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Sexualität und Evolution: Wie die Schwertträger ihr Schwert verloren

Dieses Thema im Forum "Lektüren / Literatur" wurde erstellt von Sugus, 6. April 2013.

  1. Sugus

    Sugus Administrator Moderator

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    Hallo zusammen

    Der Spiegel hat einen interessanten Artikel zu den Xiphophorus (Schwertträger) verfasst:

    Sexualität und Evolution: Wie die Schwertträger ihr Schwert verloren
    Größe spielt eine Rolle - zumindest bei manchen Fischen: Schwertträger-Männchen mit längerer Schwanzflosse haben bessere Chancen bei Weibchen. Manche Damen bringt ein schickes Schwert gar zu extremen Seitensprüngen. Und doch haben einige Fisch-Arten die Zierde wieder abgelegt.
    Zum Artikel auf www.spiegel.de

    rgds
    rené
     
  2. Angel

    Angel

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    Hi René

    Danke für diesen interessanten Bericht.

    Nun sehe ich das Platymännchen, welches vor vielen Jahren meine Guppydamen geschwängert hat mit anderen Augen ... der hatte mit Garantie Schwertträgergene (böser Bube) in sich und wollte die nun auch bei den Guppy verteilen und dennoch bleibt die Frage, warum die Nachkommen den Molly so extrem ähnlich waren... :-D

    Hier noch was zur Sexualität und Evolution: http://de.wikipedia.org/wiki/Amazonenkärpfling

    Liebe Grüsse

    Angel
     
  3. Etroplus

    Etroplus

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    Hallo,
    es ist ein interessanter Beitrag, doch manches finde ich komisch.
    Wenn Schwertträger in Fliesgewässer und Platys in stehenden Gewässern Leben, wieso haben sich die Schwerträger ausgerechnet das Schwert ausgebildet, wenn das Schwert das Schwimmen doch angeblich behindern soll?
    Und woher weiss man dass die Platys evolutiv sich nach den Schwertträgern entstanden sind?
    Woher weiss man wenn ein Platyweibchen mehr Kinder von Schwertträgermännchen zur Welt bringt als vom Platys, wenn beide im Versuch im Aquarium schwimmen dass dies eine aktive selektion des Platyweibchens ist und nicht dass die Schwertträger z.B. Potentieller sind oder dass die Spermien der Schwertträger eine bessere Qualität haben dass zu mehr schwerträgervaterschaften führt. Oder sogar dass die überlebensrate der Hybriden höher ist als der reinen Platys und dass dadurch zu mehr Schwertträgervaterschaften führt.
    Wieso hat man diesen Versuch nicht mit Schwertträgerweibchen gemacht, wo die im Versucht mit Platymännchen und Schwertträgermännchen im selben Becken schwimmt und die Nachkommen ausgezählt? Dies hätte die ganze Theorie vielleicht widerlegt.
    Und es wird hier von Seitenspung geredet obwohl die Lebendgebärdenden keine Paarbildner sind.
    Ich sehe dass hier vieles vermenschlicht wird.
    Aber das Ergebniss ist trotzdem interessant egal was man daraus interpretiert.
    LG
    Ram
     
  4. Etroplus

    Etroplus

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    Ich nochmal,
    ich hätte aus diesen Ergebnis eher geschlossen dass die Physis und das Sozialverhalten der Schwerträgermännchen eher zu dem Vorteil geführt hat.
    Jeder wird mir bestätigen dass die Schwerträgermännchen untereinander viel agressiver sind als die Platymännchen und dass die Schwerträger den Platy physisch überlegen sind, nicht nur durch die Grösse.
    Es wird von einer Selektion des Weibchens gesprochen obwohl die Weibchen von mehrenen immer Männchen gepaart werden wie bei allen Lebendgebärdenden die ich kenne..
    LG
    Ram
     
  5. ch.koenig

    ch.koenig Guest

    Hallo Ram
    Ohne den Text a fond gelesen zu haben ein paar Bemerkungen
    Weibchen von Lebendgebärenden sind selektiv. Untersucht ist bei den Guppys die Fähigkeit der Weibchen, nach erzwungenen Begattungen die Spermien zu blockieren bis ein erwünschtes Männchen auftaucht. Erst wenn längere Zeit kein Männchen zur Verfügung steht, werden diese Spermien "aktiviert" um das Überleben der Art zu sichern. Bekannt ist auch bei einigen Arten die Fähigkeit, Junge in "Portionen" abzusetzen, je nach äusseren Bedingungen. Ich habe das z.B. mit Neoheterandria elegans genutzt, um optimale Bedingungen für heikle Schmerlen/Flossensauger anzeigen zu lassen.
    Ich denke also nicht, dass hier vermenschlicht wurde.
    Was die Schwimmfähigkeit der Schwerträger angeht: die sind als Bewohner von Fliessgewässer den Platys haushoch überlegen. Ergonomisch perfekt. Und die Männchen sind der Knüller: ich kenne keine Art, bei der das Männchen derart schnell rückwärts durchs Becken schiesst, wenn es ein Weibchen einkreist. Ob wegen oder trotz Schwert wäre mal wissenschftlich abzuklären. Ich kann nur vermuten wegen. Denn die Schwazflosse dient dem Antrieb, nicht dem Steuern. Beim Rückwärtschwimmer müsste die Schwanzflosse durch den Wasserdruck verformt werden. Mit Schwert bleibt sie stabil.
    Gruss Charles
     
  6. Etroplus

    Etroplus

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    Hi Charles,
    ich freue mich das Jemand mir bestätigen kann was ich beobachtet habe. Eben, die Schwerträger sind den Platys physiologisch haushoch überlegen trotz Schwert oder gerade auch wegen dem Schwert. Wie Du sagst kann ich mir es auch sehr gut vorstellen dass das Schwert beim Schwimmen und aber auch gerade beim Rückwärtsschwimmen stabilisierend wirkt. Hizu kann ich den Verglich bringen mit den Inlinern oder den Rollschuhen bringen. Mit Inlinern kann man viel geradlieniger fahren (das ist weit ausgeholt aber wenn man sich das vorstellen kann ist es leicht zu verstehen was ich meine).
    Auch wenn es wissenschaftlich bestätig wird das die Weibchen der Lebengebärdenden (wie bei den Wildpferden) durchaus eine Entscheidung treffen können wer der Vater wird, darf man doch den Faktor nicht vernachlässigen dass wie beschrieben der Schwerträgermännchen durch ihre Physiologische überlegenheit und den agressiveren Sozialverhalten den Platymännchen gar nicht an die Weibchen ran lassen :lol:
    Dieser Faktor wir im Bericht ignoriert..
    Und es wird davon ausgegangen dass das Schwert beim Schwimmen störend ist wie die Schweiffedern der Pfau, was ich absolut nicht bestätigen kann.
    LG
    Ram
     

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