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Pantatod buchholzi ist nicht gleich Pantadon buchholzi.

Dieses Thema im Forum "Lektüren / Literatur" wurde erstellt von Alveus, 7. Februar 2022.

  1. Alveus

    Alveus

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    Hallo

    Kürzlich bin ich über eine Studie gestolpert, welche mittels mitochondrialer Genomsequenzierung feststellen konnte, dass sich die Population von Pantadon buchholzi aus dem Kongo sehr stark von der aus dem Niger unterscheidet. So stark, dass man eigentlich von 2 verschiedenen Arten ausgehen sollte!
    Die mitochondriale Genomsquenzierung zeigt eine Abweichung von 15.2%, was eine höhere Abweichung als beim Menschen zum Schimpansen darstellt.
    Was das Forscherteam darauf schliessen lässt, dass sich die beiden Populationen vor über 50 Milionen Jahren genetisch voneinander trennten, morphologisch jedoch identisch blieben.

    Hier der link zu der Studie.

    Gruss, Alveus
     
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  2. öpflschnägg

    öpflschnägg

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    Salü zäma,

    Was nicht verwunderlich ist, macht das Genom der Mitochondrien doch bloss einen kleinen Teil des gesamten Genoms aus.

    Die in letzter Zeit eingerissene ständige Neueinteilung von Lebewesen in Arten, Unterarten oder gar Gattungen inklusive neuer Namensgebung scheint des Öftern eher ein Hobby der damit befassten Forscher als von praktischem Nutzen zu sein, dies um so mehr als es den Artbegriff, also eine einheitliche Definition von Art, eh nicht mehr gibt.

    Herzlich, Roman
     
  3. Alveus

    Alveus

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    Hallo Roman.

    Naja 50 milionen Jahre ist eie gute Zeit um zumindest kleine Morphologische Änderungrn herbeizufüren. Diese Zeitspanne reichte immerhin aus, dass sich aus hundeähnlichen Paarhufern die heutigen Wale entwickelten. ..

    Was wiederum bedeutet, dass der morphologische Bauplan des gemeinsamen Vorfahren der Pantadons so gut war, dass dieser sich in 50 milionen Jahren geologischer und klimatischer Verschiebungen kaum veränderte.

    Inwieweit dieses Wissen für uns Hobbyisten von Nutzen ist, ist eher Spekulation meinerseits.
    Spätestens aber wenn mann eine Nachzucht anstreben möchte, welche durchaus möglich ist, ist es eine nützliche Information.
    Auch könnte es die enorm unterschiedlichen Erfahrungsberemichte bezüglich des Verhaltens erklähren. (Strickte Einzelhaltung bishin zu Schwarmhaltung) was aber reine Spekulation ist. Diese Abweichungen könnten natürlich genau so gut durch unterschiedliche Haltungsbedingungen erklährt werden.

    Aber am Ende ist es vorallem einfach eine Interessante Tatsache.

    Das viele Wissenschaftler/ Taxanomen solche kleine Veröfentlichungen häufig nebenher als "Hobby" betreiben, ist wohl ein offenes Geheimnis. Zwischen reinem Ehrgeiz/Interesse und beiläufigen Erkenntnissen beim recherchieren für eine abdere Veröffentlichung, gibt es viel Raum.

    Aber je mehr ich über diese Thematiken lese, desto mehr wird mit klar, wie vieles wohl noch nicht richtig beschriben sein wird. Und bei den Fischen herscht z.B. im Vergleich zu den Vogelspinnen deutlich weniger "Chaos" .

    Gruss, Alveus.
     
  4. öpflschnägg

    öpflschnägg

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    Salü Alveus,

    Ob genetische Mutationen sich durchsetzen, hängt ja nicht von der Zeit ab, sondern von der Interaktion mit der Umwelt. Da kann es schon passieren, dass die einen Lebewesen sich kaum verändern müssen oder in die gleiche Richtung entwickeln, während andere, die sich in völlig andere Lebensumstände begeben, sich stark wandeln wie die von dir angeführten Wale. Anderseits gibt es Baupläne, die viel weiter in die Vergangenheit zurückreichen als die der genannten Welse und heute noch taugen. (Gegen das Wüten des modernen Menschen auf dem Planeten scheinen leider immer weniger Baupläne bestehen zu können, vielleicht auch unser eigener nicht.)

    Herzlich, Roman
     
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