Sagittaria sagittifolia

Salü zäma,

Hält jemand diese Pflanze in einem Aquarium? Wenn ja, wie?
(Würde in unseren «Inle-See» passen.)
Herzlich, Roman

Ich habe Sagittaria sagittifolia in meinem Aquarium ausprobiert und kann sagen, dass es eine tolle Ergänzung für Naturaquarien ist. Wächst am besten bei mittlerem Licht, leichtem Wasserfluss und einer Wassertemperatur um 24 °C. Diese Pflanze liebt nährstoffreichen Boden, vorzugsweise mit Düngemittelkügelchen. Es ist wichtig, die Blätter regelmäßig zu beschneiden, da sie sonst zu groß werden und andere Pflanzen überwuchern.
 
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Salü Andy,

Dann werde ich das mal probieren. Eine oder zwei wuchernde Sagittaria sagittifolia würden jedenfalls besser zu Inlesee-Fischen passen als die jetzige ebenfalls unbändig wachsende Anubie. (Wobei die Fische sich an der überhaupt nicht stören.) Das Aquarium ist offen. Und wenn’s nicht geht, wandern die Pfeilblätter zur Seerose im grossen Wassertopf im Garten, und das dortige, nicht einheimische Hechtblatt kommt weg.

Herzlich, Roman.
 
Salü zäma,

Anfang November letzten Jahres habe ich in besagter Angelegenheit zwei Versuch gestartet.

1. Mit Samen. Keimgarantie verspricht das Päcklein. Da ist bis jetzt noch nichts zu sehen, obwohl die Töpfe - zwar mit Sand anstatt mit Schlamm gefüllt – in der Stube am Fenster stehen, immer schön feucht. Offenbar ist das schon anderen passiert:
«Bringt man gut gereifte Samen von Sagittaria sagittifolia sofort in Wasser und sorgt besonders anfangs durch öftere Spülung dafür, dass das Wasser rein bleibt und sich keine niederen Organismen einnisten, so keimen die Samen so gut wie gar nicht. Von etwa 1400 im Herbst 1905 gesammelten Samen keimte bis zum 14. August 1906 ein einziger. Eine andere Ernte von 1892, 1320 Samen, hatte in neun Sommern, bis März 1902, nur 37 Keime gegeben, obgleich die Samen immer in Wasser sich befanden, die letzten fünf Winter sogar im geheizten Zimmer. Eine dritte Probe von 7000 Samen, Ernte 1905, trocken überwintert, lieferte, nachdem sie am 26. Februar 1906 in Wasser gebracht worden war, bis zum 9. Juli 1906 400 Keimungen, die fast alle in der Zeit bis zum 8. April 1906 erschienen. Diese höhere Zahl erklärt sich daraus, dass die trockenen Samen mit viel Staub vermengt waren. Trotz häufiger Spülung entwickelten sich viel Mikroorganismen, das Material fing an zu stinken und befand sich unter der chemischen Reizung der Gäruugs- und Fäulnisprodukte.» (Alfred Fischer: Wasserstoff- und Hydrxylionen als Keimungsreize. In: Berichte der deutschen botanischen Gesellschaft 25 (1907) S. 108–122, Zitat S. 108 f.)
Tja, man sollte zuerst alte Schunken durchblättern und dann säen …

2. Mit 5 Knollen, drei im kühlen Estrich, zwei in der Stube. Im Estrich tut sich noch nichts, in der Stube zeigen sich plötzlich zwei, drei lange, dünne Blätter pro Topf. Da ist es vielleicht an der Zeit, im grossen «Inlesee» einen Ast der Monsteranubie zu kappen, um Platz zu machen.

(Ein weiteres «Inlesee»-Pflanzenprojekt: Nachzucht von Nymphoides hydrophylla aus Blattsprösslingen. Das funktioniert, aber die Blätter, alles Schwimmblätter an langen, dünnen Stilen, sind nach einem Winter in eventuell etwas zu kühlem Wasser (ökologisch vertretbare Zimmertemperatur ;)) in einem Kübel trotz Düngerkugeln im Sand nicht grösser als 2 Zentimeter.)

Herzlich, Roman
 
Hallo Roman
Bin Staudengärtner...

Schau mal bei Jelitto im Samen Katalog nach. Dort ist eine saubere auflistung der Daten. die Du benötigst. Ansonsten findest Du das Pfeilkraut in Staudengärtnereien, um die Ecke...

Ansonsten kannst Du gerne nachfragen...
 
Salü Claudius,

Uuups?

Ich habe die Samen schon nach Anleitung gepflanzt, ausser dass ich keine schlammige Erde, sondern Sand genommen habe, weil ich die Pflanzen für ein Aquarium und nicht für einen Teich oder einen Topf haben möchte. Letzteres probiere ich, wenn es wärmer wird, auch noch, weil fünf von diesen Pfeilkräutern brauche ich im 200-Liter-Aquarium nicht. Darum sind drei Knollen im kühlen Estrich. Eine ausgewachsene Pflanze möchte ich lieber nicht ins Aquarium stellen, und so viele Staudengärtner, die nicht bloss engros verkaufen oder die gesuchte Pflanze nicht nur als Lockvogel auf der Homepage führen, sondern sogar an Lager haben, hat es hier «um die Ecke» nicht. Aber im Winter ist ja auch nicht Teichsaison.

Herzlich, Roman
 
Hallo Roman

Welche Anleitung? Internetsshops kopieren einfach den Text von anderen. Das könnten ebenso Schuhe, oder Pfannen sein.

Keimgarantien werden in Wahrscheinlichkeiten angegeben. Und in einen Zeithorizont gestellt. Also z.B. Garantiert 50% Keimgarantie bis 1.02.2026. Oder 70% Keimgarantie, zu verbrauchen bis! Weil die Test so funktionieren...

Warst Du auf der Seite von Jelitto? Ist für Profis. Botaniker sind keine Gärtner, die studieren zu viel...

Wo wohnst Du? PLZ!

Hatt nicht jemand hier ihr Teich vorgestellt, bei den Fotos? Da wahren doch Pfeilkräuter zu sehen?

Die Knollen müssten teilbar sein? Um die Pflanze zu verkleiner. Schnittstelle etwas antrocknen lassen, wegen Pilze!

Lg cz
 
Salü Claudius,

Wegen der Internetkopiererei habe ich diesen Thread eröffnet.

Die Anleitung, die dem Beutel mit den Samen beigelegt war. Dass da aus verkaufstechnischen Gründen weder Zeithorizonte noch Wahrscheinlichkeiten aufscheinen, erstaunt wohl nicht.

Die Knollen sind Knöllchen, müssen darum nicht geteilt werden.

Mich dünkt, in dem von dir propagierten Katalog kommt Sagittaria sagittifolia nicht vor.

Bin kein Botaniker, aber auch kein Gärtner, sonst würde ich die Bäume und Hecken nicht mit Rebschere, Astzange und Säge schneiden, das Kompostgut von Hand schnipseln, Laub und Gras zusammenrechen anstatt «laubzubläsern» etc. etc.

Herzlich, Roman (im Zürcher Oberland)
 
Hallo Roman

Stimmt, Jelitto führt die Sagittaria nicht, oder nicht mehr! Die machen da neu auf Amerika First... . ...oder so! Jelitto ist ein Profi Saatgut Lieferant für Gärtnereien.

Also wenn es Dich interessiert steige ich mal hoch in den Estrich, und durchsuche die Kulturanleitungen, aus meiner Lehrzeit. Eventuell finde ich was.

Wikipedia führt viele Sagittaria auf. Weshalb nimmst Du nicht eine tropische Art? Evt. via Anfrage bei einem bot. Garten, Zürich, St. Gallen?

Die meistens Gärtnereien verkaufen nur noch überdüngte Holländer Ware als Teich und Sumpfpflanzen.

Lehnert Hauenstein in Rohmbach AG führt 3 verschiedene Arten Sagittaria Arten im Online Shop.
 
Salü Claudius,

Danke, aber der Gang auf den Estrich ist sicher nicht nötig. Zwei meiner Sagittaria-Knollen haben ja ausgetrieben.

Warum keine andere Art? Weil ich bloss noch nach Pflanzen suche, die gemäss Forschungsberichten in den ursprünglichen Biotopen meiner Fische vorkommen.

Wenn’s mit der Sagittaria sagittifolia im Aquarium klappt, dann klappt’s; wenn nicht, dann ist’s ein netter Versuch gewesen. Ich muss nicht alles gestern haben. Einige Pflanzen, die passen, habe ich ja schon.

A propos Hauenstein: Shops, bei denen man sich einloggen muss, lasse ich aus Prinzip links liegen.

Herzlich, Roman
 
Zuletzt bearbeitet:
Salü zäma,

Irgendein Kraut aus den Sagittaria-Töpfen durchbricht die Wasseroberfläche: u. a. der lange Stängel an der Glasstrebe, ein zweiter Stängel (unscharf) beim vordersten Blatt der Muschelblume im mittleren Vordergrund. Im Estrich zeigen sich nun ebensolche Stängel. Nun muss es nur noch Sagittaria sagittifolia sein.
2025-03-14_Kraut.jpg
Herzlich, Roman
 
Salü zäma,

Während die zwei Pflanzen im grösseren «Inle-See» bislang erst je zwei lanzettförmige Blätter über der Wasseroberfläche aufweisen – irgendein Mitglied unseres Stubenzoos hat ein fünftes Blatt abgefressen –, haben zwei Zwiebeln im Estrich direkt und zügigst vor allem pfeilförmige Blätter gemacht, weil sie sozusagen am Ufer statt tief im Wasser stehen. Sinnigerweise sind die Stengel nun zu kurz fürs Aquarium.
Aus dem Topf, den ich im Seerosengefäss im Garten versenkt habe, spriessen erste Miniblättchen.
Die für die Aquarien gedachten Pflanzen habe ich im Herbst gut gereinigt in feinen Kies umgesetzt, die draussen habe ich wie von der Gärtnerei geliefert belassen.
2025-04-09_Sag_sag_Estrich.jpg
Zu den Samen habe ich inzwischen gelesen, dass die bloss keimen, wenn sie immer feucht gehalten werden …
Das wird in dem Fall wohl nichts mit denen, die ich gekauft habe.

Herzlich, Roman
 
Salü zäma,
Seit dem Beginn des Versuchs ist nun etwa ein halbes Jahr vergangen. Im Prinzip gedeihen die Pflanzen im Aquarium ohne Erde/Schlamm. Sie sind allerdings noch schwach auf der Brust, die Stängel könnten fast von irgendeinem Gras sein; aber die Knollen hatten ja bloss die Grösse von halben oder ganzen Knoblauchzehen. Vor einem Monat habe ich zudem eine der im Estrich überwinterten Pflanzen, die Überwasserblätter ausgebildet hat, im grösseren «Inle-See» versenkt. Bis jetzt haben die Blätter überlebt (im rechten Topf, links die Stängel einer weiteren Sagittaria sagittifolia):
2025-06-06_Sag_sag_Aq.jpg
In Sachen «schwach auf der Brust»: die Pflanze, die ich letzten Herbst draussen in den Seerosentopf gesteckt habe, sieht nicht merklich kräftiger aus, obwohl sie in der mitgelieferten Erde steht (das dreizipflige Blatt und die drei schmalen Blättchen darunter, die anderen aufrechten Blätter sind Hechtkraut):2025-06-06_Sag_sag_Garten.jpg

Bin noch unschlüssig, ob die zweite Estrichpflanze ins Aquarium oder in den Garten kommt.
Herzlich, Roman
 
Salü zäma,

Zehn Monate ist es her seit dem Beginn des Sagittaria sagittifolia-Experiments. Diejenigen draussen im Seerosentopf gedeihen und sehen aus, wie man es sich vorstellt; die vier Pflanzen in den drei Töpfen im grösseren unserer «Inle-Seen» haben inzwischen alle zuerst ausgetriebenen Blätter an die Posthornschnecken verloren und kümmern als dünne Gräslein vor sich hin, obwohl ich sogar Düngerkugeln in die Töpfe gegeben habe:
2025-09-056_Sag_sagittifolia.jpg
Mal sehen, wie lange Geduld es noch braucht. Aber vielleicht liegt es daran, dass sich Kies nicht als Bodengrund für diese Pflanzen eignet.

Herzlich, Roman
 
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