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Regenwasser-Sammler fürs Aquarium

Dieses Thema im Forum "DIY und Bastelecke" wurde erstellt von Sealauncher, 18. Oktober 2020 um 15:15 Uhr.

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  1. Sealauncher

    Sealauncher

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    Hallo Zusammen,

    Gutes Wasser fürs Aquarium und die Nutzung von Regenwasser war hier schon oft ein Thema.
    Was aus der Wasserleitung daheim rauskommt ist so in der Art nicht zu gebrauchen. Da sind wir uns sicher alle einig. Nicht jeder der nur ein Becken in der Wohnung hat hat Lust, in teure Technik zur Wasseraufbereitung zu investieren.
    Ob also Regenwasser für jeden Einzelnen sinnvoll ist oder nicht und auch um Vor- oder Nachteile soll es hier gar nicht gehen sondern nur darum, wie man einfach Regenwasser sammeln kann vor allem wenn man zur Miete irgendwo wohnt und darum nicht alles umbauen kann.

    Mein Aquarium fasst 125 Liter und ich sammle Regenwasser mit einer dafür selbst angefertigten Plane.
    Der Balkon ist an Regentagen ohnehin nicht zu gebrauchen und so hat er nun auch einen Job an solchen Tagen. Die Teichplane und alles andere was man braucht gibt es im Baumarkt und mit zwei blauen Fässern bleiben die Kosten dabei knapp unter 100 CHF.
    Die Tragseile hängt man mit Karabinerhaken ein. Damit geht der Auf- und Abbau ganz schnell und
    An einem normalen Regentag lassen sich beide Fässer problemlos füllen.
    Ich tausche wöchentlich ca.10% des Aquariumwassers aus. in einem Monat brauche ich dafür den Inhalt eines Fasses.
    Aller 4 - 5 Wochen tausche ich etwa 50% also die Menge des zweiten Fasses aus.
    Mit beiden Fässern komme ich also gut einen Monat.
    Zeit genug also um auf erneuten Regen zu warten um die Fässer nachzufüllen.
    Ich mache das nun schon seit 9 Monaten so und den Fischis geht es suuuper :)

    Anbei auch eine Wasseranalyse dessen was da vom Himmel fällt. So kann man das natürlich nicht im Aquarium verwenden aber da ja immer 50% des Aquariumwassers erhalten bleiben geht es Prima.

    Meine Bewohner:
    48x Rotkopfsalmler
    8x Orangeflossen-Panzerwelse
    2x Blaue Antennenwelse
    ca. 15x Zwergganellen Red-Fire (halte die Mege immer mit Abfischen auf etwa dieser Menge)


    Gruss Sealauncher

    Regenplane.jpg Regenwasser.jpg
     
  2. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Sali Sealauncher

    Für kleine Becken eine echt einfache und pfiffige Lösung :emoji_thumbsup:Danke fürs zeigen.

    Ich selbst betreibe auch eines meiner 300l Becken periodisch mit Regenwasser und sammle übers Dach mit Wasserdieben. Dabei ist wichtig, dass man die erste halbe Stunde wegen der Verunreinigungen des Daches nicht sammelt. Wichtig ist auch, dass es kein Kupferdach oder Kupferrinnen und Rohre sind (wenn doch und schon uralt, zur Sicherheit einen Kupfertest machen) das gesammelte Wasser filtere ich nochmal über Aktivkohle und verwende es erst im Anschluss.

    Gruss Thomas
     
  3. Ändu

    Ändu Moderator

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    Sälü

    Nein, nicht wirklich ;o). Es gibt Gegenden in Deutschland, wo es wohl wirklich schon soweit ist. Aber hier ist das nicht der Fall. Das Leitungswasser hat eine sehr gute Qualität und normalerweise reicht es, wenn es entgast wird und dann ist es bereit fürs Aquarium (sofern die Härte stimmt). Ausgenommen sind natürlich Situationen, in welchen Wasser wegen ausserordentllichen Vorfällen gechlort werden muss.

    Regenwasser birgt auch seine Tücken, siehe Antwort von Thomas. Und es kommt sehr darauf an, ob man in einem Industriegebiet oder auf dem Land oder sogar in den Bergen wohnt. Die Trockenphasen im Sommer werden auch tendentiell immer länger und was macht man dann, wenn man mal notfallmässig einen Wasserwechsel machen muss? Versteh mich nicht falsch, es ist nichts gegen Regenwasser einzuwenden, solange die entsprechenden Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden (Aktivkohle etc.). Aber es ist nicht die ultimative Lösung und man braucht zumindest ein Backup, z.B. in Form einer Umkehrosmoseanlage.

    Gruess, Ändu
     
  4. öpflschnägg

    öpflschnägg

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    Salü zäma,

    Ob das Leitungswasser bei uns heutzutage immer noch «eine sehr gute Qualität» hat, ist Ansichtssache: Wenn z. B. in den Kantonen Bern, Freiburg, Solothurn, Aargau, Zürich und Schaffhausen 72,8%, 40,5%, 47,3%, 48,7%, 49,5%, 60,9% und der beprobten Trinkwasserressourcen mehr krebserregende Chlorothalonil-Abbauprodukte enthalten als erlaubt (oder wenn sie überhaupt solche Produkte enthalten), bin ich nicht der Ansicht, dass man da noch von gut sprechen kann.

    Ganz prinzipiell ist Regenwasser ebenso wenig Regenwasser, wie Leitungswasser Leitungswasser ist: die Stoffe, die wir damit einsammeln variieren je nach Gegend und Jahreszeit. Bei uns spielt z. B. die Vogelpopulation eine auf dem Dach offensichtliche Rolle … Aus reinem Interesse habe ich Wasser aus unserem Regenfass – es stammt von einem 20 m langen Glasvordach, gesammelt über eine verzinkte Regenrinne und eine ebensolche Kette, auch schon auf den Nitritgehalt und den pH-Wert hin untersucht. In vogelschissarmen Zeiten ergibt der Nitrittest denselben Wert wie für unser Leitungswasser: 0,025 mg/l; der pH liegt bei 6,2.

    Beim Nitrit illustriert nur schon der von Sealauncher und der von mir gemessene Wert die krassen Unterschiede von Regenwasser.

    Dazu ist Fisch ja nicht Fisch. Dem einen behagt ein pH von 6, dem anderen nicht. Unser Leitungswasser bekommt (wobei dessen Qualität schwanken kann) unseren AquarienbewohnerInnen bestens, anderen würde es nicht passen. Unser Regenwasser, selbst wenn ich mir zu einer bestimmten Zeit im Jahr einen Jahresvorrat zulegen würde, passte ebenfalls nie für alles, was man in einem Aquarium halten kann.

    Kurz: Unbesehen kann man weder Regenwasser noch Hahnenburger für das Aquarium brauchen, aber Sealauncher geht es ja v. a. um die Vermittlung einer Regenwassersammelinstallation.

    Herzlich, Roman
     

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