Salü zäma,
Anfang November letzten Jahres habe ich in besagter Angelegenheit zwei Versuch gestartet.
1. Mit
Samen. Keimgarantie verspricht das Päcklein. Da ist bis jetzt noch nichts zu sehen, obwohl die Töpfe - zwar mit Sand anstatt mit Schlamm gefüllt – in der Stube am Fenster stehen, immer schön feucht. Offenbar ist das schon anderen passiert:
«Bringt man gut gereifte Samen von Sagittaria sagittifolia sofort in Wasser und sorgt besonders anfangs durch öftere Spülung dafür, dass das Wasser rein bleibt und sich keine niederen Organismen einnisten, so keimen die Samen so gut wie gar nicht. Von etwa 1400 im Herbst 1905 gesammelten Samen keimte bis zum 14. August 1906 ein einziger. Eine andere Ernte von 1892, 1320 Samen, hatte in neun Sommern, bis März 1902, nur 37 Keime gegeben, obgleich die Samen immer in Wasser sich befanden, die letzten fünf Winter sogar im geheizten Zimmer. Eine dritte Probe von 7000 Samen, Ernte 1905, trocken überwintert, lieferte, nachdem sie am 26. Februar 1906 in Wasser gebracht worden war, bis zum 9. Juli 1906 400 Keimungen, die fast alle in der Zeit bis zum 8. April 1906 erschienen. Diese höhere Zahl erklärt sich daraus, dass die trockenen Samen mit viel Staub vermengt waren. Trotz häufiger Spülung entwickelten sich viel Mikroorganismen, das Material fing an zu stinken und befand sich unter der chemischen Reizung der Gäruugs- und Fäulnisprodukte.» (Alfred Fischer: Wasserstoff- und Hydrxylionen als Keimungsreize. In: Berichte der deutschen botanischen Gesellschaft 25 (1907) S. 108–122, Zitat S. 108 f.)
Tja, man sollte zuerst alte Schunken durchblättern und dann säen …
2. Mit 5
Knollen, drei im kühlen Estrich, zwei in der Stube. Im Estrich tut sich noch nichts, in der Stube zeigen sich plötzlich zwei, drei lange, dünne Blätter pro Topf. Da ist es vielleicht an der Zeit, im grossen «Inlesee» einen Ast der Monsteranubie zu kappen, um Platz zu machen.
(Ein weiteres «Inlesee»-Pflanzenprojekt: Nachzucht von
Nymphoides hydrophylla aus Blattsprösslingen. Das funktioniert, aber die Blätter, alles Schwimmblätter an langen, dünnen Stilen, sind nach einem Winter in eventuell etwas zu kühlem Wasser (ökologisch vertretbare Zimmertemperatur

) in einem Kübel trotz Düngerkugeln im Sand nicht grösser als 2 Zentimeter.)
Herzlich, Roman