärte <4

    Aquariumguide:
    Temperatur:
    20-26 °C
    pH-Wert:
    5,0-7,5
    Gesamthärte:
    2-25 °dGH

    Da habe ich auch sonst schon sehr verschiedenartiges gelesen.

    Dies hier finde ich ein krasses Beispiel. Ja wenn genau jemand das beim Aquariumguide liest, denkt der, ah cool, geht ja auch mit hartem Wasser.

    Ich persönlich vergleiche schon, wenn überall in etwa dasselbe steht, denke ich dann, dann wirds so in etwa sein. Aber was macht man, wenn man das da oben liest? Und wirklich, die Verkäufer erzählen einem zum Teil ..... na ja. :oops: Als Anfänger glaubt man dann auch noch vieles, weil man denkt, die müssens ja wissen...

    Ich probierte es mit den blauen Neons (die ich geschenkt erhalten hatte, nicht gekauft, weil ich um die Geschichte mit dem Wasser wusste) weil ich eben auch dann mal gelesen hatte, dass der blaue Neon auch 20 dh verträgt. Was wohl schon so ist, jedoch glaube ich, auch wenn meine Fische etwas älter geworden sind, 10 Jahre haben die nicht erreicht. (Weiss nicht wie alt sie beim Kauf waren.


    Gruess
    Ines
     
  4. MichaelSG

    MichaelSG

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    Hallo Ines

    Ich habe nicht geschrieben, dass es GAR KEIN richtig oder falsch gibt, sondern, dass es OFT (= nicht immer, aber es kommt vor) kein richtig oder falsch gibt. Das heisst nur, dass gewisse Abweichungen durchaus vorkommen können. Natürlich gibts Arten, bei denen Abweichungen nicht vorkommen dürften.

    Beim Mikrogeophagus ramirezi ist bekannt welche Wasserwerte für ihn notwendig sind und so würde ich - wenn ich den jetzt halten wollte - auch keine wirklichen Kompromisse eingehen, nach dem Motto:

    Da ich mich hauptsächlich mit Ostafrika-Buntbarschen und weiteren Bewohnern der Grabenseen befasse, sind für mich die Werte zb. des Tanganjikasees massgebend. Dann interessiert es mich persönlich nicht, dass irgend ein Aquarianer in weicherem Wasser die eine oder andere Art "erfolgreich" hält oder dass in irgendeiner Lektüre oder auf irgendeiner Homepage was anderes darüber steht.
     
  5. Vendetta

    Vendetta Guest

    Hi...

    Naja, so einfach ist das alles nicht... oder eigentlich: Es ist einfacher, finde ich.

    Einige Wasserwerte, die aus den natürlichen Habitaten bekannt sind, sind Einmal-Messungen. Hier im Forum gibt es irgendwo eine sehr schöne Grafik, auf der man sieht, was bei solchen Werten meist nicht übermittelt wird: Sie ändern sich über die Saison. War gerade Regenzeit? Hat es gerade geregnet? Trockenzeit? Morgens, mittags, abends gemessen?

    Hinzu kommt etwas, dass eigentlich inzwischen bekannt sein sollte, aber gerne ignoriert wird: Gerade extreme Weichwasserfische sind nicht im Weichwasser, weil sie dort sein müssen, sondern weil sie es können - und so der Konkurrenz und / oder Prädation durch andere Arten, die dazu nicht fähig sind, aus dem Weg gehen. Es ist aber inzwischen auch bekannt, dass die Tiere, die in solchen Gewässern vorkommen, dort oft nicht mal genügend Nahrung finden und wandern.

    Eins ist sicher richtig: Arten, die in weichem, sehr sauberen Wasser vorkommen, kommen oft nicht mit den hohen Keimdichten im Aquarium klar - erst recht nicht in Gesellschaftsaquarien oder in zu hohen Dichten gehalten. Ihr Immunsystem ist dafür nicht ausgelegt. Ich persönlich unterscheide eigentlich nur zwischen weicher und härter - und ob ich nur halten oder auch züchten möchte.

    Bei M. ramirezi und anderen Arten muss man allerdings zusätzlich noch bedenken, dass die Tiere, die man im Handel kaufen kann, oft schon in der Gesundheit angeschlagen sind: Um sie in den Unmassen zu vermehren, die die Nachfrage verlangt, werden ganz sicher genügend Mittel eingesetzt, damit Jungfische so optimal wie möglich wachsen. Die optimalen Bedingungen machen dann allerdings, dass die Tiere unter anderen Bedingungen kaum klarkommen. Das sind Sachen, die sich in keinem irgendwo nachzulesenden Wasserwert widerspiegeln - da bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als auf den Kauf solcher Tiere zu verzichten oder damit umzugehen...

    Gruss, Nora
     
  6. Ines1977

    Ines1977

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    Hallo zusammen

    Danke für eure beiden für eure Antworten.

    Ihr habt sicherlich beide recht.

    Und bei den Barschen ist es ev. einfacher, da von grösseren stehenden Gewässern die Werte besser bekannt sind. Aber auch da, man schlägt in Büchern nach, geht lesen im Internet oder so und trifft auf verschiedene Aussagen. Gerade eben habe ich mich hier ja auch etwas über Barsche schlau gemacht, dass diese aus den genannten Seen hartes Wasser mögen, das habe ich übereinstimmend überall so gelesen. Bei den Südamerikanern/Asien Fische sind da die Differenzen grösser.

    Was ich persönlich auch glaube, dass es sehr wohl drauf ankommt, wie die Fische jeweils aufgezogen worden sind. Das ist nicht nur bei den Fischen massgeblich. Ich habe diesbezüglich auch Erfahrungen mit anderen empfindlichen Tieren gemacht. WIE etwas aufgezogen wurde, kann ziemlich matchentscheidend sein, obs beim neuen Besitzer hinhaut oder eben nicht mit der Haltung.

    Ich denke mir eben nur einfach immer wieder, eigentlich kann man schon ziemlich verwirrt werden, da eben zum Teil ziemlich unterschiedliche Haltungsparameter bei den Fischen angegeben werden. Und sogar von erfahrenen Aquarianern kann man verschiedenes hören.

    Die Sache, dass die im Handel angebotenen Tiere oftmals schon nicht ganz gesund sind etc. ja, dem kann ich nur zustimmen. Man muss sich die Fische nur mal genau ansehen, ich bin wirklich nicht Profi, trotzdem sehe ich da so ziemlich viele Tiere jeweils, die nicht fit wirken.

    Darüber, ob man einen Fisch nur genauso halten sollte, dass er auch züchtet, darüber lässt sich wohl wieder streiten.

    Ich habe hierzu keinerlei Erfahrung, ob ein Trauermantelsalmler z.B., wenn man ein spezielles Zuchtbecken macht, was für eine Zucht nötig wäre, jedoch mit dem normalen (in meinem Fall recht harten Wasser) vorhandenen Wasser, trotzdem zur Zucht schreitet, wenn alles andere stimmen würde.

    Ich bin einfach auf diese Gedankengänge gebracht worden, weil hier kürzlich jemand jemandem, der sein erstes Aquarium eingerichtet hat, gesagt hat, dass bei solch härteren Wasserwerten keine Salmler gehalten werden sollten und weil ich selber die grossen Unterschiede bei den Angaben schon festgestellt habe und mich gefragt habe, ja was glaubt man denn jetzt.

    Ich bin halt der Meinung, dass es schon Fische gibt, die man halten kann (auch wenn sie ursprünglich mal weicheres Wasser gewohnt waren) und die auch nicht kümmern deswegen.

    ABER, es gibt definitiv eben schon welche, da muss man auf weiches Wasser bestehen, damit sie nicht einfach früh wieder wegsterben oder gar innert weniger Wochen.

    Kann man wohl endlos darüber diskutieren...:) aber es hat mich doch interessiert, was andere so denken.

    Gruess
    Ines
     
  7. MichaelSG

    MichaelSG

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    Hallo Ines

    Du meinst Buntbarsche (Cichliden)... :-D Barsche und Buntbarsche ist nicht dasselbe, auch wenn beide zur Ordnung der "Barschartigen" gehören.

    Ansonsten ist es schon so, dass man über diese Thematik wohl endlos diskutieren und wohl auch x Bücher darüber schreiben könnte.
     
  8. Angel

    Angel

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    Hi zusammen

    Hmm... das stimmt, aber hätten sie die Wahl, würden sie dann hartes Wasser bevorzugen?

    Wenn ich "Weichwasserfische" in extrem weichem Wasser mit extrem niedrigem pH-Wert halte, können manche dieser "Weichwasserarten" durchaus auf die Dauer beginnen zu kränkeln, da es eine Belastung darstellt... wenn dann nur ein Faktor dazu kommt, welcher nicht passt wie z.B erhöhte Keimdichte dann sind Ausfälle vorprogramiert. Halte ich sie hingegen in weichem Wasser wie z.B. KH 1 - 4 bei pH um 6 - 7, dann zeigen sie durchaus auch mit der intensität der Färbung, dass sie sich wohl fühlen. Werden diese Arten in mittelhartem Wasser gehalten (wie z.B. Leitungswasser Stadt Zürich KH 7), ist die Färbung bereits nicht mehr intensiv oder teilweise sogar kaum mehr vorhanden. Setze ich diese Fische ins harte Wasser.. den Rest kann man sich denken.

    Bei manchen Arten ist dies leider nicht so deutlich sichtbar.... aber man fährt sicher gut, wenn man die Werte anpasst.

    Es sind stehts mehrere Faktoren, welche teilweise mehr oder weniger wichtig sind. Sind mehrere Faktoren nicht optimal, wird die Belastung für den Organismus auch zu gross und Krankheiten können ausbrechen oder die Lebensdauer wird verkürzt.

    Bevor man also sagt, dass "Weichwasserfische" genau so gut in hartem Wasser gepflegt werden können sollte man anhand eigener Erfahrung durch dem Fisch angepasste Pflege dies (und auch andere Faktoren) gegenprüfen und zwar über längere Zeiträume. So manche wären wirklich erstaunt über die Veränderung ihrer Aquarienbewohner.

    Was nun die "Hartwasserfische" betrifft, so gibt es auch hier Leute, welche die Fische in weicherem Wasser halten. Auch hier gibt es Aquarien, welche Funktionieren mit z.B. Malawis. Machen dies jedoch mehrere Leute, sieht man schnell, dass der Grossteil doch Probleme mit der Gesundheit ihrer Fische bekommen. Man muss nur einmal den Teilwasserwechsel auslassen und je nach Besatzdichte sinken die pH Werte und schon ist es passiert, ein Ausfall nach dem anderen.

    Oder Tanganjikas lassen sich gut im "Leitungswasser" halten. Naja, Gebiete in St.Gallen haben sehr weiches Wasser, glaub KH 3. Kann eine Weile gut gehen aber auch hier, auf einmal hat man Ausfälle im grösseren Stil.

    "Weichwasserfisch" bzw. "Hartwasserfisch" ist eh nicht wirklich richtig. Bei manchen Arten ist der pH Wert ausschlaggebend aber der lässt sich über weiches oder hartes Wasser besser einstellen :)

    Mein Rat also, die Wasserwerte nach Herkunft der Fische anzupassen und nur in die Extreme gehen, wenn die Erfahrung da ist und z.B. Zucht angestrebt wird... nur weil einzelne Arten vielleicht eine grössere Anpassungsfähigkeit aufweisen wie andere, dies nicht auf Alle zu übertragen und die Anpassungsfähigkeit nicht auszureizen... Wohlfühlparameter ist mein Zauberwort ... da ist der Pflegling auf uns angewiesen.

    Liebe Grüsse

    Angel
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22. März 2013
  9. knutschi

    knutschi

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    Und genau da liegt das vom Originalposter angesprochene Problem! Woher bekomme ich diese als Wasser-mit-Kübel-Wechsler, der keine Zeit und keinen Platz hat jahrelange Testreihen zu fahren?
     
  10. Angel

    Angel

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    Hallo Knutschi
    Mit ein klein wenig Umdenken? ;)

    Was selbst bei einem Student in einer WG klappen kann, sollte für Andere auch kein Problem sein.... oder dann verzichtet man halt einfach auf Fische, bei welchen man nicht Wohlfühlparameter einstellen kann oder will... so einfach ist es im Grunde genommen. Alles Andere ist auf ein paar Ausnahmen halt wirklich einfach nur ein Experiment aber eines auf Kosten der Tiere... was denkst Du, wieviele Fische ihr Leben lassen? Da erzählt keiner davon. Es werden nur die Erfolge aufgezählt, die Misserfolge schön verschwiegen.

    Als Beispiel Skalare ... die meisten pflegen ja eine der diversen Zuchtformen, sei es wildfarben oder blaue oder gecheckte. Klappt auch im weniger weichen Wasser ganz gut. Mach dies mal bei einem Wildfang oder bei einer wildfangnahen Nachzucht. Die müsste man zuerst über Generationen versuchen an härteres Wasser anzupassen und da werden einige ihr Leben dafür lassen... nur damit man diese dann auch im harten Wasser pflegen kann?

    Infos hierzu sind in der heutigen Internetzeit nicht mehr wirklich schwer zu finden wie Herkunftsgewässer und mit ein klein wenig Menschenverstand kann man selber abschätzen, welche Informationen stimmen und welche nicht... viele stolpern so auch über ein Forum.

    Die Informationsquelle "Fachgeschäft" lässt leider oftmals einiges zu wünschen übrig. Dabei lernt man mittlerweile als Tierpfleger, dass man die Haltung den Tieren und nicht umgekehrt anpassen kann und soll und die Mittel dazu sind ja mittlerweile nicht nur erschwinglich sondern auch relativ leicht zu verwenden. Ebenfalls in den Weiterbildungskursen ist das Wissen nicht mehr wie das vor 10 Jahren... manche setzen dies um und beraten die Kunden entsprechend, manche leider immer noch nicht. Selbst das Gesetz bewegt sich in die entsprechende Richtung ... aber das Umdenken findet halt nur langsam statt... in einem Forum mit vielen Usern, die sich damit auseinander setzen schon eher und die Summe der Erfahrung ist auch entsprechend hoch. Man lernt dann auch, dass Ausnahmen die Regeln bestätigen und deswegen nicht unbedingt zu empfehlen sind... und passen einem die Informationen nicht wird man immer eine Quelle finden, welche einem das OK gibt aber wie gesagt, dies meist auf Kosten der Fische.

    ... und die Wasserhärte alleine ist noch nicht entscheidend, die Summe der Faktoren macht es schlussendlich aus aber wenn man schon die Möglichkeit hat den Faktor Wasser anzupassen, warum noch Gründe suchen, dies zu umgehen? ;)

    Für manche ist und wird dies eine Glaubenssache bleiben ... hab ich kein Problem damit. Freue mich, wenn es den Einten oder Anderen eine Anregung ist weil sie halt nicht zu dieser Ausnahme gehören, wo es so wunderbar klappt.

    Liebe Grüsse

    Angel
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22. März 2013
  11. Ines1977

    Ines1977

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    Hallo zusammen

    Nun, also das eigentliche Problem, wie als erstes gepostet, welches sich mir immer wieder gestellt hat, war ja eben, dass man an 5 Orten nachliest und es extrem unterschiedliche Angaben beinhaltet. Und welcher Quelle glaubt man dann. Wenns überall übereinstimmt, dann ist es für mich klar. Aber das ist bei weitem nicht immer so.Und gerade Anfänger können eben nicht so gut abschätzen, was stimmt jetzt und was nicht.

    Und auch ich, die schon länger Fische halte ... wenn ich bei einem Fisch an diversen Orten lese, und da sind Angaben mit breiten Haltungsparametern angegeben, dann gehe ich davon aus, dass diese Fische im natürlichen Umfeld auch unterschiedliches Wasser haben und deshalb toleranter sind, heisst aber für mich auch, dass sie sich nicht nur bei einem Parameter wohl fühlen, sondern eben, auch bei anderen Wasserwerten noch, im angegebenen Rahmen natürlich. Ev. schlussfolgere ich auch falsch... ?

    Könnte auch heissen, dass das ausgetestet wurde und man gesehen hat, was die Fische vertragen oder nicht. Sonst weiss ich nicht wirklich, warum man denn die Angaben so schreiben würde, wenn der Fisch nur mittelhartes oder weiches Wasser vertragen würde und man dann aber z.B. schreibt bei der GH 2 - 25 oder gar noch mehr (Riesenspannweite). Beim Trauermantel durchaus so zu finden.

    Doch sei hier doch nochmals gesagt, das Ganze soll nicht dazu anleiten, die Fische kreuzfalsch zu halten, ganz Weichwasserfische in extrem hartem Wasser und umgekehrt etc.

    Ja, man könnte wahrscheinlich endlos diskutieren... es wird dazu wahrscheinlich auch immer verschiedene Ansichten geben :) Danke euch jedenfalls für eure Meinungen!

    Gruess
    Ines
     
  12. MichaelSG

    MichaelSG

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    Hallo Ines

    Naja wir drehen uns ja langsam aber sicher im Kreis, denn dass das dir Mühe bereitet, dass unterschiedliche Haltungsbedingungen zu finden sind, das hast du jetzt mehrmals deutlich gemacht.

    Das ist eben der Punkt... austesten finde ich sowieso schlecht. Natürlich geschieht das, denn durch austesten und der ganzen Forschung haben wir einige Erkenntnisse gewonnen, welche nützlich sind (nicht nur in der Aquaristik).

    Aber... ich gehe von jemandem aus, der wirklich keine Ahnung hat und im Anfängerstadium Aquarianer ist. Diesem Aquarianer würde ich nur Empfehlungen abgeben, die aus (idealerweise eigenen) Erfahrungen hieb- und stichfest und nicht grenzwertig sind. Natürlich wirds auch hier möglicherweise unterschiedliche Empfehlungen geben, aber der Anfänger hat normalerweise auch etwas gesunden Menschenverstand und sollte da auch rausfinden können, welche Informationen ernst zu nehmen sind und welche nicht.

    Dabei gehts ja nicht darum ob jetzt PH-Wert 7.1 oder 7.2 oder Temperatur 25 oder 26 Grad richtiger ist oder nicht, sondern damit sind grundlegende Unterschiede gemeint.

    Letztlich muss jeder selber in den Spiegel gucken können...
     
  13. Ines1977

    Ines1977

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    Hoi Michael

    Ja, ich denke auch, es ist jetzt alles gesagt hierzu.

    Es wird sicherlich auch immer verschiedene Ansichten und Empfehlungen geben.

    Und, was Du am Anfang geschrieben hast, manchmal gibts nicht nur Etwas, das richtig ist.

    Gruess
    Ines
     
  14. Fischli-Stefana

    Fischli-Stefana

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    Hallo Ines
    Ich sehe das Problem da, das viele gerne was schreiben ohne wirklich selbst durch längerfristige Erfahrungen und vorallem durch längerfristige genausten Beobachtungen der Tiere, Pflanzen, Licht, Bodengründe, Dünger oder über was man auch immer genaue Imformationen denn Leuten an Wissen bieten will, gemacht hat.

    Ausserdem haben diese Leute vorallem nur einseitige Erfahrunge oder Beobachtungen gemacht. Die Wahrheit der tatsächlichen Wahrheit liegt meistens aber nur dann vorhanden im eigenen Wissensschatz, wenn man die beiden gegensätzlichen Extremen Gegensätze in Erfahrung bringen konnte; Also zb. Tiere in weichem wie im hartem Wasser, ja sogar bis zu einem möglichem Totfall eines Tieres oder einer in Erfahrung gebracht hat.

    Ich denke es gibt so überprüft aber auch tatsächliche Optimalwerte einer Haltung eines zb. Tieres. Es gibt aber meinstens auch tatsächliche sehr grosse Toleranzwerte, wo das zb. Tier sich immer noch sehr wohl fühlt und ja, sogar sich Vermehrt.
    Die Wahrheit ist warscheinlich diese, das Tierjäger diese Tiere und oder Pflanzen in den Habitats mitnehmen und zuvor aber garnicht längerfristige Beobachtungen und Tests durchgeführt haben, sondern nur moderate Tests und moderate Beobachtungen. Und diese dann als gut zu haltenden Werte in die Welt hinaus bringen.

    In Wahrheit haben aber zb. manche Fischarten tatsächlich zb. auch versteckte Verhaltensneigungen, die wenn Sie sie ausleben dürften, in einem Aquarium, Sie sich viel wohler fühlen würden. Viele Verkäufer wissen darüber aber nicht mal was, denn die Tierjäger, die in der Naturhabitat diese Tiere jagen, wissen mit Garantie nicht alle ihre Charaktereigenschaften jeder einzelnen Tierarten; schliessliche werden diese Tiere garantiert nicht als wissenschaftliches Beobachtungsobjekt monatelang beobachtet und untersucht.

    Daher ist mein Rat: Selbsterfahrung sammeln und genau beobachten und für sich alles mögliche Notieren was man wiederholt an Verhalten beobachten kann.
    Ich denke Vendetta hat es in Ihrem Beitrag hier auch schön zusammengefasst.

    Grüessl
    Stefana
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. März 2013
  15. hostis

    hostis Guest

    Hallo Stefana,

     
  16. MichaelSG

    MichaelSG

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  17. Emse

    Emse

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    Wenn ich mich recht erinnere hat der Malawisee eigentlich Werte um die 6 deutsche Härtegrade:?:
    ...und die Fische werden immer überall als Hartwasserfische angepriesen.
    ??????
     
  18. MichaelSG

    MichaelSG

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    Wirklich überall? Ich zb. preise keine Hartwasserfische an, sondern Cichliden aus Ostafrika. :lol:

    Nee es ist schon so. Grundsätzlich herrscht die Meinung, dass Ostafrika = Hartwasser ist. Dass dem pauschal eben NICHT so ist, ist mir als Aquarianer und Händler bekannt.

    Die Karbonhärte im Malawisee ist deutlich niedriger als im Tanganjikasee. Tiefer als im Tanganjikasee sind auch die PH-Werte.

    Warum denkst du denn, dass ich kein Verfechter von Vermischungen diverser Kontinenten und Seen bin? Was zb. im Tanganjikasee schwimmt, hat grundsätzlich nichts im Malawisee verloren und umgekehrt ebenso. Natürlich gibts noch weitere Gründe für mich die Seen in Ostafrika nicht zu vermischen.

    Dass oft gesagt wird, dass man für beide Seen dieselben Wasserwerte verwenden kann, das hängt wohl damit zusammen, dass die Arten bezüglich den Wasserwerten recht tolerant sind. Tanganjikas müssen nicht bei PH 9.5 und KH 15/16 gehalten werden, sie vertragen problemlos auch weniger. Ebenso vertragen Malawis durchaus PH-Werte von um die 8 und KH um 10.

    Aber eben, wers "richtig" machen möchte, der sorgt für die entsprechenden Unterschiede. Für mich persönlich heisst das, dass ich für Tanganjikas das Wasser etwas aufhärte und für Malawis das Wasser +/- aus der Leitung so verwenden kann.

    ;-)
     

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