1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Unser 2 Meter Effect-Line - mit neuem Goldfischbesatz

Dieses Thema im Forum "Galerie / Aquarienphotographie" wurde erstellt von disabrina, 17. Juli 2012.

  1. A.H

    A.H

    Registriert seit:
    17. Juli 2008
    Beiträge:
    2.531
    Zustimmungen:
    192
    Ort:
    Biel
    Hallo

    Eins vorneweg:
    Die Bilder sind gut gelungen!
    Es sind sicherlich sehr dekorative Tiere, doch genau hier fängt es an. Es wurde bereits viel zu den Goldfischen gesagt und klar ist sie bieten immer wieder Nährboden für Diskussionen.
    Ich besitze auf 2 Teiche verteilt 2 separate Zuchtstämme Goldfische. In beiden überleben nur die stärksten(natürliche Selektion) Im einen wurden langflossige Tiere mit einen schlankem Körper eingekreuzt, diese Tiere sind schlanker im Körperbau und deshalb auch schneller und wendiger als ihre "normalen" Artgenossen. Der andere Stamm besteht aus 0815 Goldfischen. Beide Arten sind ohne weiteres fähig draussen zu überleben. Eine Zuchtform muss also nicht zwingend negativ sein.

    Jetzt kurz zu deinen Tieren;
    Egal wie du die Fetteinlagerungen am Kopf rechtfertigst, sie entsprechen in diesem Ausmass nicht der natürlichen Art. Sie schränken das Tier bei seiner Bewegung ein. Dies gilt ebenfalls für die Tiere mit der Schleierschwanzflosse.
    In einem Teich wären die Tiere sicherlich nicht überlebensfähig.
    Am Ende ist es deine Entscheidung ob du diese Qualzuchten(Da sie ja unnatürliche Einschränkungen hinnehmen müssen), halten willst oder nicht.

    Gibt es eigentlich auch eine Komplettansicht des Beckens?
    Wie steht es mit der Temperatur? Kannst du die im Goldfischbereich halten?

    @Dominic
    Die wissen längstens Bescheid über diese Fische.
    Ein Importverbot für Delfine ist jedoch kein Fortschritt, es verhindert u.a die artgerechte Haltung in einer grossen Gruppe. Aber jedem seine Meinung.

    Gruss
     
  2. ch.koenig

    ch.koenig Guest

    Hallo Bruno
    ich beziehe mich auf den Zusammenhang "Begriff-Vereinnamung durch Ideologie-Verwendung gegen den Menschen". Wikipedia "entartet".
    Du kannst diese Entwicklung bei "Tierschützern" leicht überprüfen: Kessler vor Bundesgericht, ganz aktuell.
    Wie gesagt, es gibt viele echte Tierschützer mit Sachverstand und Anstand. Das sind letzlich die, die etwas bewegen.
    Es geht nicht nur darum, was wir beide unter "abartig" verstehen, sondern wer den Begriff in den Mund nimmt. Und wer auch gleich den Menschen als präsumptiven "Betroffenen" in die Diskussion einführt ("Das ist ja wie wenn man beim Menschen Zeug ins Gesicht züchten würde bis er fast nichts mehr sieht oder sonstwie Einschränkungen hat...").
    Und das verbindet sich hier noch - ohne Reflexion - mit Siegesgebrüll und Kampfansage.
    Und nun oute ich mich mal und fordere

    KEINE ZUCHTFORMEN IN DER AQUARISTIK!!!

    Grusss Charles

    PS: hoffentlich sind jetzt die Terarrianer nicht böse, weil ich sie vergessen habe! Alle Produzenten/Halter von "abartigen" Fischen habe ich jetzt auch gegen mich. Und erst der Handel ... Ich glaube, ich muss noch mal über die Bücher.
     
  3. Bruno Hauri

    Bruno Hauri

    Registriert seit:
    12. April 2005
    Beiträge:
    2.129
    Zustimmungen:
    31
    Ort:
    Wisen
    Salü zäme

    @ Charles

    Dem stimme ich vollkommen zu und wenn die ganze Welt gegen mich ist!!! Rsepektive wir sind schon zu zweit!


    Freundliche Grüsse
    Bruno
     
  4. Lukas1988

    Lukas1988

    Registriert seit:
    13. August 2008
    Beiträge:
    682
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Uetikon am See
    Hi Bruno und Charles

    Jetzt schweifen wir von den Goldis ab, aber es wird spannend!
    Harte Meinung, die ihr zwei vertretet. Dann müsstet ihr aber die meisten Guppys verbieten oder? Wie siehts mit Farben aus (zB. Albinos?)

    Grüsse
     
  5. Bruno Hauri

    Bruno Hauri

    Registriert seit:
    12. April 2005
    Beiträge:
    2.129
    Zustimmungen:
    31
    Ort:
    Wisen
    Salü zäme

    @ Lukas

    Ich verbiete gar nichts, das ist nur mein statement!

    Und ich selber pflege keine Zuchtformen jeglicher Art, und dies schon aus dem Grund, weil ich keine einzige Zuchtform kenne die für mich schöner aussieht als jede Wildform. Die Natur hat uns genug Schönes zu bieten, man muss nur hinschauen.

    Freundliche Grüsse
    Bruno
     
  6. Kakaduse

    Kakaduse

    Registriert seit:
    31. Juli 2010
    Beiträge:
    187
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Glattfelden ZH
    Hm .. und was wär mit den Garnelen??? ;-)
     
  7. ch.koenig

    ch.koenig Guest

    Halte ich genau so. Mein letzter Fehler war ein Pärchen Betta crowntail, das ich als Geschenk nicht abschlagen konnte. Schön aber "krank". Jetzt bringen sie mir die A. panchax WF mit ihrem Bakterienmix um.
    Garnelen: die Zucht der White pearl habe ich schon vor Jahren eingestellt, der Rest ist Fischfutter. Bleiben die N. heteropoda. Die machen, was sie wollen, farbmässig. Und die restlichen Red fire sterben langsam aus. Dario dario sei Dank kommt nichts mehr hoch.
    Also

    Nieder mit Guppys, Albinos und Blacks

    Im Ernst: jeder kann es halten, wie er will. Das mache ich - mit Verlaub - eben auch und freue mich auch über unscheinbare Wildfänge.
    Gruss Charles
     
  8. disabrina

    disabrina

    Registriert seit:
    18. Dezember 2005
    Beiträge:
    613
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Zollikerberg, Kanton ZH
    Hallöchen,

    ich find's ja schön, dass wir nun grösstenteils zum Schluss gekommen sind, dass die meisten nun die Meinung der anderen akzeptieren/dulden :)
    Wenn ich dann dazu komme, meinen Senf noch dazuzugeben, gibt's ein längeres Posting... irgendwann.

    Hier nun noch die 'Gesamtbeckenansicht':

    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]

    LG Sabrina
     
  9. GeckoFufra

    GeckoFufra

    Registriert seit:
    20. Juli 2012
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Nähe Frankfurt am Main
    Hallo. :)

    Ihr kennt mich vermutlich noch nicht, aber wenn ich darf, dann würde ich gerne auch noch meinen Senf dazugeben, wie es Sabrina ja so schön formuliert hat. *g* Meine Vorstellung werde ich in Kürze nachholen.

    Jemand führte ja an, dass sie durch die krummen Rücken wohl Schmerzen hätten, da die Nerven ja damit einhergehen. Zum einen ist es aber ja nicht so, dass da jemand hingeht und die Fische krumm biegt, sondern dass dies über Jahrhunderte herausgezüchtet wurde. So wie Seepferdchen und Seenadeln z. B. Haben dann also die Seepferdchen auch Schmerzen, weil sie quasi durch natürliche Auslese aus der Seenadel zurechtgebogen wurden? Nur dass halt beim Goldfisch der Mensch die natürliche Selektion ersetzt hat. Genau deshalb ist es ja auch wichtig, dass die Züchter diese Selektion verantwortungsbewusst durchführen und zu extreme Merkmale vermeiden.

    Zur Sache mit der Teichhaltung und der sogenannten Goldfischtemperatur. Zum Einen ist in dem Fall anscheinend nicht bekannt, dass die Hochzuchten gar nicht so kalt brauchen bzw. vertragen, sondern bei Temperaturen ab 18/20 Grad besser aufgehoben sind. Und zum Anderen hat doch keiner behauptet, dass die Hochzuchtgoldfische in der Natur lebensfähig sein MÜSSEN, da es ja HAUSTIERE sind.
    Oder welcher Chihuahua wäre in der Natur lebensfähig? Ein Diskus wäre im Bodensee auch kaum überlebensfähig, da es nicht sein natürlicher Lebensraum ist. Wenn man nun anführen möchte, dass Goldfische aber nun mal im Teich leben, so gilt dies nur bedingt. Denn diese Hochzuchtformen, welche seit Jahrhunderten in menschlicher Obhut leben, haben ja an sich keinen natürlichen Lebensraum mehr. Dies trifft auch auf viele Zuchtfomen bei anderen Arten zu wie z. B. Betta splendens. Man kann deshalb schlecht Äpfel mit Birnen vergleichen.
    Aber davon ganz abgesehen... gut wissen die Asiaten nicht, dass die Goldfisch-Hochzuchten im Teich nicht überlebensfähig sind. Denn dort schwimmen massig Himmelsgucker etc. in diversen Tempelteichen usw. Sie sind eben DOCH im Teich überlebensfähig. Aber halt nur bei entsprechenden klimatischen Bedingungen, entsprechendem Umfeld und dem fernbleiben von Räubern, welche aber bei einem künstlich angelegten Teich im Normalfall auch nicht vorhanden/erwünscht sind.

    Charles und Bruno sind allerdings so konsequent, dass sie alle Zuchtformen ablehnen. Das kann ich dann schon eher nachvollziehen und teile ihre Meinung sogar teilweise, da ich z. B. diverse Schleierformen, bei ansonsten schnell schwimmenden Salmlern etc., oder den Verlust von Kommunikationsmöglichkeiten (Flächentürkis bei Diskus etc.) auch nicht wünschenswert finde. Wobei genau genommen, in gewissem Masse, ja beinahe jede Art, welche über längere Zeit in Gefangenschaft nachgezogen wird, mit der Zeit eine Art Zuchtform wird. Zumindest in den Fällen, in denen der Mensch die Zuchttiere zusammensetzt und dadurch auch eine Art Selektion betreibt, auch wenn man sich dabei an der Wildform orientieren möchte.

    Anders sieht es aus, wenn man eine ausreichend grosse Population sich selbst überlässt. Dies dürfte aber unter normalen aquaristischen Gegebenheiten bei grösseren Fischarten schwer umzusetzen sein. Aber ich vermute ohnehin, dass die Beiden mit Zuchtformen lediglich diese meinten, welche bewusst optisch verändert wurden und deutlich von der Wildform abweichen.

    Was das Wen (Fettgewebe) angeht, so hat mir immer noch Keiner einen sinnvollen Grund nennen können, was das Problem daran sein soll. Natürlich nur sofern es nicht zu übermässig ausgeprägt ist und solange die Augen frei bleiben. Aber ich sehe bei einem moderat ausgebildeten Wen keine Probleme bzw. Einschränkungen für den Fisch. Er kann genauso arttypisch im Boden gründeln, schwimmen und fressen wie jeder Goldfisch ohne Wen auch.

    Ich sehe durchaus ein, und akzeptiere, dass so mancher Aquarianer durchaus ernstzunehmende Bedenken hegt. Es ist darum auch sehr zu begrüssen, eine sachliche Diskussion darüber zu führen, damit man evtl. gegenseitig zu neuen Erkenntnissen gelangt. Aber bei einigen Gegnern von Hochzuchtgoldfischen habe ich den Eindruck, dass diese lediglich aus rein emotionalen Gründen ablehnend reagieren, ohne sich wirklich mit der Materie auszukennen, evtl. auch weil es die Anderen ja auch tun, und daher auch irrationale Vergleiche ziehen. Dies finde ich sehr schade. Denn mit so mancher unbedachten Äusserung diffamiert man den Halter dieser Fische quasi als Tierquäler bzw. Förderer von Tierquälerei. Das möchte ich entschieden zurückweisen.

    Ich behaupte mal, dass die Mehrheit der ernsthaften Liebhaber von Goldfischhochzuchten sich mehr um das Wohlergehen ihrer Pfleglinge bemühen, als so mancher Teilzeitaquarianer, welcher vielleicht ein Gesellschaftsbecken nur so vor sich hin dümpeln lässt. (Dies möchte ich jetzt aber keinem der hier Anwesenden unterstellen! Ich kenne ja (noch) kaum einen von Euch. Ich meine damit eher die zahlreichen Aquarianer, welche sich leider kaum ernsthaft für das notwendige Fachwissen interessieren und sich von daher auch kaum in einem Forum anmelden werden.)

    Diejenigen aber, welche Aussagen wie abartig und grausam tätigen, stellen uns aber so hin, als würden wir bewusst in Kauf nehmen, dass unsere Fische leiden, nur weil uns ihre Optik gefällt. Also soviel Mitgefühl dem Tier gegenüber und aquaristischen Sachverstand könnt Ihr uns ruhig zutrauen, dass wir diese Fische nicht halten würden, wenn wir auch nur leiseste Zweifel daran hätten, dass sie ein lebenswertes Leben führen.

    Mit nunmehr 28 Jahren Erfahrung im Umgang mit Fischen traue ich mir durchaus zu, dass ich einschätzen kann, ob sich ein Fisch in meiner Obhut wohl fühlt oder nicht. Denn mehr als einschätzen können auch die Gegner von Ranchu, Oranda und Co. nicht. Wir alle können nur nach bestem Gewissen versuchen uns in die Lage der Fische zu versetzen und dann unsere Meinung bilden. Dass dabei jeder zu einem etwas anderen Urteil kommt liegt in der Natur der Sache. Trotzdem ist es natürlich schön und auch sinnvoll, wenn wir weiterhin angeregt miteinander diskutieren und Argumente austauschen. Denn die Liebe zu den beschuppten Wasserbewohnern, egal welcher Art, vereint uns doch am Ende.

    In diesem Sinne: Wasser marsch! ^^

    LG, D.D.

    PS: Wie Sabrina finde ich es auch schön, dass man nach und nach den Standpunkt des jeweils Anderen akzeptiert bzw. die Meinung des Anderen nicht generell verurteilt. Ich erwarte ja auch gar nicht, dass nun Alle zu Goldfischfans werden. Es reicht, wenn man uns die Freude an unseren Pfleglingen lässt. :)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Juli 2012
  10. GeckoFufra

    GeckoFufra

    Registriert seit:
    20. Juli 2012
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Nähe Frankfurt am Main
    Bitte entschuldigt, dass mein Text so in einem Block erscheint. Ich habe nun versucht Absätze reinzubringen. Aber irgendwie klappt es nicht. :-( Sorry.

    LG, D.D.
    Edit: Nun ging´s. :)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Juli 2012
  11. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

    Registriert seit:
    19. November 2008
    Beiträge:
    5.227
    Zustimmungen:
    726
    Ort:
    Glarnerland
    Guten Abend Zusammen

    Dem kann ich mich uneingeschränkt anschliessen
    Da seit Ihr Zwei nicht alleine, das unterschreibe ich sofort.
    ZUchtformen braucht es meiner Meinung nach weder bei Goldfischen noch bei Guppy`s, Malawis, Skalaren, Garnelen oder was auch immer.

    Trotzdem empfehle ich die Diskussion in einem separaten Thread weiterzuführen


    Gruss Thomas
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Juli 2012
  12. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

    Registriert seit:
    19. November 2008
    Beiträge:
    5.227
    Zustimmungen:
    726
    Ort:
    Glarnerland
  13. Jako

    Jako

    Registriert seit:
    14. Juni 2006
    Beiträge:
    0
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Schaffhausen
    Hallo zusammen

    Auch ich stehe absolut zu den Naturformen.

    Schon immer hatte ich Stirnrunzeln wenn ich diverse Zichtformen gesehen habe.

    Ich sag dann auch immer , es gibt nichts schöneres wie Naturformen.

    Bei reinen Farbzuchtvarianten frage ich mich immer wiso ist das nötig.

    Sehr nachdenklich werde ich aber immer und etwas wütig wenn ich Skalare oder Diskus sehe die flächig gefärbt sind und ihre Streifen nicht mehr zeigen können. Ernsthaft das ist wie wenn man uns die Mimik rauben würde .

    Also ich gehöre auch zur Fraktion

    Keine Zuchtformen in der Aquaristik :!:

    Ich möchte ja ein möglich natürliches Aquarium pflegen und in diesem natürliche Fisch und kein Kunstobjekt die angepasst werden muste damit es uns gefällt.

    Alle anderen Tiere erwähne ich deshalb nicht weil wir hir in einem Aquaristik Forum sind.

    Meine Liste wäre sonst meterlang .

    Viele Grüsse

    Matt

    Ps ich hab nun gesagt was ich sagen wollte

    Ich glaube es ist genug gesagt.

    Sabrina es tut mir erlich leid, dass jetzt so viele zu dem Team sich in deinem Tred Luft gemacht haben.

    Ich denke eben, dass schon viele zum diesem Tema einen Klumpen im Bauch hatten und jetzt ist es rausgekommen. Ich nehme mich da nicht raus,
     
  14. disabrina

    disabrina

    Registriert seit:
    18. Dezember 2005
    Beiträge:
    613
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Zollikerberg, Kanton ZH
    Hallo Jako,

    ich finde die Diskussionen zu diesem Thema sehr wichtig, und bin froh, dass wir mittlerweile sachlich darüber diskutieren können, nach den ersten eher emotionalen Posts :)

    LG Sabrina
     
  15. pharko

    pharko

    Registriert seit:
    15. Mai 2010
    Beiträge:
    948
    Zustimmungen:
    39
    Ort:
    Buchs AG
    hallo forum

    ich fühle mich gerade völlig mies weil ich in meinem aquarium fast ausschliesslich zuchttiere habe. meine gestreiften skalare wurden von kennern als wildfarbene zuchtform deklariert. meine prachtbarben haben sogar schleierschwänze. es ist wohl kaum zu entschuldigen dass es meine ersten fische waren und ich mich zu diesem zeitpunkt nicht genügend informiert hatte. meine spitzmaulkärpflinge sind rabenschwarz. dazu muss ich mich gar nicht mehr äussern. die silberstreifen panzerwelse sehen zwar aus wie in der natur (vermutlich), die teilseise fehlenden barteln lassen jedoch nichts gutes vermuten bezüglich der zucht. etc

    eigentlich wollte ich doch nur ein schönes aquarium haben damit ich meinen fischlis beim fressen zuschauen kann während ich mir mein eigenes abendessen zu gemüte führe. jetzt muss ich feststellen, ich bin ein böser mensch weil ich dies tue. meine tiere glänzen plötzlich nicht mehr so schön. besser wäre, ich hätte ausschliesslich wildgefangene tiere in meinem becken, garantiert natürliche auslese, also evolution pur. kein mensch soll der natur reinpfuschen und so gezielte selektion betreiben. das haben wir der welt vor siebzig jahren eindeutig klargemacht und was für uns menschen gilt, das gilt auch in meinem becken.

    die frage ist nur wie ich als konsequenter tierfreund am besten vorgehe. ich muss mein becken befreien von meinen genetisch untragbaren krüppelnn. töten wäre eine einfache lösung, aber auch dies erinnert viel zu stark an gewisse methoden der vergangenheit. ich könnte sie auch ausschreiben und verschenken, aber dann mache ich einen andern menschen, ohne sein wissen, zum schlechten tierhalter. nach langem überlegen, denke ich, ist es am besten wenn ich sie in einem flachen becken auf den balkon stelle und warte bis nachbars katze vorbeikommt. dann haben diese armen kreaturen wenigstens im tod eine sinnvolle aufgabe gehabt, die katze freuts und ich habe wieder ein gutes gewissen.$

    lg luk

    EDIT: darf ich die katze überhaupt meine fische fressen lassen oder muss ich sie auch aus meinem umfeld "entfernen", es könnte ja qualzucht im spiel sein und eigentlich ist ja die katze ansich ein völlig naturentfremdetes wesen.

    (ist nicht ganz ernst gemeint, aber nach diesem langen bashingthread hat es mich gejuckt.)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. Juli 2012
  16. -alain-

    -alain-

    Registriert seit:
    9. Oktober 2010
    Beiträge:
    380
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Kt. ZH
    Hallo zusammen,

    :-D Genau. Find ich auch. Zumindest mehr oder weniger. ;-)

    Aber den "ernsten Teil" möchte ich doch nochmal hervorheben, es braucht eine messerscharfe Trennlinie zwischen dem, was für einen selbst gilt, und dem, was man Anderen aufzwingen will.

    @Dominik: Ich glaube das ist genau der Punkt, den Du überdenken solltest. Ein Verbot dieser Fische ist schliesslich ein beträchtlicher Eingriff in Sabrinas persönliche Freiheit. Um das zu rechtfertigen, reicht es eben nicht, dass Du die Fische abscheulich findest. Sogar wenn die Mehrheit es abscheulich findet, reicht es nicht. Nur ein Leiden der Fische würde es rechtfertigen.
    Wenn Du das schreibst:
    nährt es den Verdacht, dass Du rein nach persönlichen Gefühlen und Geschmäckern urteilst. Du kannst unmöglich mit einem Blick erkennen, ob die Fische leiden oder nicht.


    Meine persönliche Meinung zu Zuchtformen:

    Was ich eigentlich in Ordnung finde, ist das, was man glaube ich einen Aquariumstamm nennt. Ich glaube meine Ramirezi und Skalaren sind solche, sie sind vermutlich etwas robuster gegenüber erhöhter Keimdichte, wie sie in den meisten AQs nun mal ist, und das finde ich eine sehr sinnvolle Anpassung (falls das wirklich so ist).

    Aber in meinen Augen sind Hochzucht-Formen etwas anderes.
    Der letzte Abschnitt im von Sabrina verlinkten Artikel hat mich schon zum Nachdenken angeregt. Der Gedanke, den züchtenden Menschen als "Umwelteinfluss" für den Fisch zu sehen. Der Fisch passt sich demnach, auf "natürliche" Weise, der Umweltbedingung "menschlicher Geschmack" an. Ich finde, das hat auf gewisse Weise schon was, vorallem vom Fisch aus gesehen.
    Aber, mein grosses Problem damit, ist, das ich das nicht sein möchte. Ich möchte nicht Teil einer Menschengruppe sein, die der einzige Lebenssinn einer ganzen Fischart ist, das ist mir viel zuviel Bedeutung. Das Gefälle wird viel zu gross, ein Fisch, der nur eines gut kann, dem Menschen zu gefallen, führt in meinen Augen schon ein trauriges Dasein. Irgendwie hätte ich immer das Gefühl, den Fisch ganz übel zu betrügen.
    Aber das ist, wie gesagt, nur meine persönliche Meinung, und ich vermute, ich werde mir in Zukunft meine filosofischen Flatulenzen eher wieder verklemmen.

    Schönes Wochenende an alle und Gruss,
    Alain
     
  17. -alain-

    -alain-

    Registriert seit:
    9. Oktober 2010
    Beiträge:
    380
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Kt. ZH
    Hallo, ich finde mein Post von vorhin jetzt doch etwas einseitig, und da sich hier die Gelegenheit bietet, füge ich noch das an:

    PS: Weil es den Fischen aber ganz sicher völlig wurst ist, wesshalb sie existieren, kann ich mir gut vorstellen, dass sie ein glückliches Leben führen werden, in Deinem schönen AQ, Sabrina.
    Bei Dir sind sie sicher bestens aufgehoben, es ist wirklich offensichtlich, dass sie Dir sehr viel bedeuten.
    Auch wenn ich solche Fische nie kaufen würde, kann ich doch ein stückweit die Faszination nachvollziehen. Die etwas wackelige Schwimmweise erinnert mich ein wenig an Kinder, die "rauschenden" langen Flossen haben auch was.
    Auf jeden Fall gönn ich Dir die Freude an den neuen Bewohnern.

    Gruss, Alain
     
  18. Lukituki

    Lukituki

    Registriert seit:
    11. Januar 2010
    Beiträge:
    97
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Zürich
    Hallo zusammen,
    Erstmal, bevor ich zum Meinungsbildenden Teil kommen: Das Aquarium gefällt mir gut!
    Ich kenne nicht viele Becken, die mit diesem mithalten können und ich denke auch, dass es den Fischen darin sehr gut geht.

    Als Kommentar zu den anderen Bemerkungen möchte ich erstmal eine scharfe Trennung zwischen Fisch und Züchter:
    Nur weil der Fisch im Bezug auf seinen Urahn in freier Wildbahn wohl keine Chance hätte (aber das hätten viele Nachzuchten wohl nicht),
    bedeutet das nicht, dass er kein lebenswertes Leben hätte - für einen Fisch natürlich! Ich bin überzeugt der Fisch leidet nicht an seinem Los,
    denn Fische sind viel zu beschränkt um so etwas zu abstrahieren. Und die Alternative? Das "nicht lebenswerte" auslöschen? Das kann ja niemand ernsthaft verlangen!

    Was ich klar verurteile sind Züchter die gezielt die Inzucht fördern und solche Formen heranzüchten. Da fragt man sich schon wie man sich als Mensch sieht - Als Künstler? Weltverbesserer?
    Man muss sich natürlich im Klaren sein, dass sehr viele Tiere mit denen wir uns umgeben (und nbb auch fast alle Pflanzen) das Resultat von Züchtungen sind.
    Bei den Meisten ging es um "Leistungszüchtung", mehr Ertrag, bessere Eigenschaften, aber oft auch um "Ästhetik".
    Und hier beisst sich die Katze natürlich in den Schwanz, Aquarium-Zuchten sind immer genau das: Zuchten!
    ICH wähle die Fische die sich dann evtl. verpaaren und das meist nach
    subjektiven Gesichtspunkten (Färbung, Robustheit, Grösse, etc) und hier findet auch keine natürliche Selektion statt (ausser evtl. im Bezug auf Robustheit gegenüber Wasserwerten).
    Die Lösung? Nur noch Wildfänge kaufen? Nur die reine Naturform züchten? Und wie ist die gekennzeichnet?
    Den Mensch als "natürlichen Einfluss" zu betrachten ist natürlich genau so Quatsch! Der Mensch als schöpferische Kraft, welche die Natur formt! Willkommen im vorlezten Jahrhundert!

    Persönlich finde ich, man sollte seine "Zucht" so gestalten, dass möglichst robuste, langlebige Tiere entstehen.

    Gruss
    Lukas
     
  19. Kuba

    Kuba

    Registriert seit:
    8. August 2010
    Beiträge:
    155
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Ostermundigen
    Hallo Sabrina

    Was mich noch interessiert, sowohl im Bezug auf Hochzucht-Goldfische wie auf Bettas.
    Du schreibst von Qualitaetstiere und Ausschussware. Von Zuchtstandarts und fehlerhaften Fischen, welche aussortiert werden muessen.

    Nun interessiert mich folgendes.
    Stammen Qualitaetstiere und Ausschussware aus den selben Zuchten? Wenn ja, wieviel Ausschuss kommt auf ein qualitativ hochstehendes Lebewesen.
    Oder sind dies verschiedene Zuchtstaemme, bei welchen Qualitaetstiere sehr gezielt gezuechtet werden koennen?

    Dies ist nicht provokativ gemeint, ist jedoch ein Punkt den ich nirgends klar lesen konnte und der mich fuer das bessere Verstaendniss interessieren wuerde.

    Gruess Juerg
     
  20. disabrina

    disabrina

    Registriert seit:
    18. Dezember 2005
    Beiträge:
    613
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Zollikerberg, Kanton ZH
    Hallo Juerg,

    Im Normalfall werden diese Tiere, je nach dem, bei wem natürlich der Händler bestellt, vom selben oder eben nicht vom selben Züchter stammen.

    Da ich keine Goldfische züchte, sonder nur Kampffische, kann ich dir hier wesentlich 'klarere' oder bessere oder sicherere, wie auch immer man es bezeichnen möchte, Infos geben. Ich nehme schwer an, dass sich dies in grossem Masse auch auf Goldfische übertragen lässt, habe jedoch, wie schon erwähnt, dort keine eigenen Erfahrungen (abgesehen von Zuchtfarmbesuchen natürlich).

    Bei den Kafis kommt es sehr auf die Elterntiere und deren Genmaterial an. Hat man Eltern aus einem guten Stamm, wird der grösste Teil der Jungfische ebenfalls gut sein. (Man bemerke hier, dass ich den guten Stamm erwähne, und nicht ausschliesslich das gute Aussehen der Elterntiere, denn wenn diese mehr oder weniger die einzigen 'guten' aus dem Wurf waren, dann werden unter ihren Nachkommen zwar wahrscheinlich ebenfalls einige Gute schwimmen, aber sicherlich nicht der Grossteil).
    Hier kann man dann natürlich entweder aus Züchtersicht, oder aus Liebhabersicht diskutieren, denn die Tiere, welche nicht Ausstellungstiere sind, sind noch lange nicht krank oder schwach, sondern einfach nicht so nah am Standart wie man es für eine Ausstellung gern hätte. Solche Tiere werden dann auch als Ausschuss bezeichnet, aber dann gibt es auch die Tiere, welche Mangelerscheinungen/Defekte/Verkrüppelungen aufweisen, wie z.B. Schwimmblasendefekt, Schuppenfehler, Wirbelsäulenverkrümmungen.

    Solche Tiere dürften nicht verkauft oder weitergegeben werden, sondern sollten entweder einem Raubfisch verfüttert werden, oder behalten werden, wenn man genug Platz und Zeit dafür hat, jedoch wird in den allermeisten Fällen erstere Variante gewählt. Der grosse Fisch sollte ja auch ab und zu mal artgerecht mit Lebendfisch gefüttert werden ;)

    Viele Fische im Zoofachhandel kommen vom Grosshändler, vor allem solche, die nicht oder kaum in der Schweiz nachgezüchtet werden, wie z.B. eben Goldfische. Diese haben dann eine tagelange wenn nicht sogar wochenlange Transportzeit hinter sich.
    Der sogenannte Ausschuss, der jedoch bei Goldfischen, wie auch bei Kampffischen, oftmals ebenso gesund wäre, wie die schöneren Tiere, wird billig verkauft. Die Kundschaft möchte ja auch so billig wie möglich Fische kaufen, normalerweise. Sie werden nicht nur billig verkauft, sondern auch möglichst platzsparend -> billig transportiert. Das heisst, dass so viele Fische mit so wenig Wasser und Platz (Gewicht -> Kosten) verschickt werden. Diese Transportweise ist extrem viel stressiger für die Fische, als wenn sie grosszügig verpackt würden.
    Somit unterliegen diese "Ausschusstiere" tagelangem, hohem Transportstress, nur um dann in meist sehr überfüllte Verkaufsbecken zu gelangen. Hinzu kommt, dass Goldfische mehr als überdurchschnittlich viel Dreck produzieren und daher die Keimdichte im Aquarium auch dementsprechend schnell ansteigt, vor allem wenn nicht regelmässig Wasser gewechselt und Dreck abgesaugt wird.

    Somit sind diese Tiere durch den Transport extrem geschwächt und daher extrem krankheitanfällig.

    Bei deiner Frage jedoch, ging es, so wie ich verstanden habe, vor allem um die Ausschussware, welche Defekte hat und man daher nicht in den Umlauf bringen sollte, richtig?

    Hier kann ich dir bei Goldfischen leider keine Zahlen, weder genaue, noch ungenaue nennen, da ich, wie oben schon berichtet, keine Zuchterfahrungen habe (ausser den zwei Zufallswürfen die bei uns passierten, wobei aber sowieso nur die stärksten überlebten und putzmunter und gesund sind).

    Bei Kampffischen ist der Prozentsatz an solchen Tieren im Normalfall sehr gering (ca. 1-5%). Wenn man jedoch Inzucht betreibt und dies über mehrere Generationen lang, so provoziert man logischerweise Defekte. Ebenso wenn man mit Rosetail züchtet, denn diese Tiere vererben meist auch Schuppenfehler und eben wieder Rosetail.

    Leider werden viele solche Fische, vor allem auch Goldfische, welche überzüchtet sind und daher zu verkrümmt sind oder zu grosse Teleskopaugen haben oder Wens, welche bis über die Augen wuchern, mit dem 'normalen' Ausschuss zusammen an die Zooläden verschickt.

    Manchmal jedoch, und dies ist bei allen Schleierformen der Fall, sehen die Fische, wenn sie jung sind, noch so aus, wie sie sollten und entwickeln erst mit zunehmendem Alter überlange Flossen oder übergrosse Augen oder übergrosse Wend etc. Dies kann man natürlich bei der frühen Selektion noch nicht sehen.
    Jedoch weiss man als Züchter, wenn man den Stamm kennt, natürlich die Veranlagungen und sollte, wenn man gewissenhaft züchtet, eben diese Sachen vermeiden.

    Da die Menge an Goldfische, welche in die Schweiz und die umliegenden Länder versandt wird, nur ein Bruchteil der in Asien gezüchteten Fische darstellt, wird es denen egal sein, ob wir nun mehr oder weniger von den Fischen kaufen, denn sie züchten für den asiatischen Markt, und der ist im Zierfischsegment riesig.

    LG sabrina
     

Diese Seite empfehlen