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Neues Projekt - Nie mehr Wasserwechsel - Das Fensterbankbecken

Dieses Thema im Forum "Haltung: Fische" wurde erstellt von PeterPan, 7. Juli 2020.

  1. PeterPan

    PeterPan

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    Herzlichen Dank für Deine Meinung.

    Was gibt es einfacheres, als nach folgendem Kochrezept in die Aquaristik einzusteigen?
    1. Aquarium besorgen
    2. Benötigte Sandmenge für erforderliche Bodenhöhe berechnen
    3. Kostengünstigen Gewaschenen Sand aus Baumarkt kaufen
    4. Etwas Torf aus Gärtnerei oder Landi besorgen
    5. Erste Lage Sand einfüllen
    6. Torf einbringen
    7. Zweite Lage Sand einfüllen
    8. Blasen Folie auf Sand legen
    9. Wasser einfüllen
    10. Schnellwachsende Pflanzen setzen
    11. Amano Garnelen reinwerfen
    12. Turmdeckelschnecken, Blasen--und Posthornschnecken reinwerfen
    13. Wurzeln und Steine nach Belieben als Deko (kein Plastik oder Harz)
    14. Kleinen AquaEl InnenFilter betreiben zur Klärung des Wassers für 3 Woche
    15. Zeitschaltuhr kaufen
    16. Beleuchtung (840er Röhren) und Filter an Zeitschaltuhr anstecken.
    17. 12 h Betrieb einstellen
    18. 2-3 Wochen warten
    19. Gesellschafts Fische einsetzen
    20. Filter entnehmen
    21. Kleine Pumpe zur Wasserbewegung einsetzen (AquaEl Micro)
    Kostengünstig, problemlos, einfach

    Wo liegt das Problem, mit dem Anfänger nicht klarkommen würden??

    Gruss Peter

    IMG_20200830_151113.jpg IMG_20200830_152801.jpg
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2020
  2. öpflschnägg

    öpflschnägg

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    Salü zäma,

    Ich bezweifle, dass alle Anfänger es Peter jetzt gleich nachmachen müssen, aber als Experiment finde ich seinen Ansatz interessant. Es braucht sicher ein grösseres Interesse am Aquarium als das, ein nettes Möbelstück mit Fischen drin zum Anschauen zu haben.
    Bei uns ist ein 20-l-Aquarium unter noch härteren Bedingungen – ohne Wasserechsel, bloss mit unregelmässigem Auffüllen – 7 Jahre lang bis zur Aufhebung gut gelaufen, allerdings bloss mit Schnecken und ein paar wenigen Garnelen (zu wenigen Garnelen wohl, die sind uns im siebten Jahr ausgestorben. Gefüttert wurde nicht, die Tiere mussten sich vom Grünzeugs ernähren. Wiederholung für die, welche nicht die ganze Diskussion zum Thema gelesen haben.)
    Der wichtigste veränderliche Parameter wird meiner Meinung nach die Art und Stärke des Besatzes sein. Da es sich um ein Experiment handelt, gehört die Überwachung der Wasserparameter mittels Messungen dazu, bis man sicher ist, dass die Sache läuft wie gewünscht.
    Ich habe mich schon gefragt, ob man anstelle der handelsüblichen Filter nicht nicht einfach den Bodengrund als Filter nutzen könnte, vielleicht mit Kies- und Sandschichten, indem man eine Röhre darin verlegt und zur Wasserpumpe führt.

    Herzlich, Roman
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2020
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  3. Thomas Hürlimann

    Thomas Hürlimann

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    Hallo Roman

    Das gibt es doch schon seit Jahren. Bodenfilter mit Kies, funzt aber nicht mit Sand

    Gruss
    Thomas
     
  4. Basil Boesch

    Basil Boesch Moderator

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    Hallo zusammen

    Ich schliesse mich meinen Vorschreibern an: Als Experiment sicherlich zu einem gewissen Grad interessant (auch wenn die einzelnen Konzepte wie "Altwasserbecken" oder "filterloses Becken" ja grundsätzlich gut bekannt sind und mir daher nicht ganz klar geworden ist was dieses Experiment eigentlich beweisen will), aber als Empfehlung halte ich ebenfalls nicht viel davon.

    OK, wenn man sich strikt an die Gegenwartsform hält, dann mag das stimmen. Aber das "WhiteSands" hatte ja kürzlich ein Nitritproblem, dessen Ursache meines Wissens noch nicht bekannt ist.
    Also von "bewährt" würde ich persönlich etwa nach einem Jahr sprechen, aber das ist natürlich Ansichtssache.

    Also falls Du damit auf die Platzersparnis anspielst, dann erlaube mir dass ich leicht schmunzle. Kein Filter auf dieser Welt nimmt so viel Wasservolumen weg wie diese riesige Sandschicht. ;)

    Für mich nicht ganz logisch. Was hat hartes Wasser mit wenig Wasserwechsel zu tun? In Altwasserbecken ist ja der Leitwert tendenziell höher als in Frischwasserbecken, da alle eingebrachten Nährstoffe (z.B. durch Futter) im Wasser verbleiben und nicht entfernt werden.

    Du meinst so was wie ein Bodenfilter? Eigentlich auch ein altbekanntes Prinzip, aber es bedingt halt eine gewisse Korngrösse des Bodengrundes und eine aktive Durchströmung des Bodens, dann funktioniert das gut. [EDIT: @Thomas Hürlimann war schneller]
    Dass hingegen eine dicke Sandschicht (die nicht aktiv durchströmt wird und aufgrund der Korngrösse wohl auch keine nennenswerte Wasserzirkulation ermöglicht) viel zur Filterleistung beiträgt, wage ich weiterhin zu bezweifeln.

    Und @PeterPan welche Vorteile versprichst Du Dir von einer möglichen Denitrifikation? Wenn das Becken relativ stark bepflanzt ist und Du zudem auf Wasserwechsel verzichtest, gehe ich davon aus dass Du sowieso eher Nitratmangel als -überschuss haben wirst.

    Griessli, Basil
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2020
  5. PeterPan

    PeterPan

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    Das Whitesands ist kein Highsoil.
    Es steht als Beispiel für ein LowTech LowSoil Becken mit Wasserwechsel Zyklen von 1-2 Monaten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2020
  6. PeterPan

    PeterPan

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    Einfach weiterdenken: Wenn eine Osmoseanlage anstatt jede Woche nur alle paar Monate benötigt wird, weil nun ein Dirty Highsoil verwendet wird?
     
  7. PeterPan

    PeterPan

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    Man muss keinen grossen Aussen Filter mehr haben. Keine Anschaffung, keine Schläuche, keine Reinigung, kein Verstopfen, kein Müll, weniger Invest und Plastik.
     
  8. PeterPan

    PeterPan

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    Kein Nitrit bzw. Unter 0,1.
    Einen funktionierenden Stickstoffkreislauf ausschliesslich im Aquarium. Ein stabiles Aquarium mit keinem WW/sehr langen WW Zyklen.
     
  9. Basil Boesch

    Basil Boesch Moderator

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    Das mag alles sein, aber mein Kommentar war nur eine Reaktion auf Deine Aussage, keines Deiner Becken hätte ein Nitritproblem. Das stimmt eben nur als Momentaufnahme und nicht mit Blick auf die letzten paar Tage (oder Wochen), und ist unabängig davon nach welchem System die Becken betrieben werden.

    Für alle paar Monate Wasserwechsel extra eine Osmoseanlage anschaffen, obwohl der Leitwert dazwischen immer wieder deutlich in die Höhe geht? Und es stecken wohl auch nicht alle Fische solche Schwankungen problemlos weg. Natürlich kann man das machen wenn man weiss was man tut (und das traue ich Dir zu), nur ist das meiner Meinung nach eben auch nicht unbedingt ein anfängerfreundliches Konzept.

    War ja auch nie die Rede von einem grossen Aussenfilter. Ein einfacher Klotzfilter aus einem grossen Stück Filtermatte reicht ja problemlos. Restmattenstücke hat doch fast jeder Aquarianer sowieso zu Hause herumliegen (oder man bekommt sie aus dem Bekanntenkreis praktisch gratis), da einen Luftheber reinstecken oder Deine Pumpe die Du ja für die Wasserbewegung sowieso einsetzt, und gut ist. Wahrscheinlich auch nicht teurer als Dein Sandhaufen. ;)

    Kein Nitrit? Durch Denitrifikation? Also langsam verstehe ich die Sache nicht mehr... wie soll das funktionieren?

    Griessli, Basil
     
  10. PeterPan

    PeterPan

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    Hallo allerseits..

    Ich freue mich über die rege Anteilnahme und kritische Diskussion.

    Und ich bin nicht der Einzige, der mit Highsoil bzw. Dirty Highsoil in Kombination mit Pflanzenaquarien arbeitet.

    Diana Walstad "Das bepflanzte Aquarium"

    Sie arbeitet mit 3-4 cm Blumenerde und darauf 3-4 cm Sand mit einer Körnung von 2-4 mm.
    Ausserdem setzt sie auf viele verschiedene schnellwachsende Pflanzen, um das Algenwachstum zu unterdrücken.

    Zu Wasserwechsel: (Seite 216 inder 8. (!) Auflage)

    In einem gut eingefahrenen Aquarium sollten häufige Wasserwechsel nicht erforderlich sein. Ich wechsle normalerweise 50% des Wassers alle sechs Monate. Nur bei Schwierigkeiten auch häufiger.

    Filter und Wasserbewegung (gleiche Seite)

    Aquarien mit Erde im Bodengrund und kräftigem Pflanzenwuchs entfernen alles Ammonium, so dass eine starke biologische Filterung nicht nötig ist. Früher habe ich verschiedene Aussenfilter verwendet oder einfach nur Kreiselpumpen ins Aquarium eingesetzt, die lediglich das Wasser bewegen.
    ...
    Derzeit verwende ich Kreiselpumpen mit eingesetzten Filterpratonen als Innenfilter. Sie sind preisgünstig, können leicht gereinigt werden und ein Verlegen von Schläuchen außerhalb des Aquariums ist nicht erforderlich.
    ...
    Wie jeder mechanische Filter setzen Sie sich leicht zu. Deshalb bevorzuge ich groben Filterschaumstoff.

    • Anstatt Erde verwende ich eine Lage Torf.
    • Innenfilter verwende ich nur während der Einfahrphase bis zu 3 Wochen.
    • Auch bei der Lichtfarbe empfiehlt sie "GE Cool White", was Lichtfarbe 840 entspricht.
    • Ebenso stehen viele ihrer Becken am Fenster und die Pflanzen erfreuen sich am Tageslicht. Keine Algenblüte vorhanden.
    IMG_20200830_195125.jpg IMG_20200830_195048.jpg

    Gruss Peter
     
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  11. kamel78

    kamel78

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    WARUM nur sollten anfänger so vorgehen? warum zum teufel den filter entnehmen, der gerade eingelaufen ist und dann gegen eine pumpe ersetzen (die genau gleich viel technik ist und genau gleich viel strom zieht)? und dadurch ein unnötiges risiko eingehen? das ist doch total sinnlos. du gibts hier sogar den besatz, die beleuchtung (840er röhren) und den marken des filters (aquael) vor.

    deine projekte sind interessant, das streite ich nicht ab. ich betreibe ja selbst filterlose becken (aber mit regelmässsigen wasserwechsel) - würde aber niemals auf die idee kommen, dies einem anfänger empfehlen zu wollen.

    für anfänger erachte ich das genauso unsinnig wie z.B die andere diskussion warum jetzt tanganjika becken nicht für anfänger geeignet sein sollen. es hat alles so etwas religiös fundamentales und deshalb mag ich solche posts einfach nicht. warum kannst du nicht einfach ein projekt vorstellen, oder posts in anderen themen abgeben, ohne es immer gleich als die einzig richtig wahrheit verkaufen zu wollen. sorry, aber mich nervt das und ich wollte das jetzt auch mal los werden. ich weiss, das ist mein problem...

    grüsse,
    samuel

    PS und auf torf sollte man aus umweltschutzgründen sowieso verzichten - dann aber im gegenzug am plastik (müll) herummokieren... meine güte... udn was soll die "blasenfolie" (aus plastik?) zwischen den sandschichten... ach egal, lassen wirs...
     
  12. PeterPan

    PeterPan

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    Eieiei.. Die Messung im Whitesands war nach 4 Wochen immer noch im grünen Bereich.
    --> grüner Bereich ist KEIN "Nitritproblem"

    Also ich würde es als vorteilhaft ansehen, wenn ich anstatt jede Woche nur noch alle paar Monate einen Wasserwechsel machen müsste. Du nicht?
    Und das nur mit "etwas mehr Sand" und "etwas Torf" und vielen schnellwachsenden Pflanzen? Keine grosse Ausgabe! Ohne Chemie und Plastik!
    Also ich fände das echt toll!!

    Lass und doch mal weiterspinnen.
    Da gibt es Leute, die haben Fische, die mögen keine Pflanzen.

    Lösung:
    • Ein zweites Aquarium mit Dirty Highsoil und vielen schnellwachsenden Pflanzen.
    • Die beiden Becken werden durch Eine Kreiselpumpe und einen Überlauf verbunden.
    • Man könnte sogar Arten von zwei Verschiedenen Kontinenten nebeneinander Pflegen.
    • Das zweite Becken dient als Reiniger für das erste.
    Oder man teilt ein tiefes Becken der Länge nach mit einer durchsichtigen Glasscheibe. 3/4tel vorne als Spezies Becken. 1/4tel hinten als "Filterbecken.
    • Vorne die Spezies, die keine Pflanzen verträgt.
    • Hinten Dirty Highsoil mit schnellwachsenden Pflanzen.
    • Links eine Pumpe, die das Wasser vorne nach hinten befördert
    • Rechts der Überlauf.
    • So spart man den Grossen Kübelfilter.
    • Und man hat eine lebendige grüne Rückwand.
    Gruss Peter
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2020
  13. PeterPan

    PeterPan

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    Hallo Samuel..

    höchst interessant, wie meine Texte bei Dir ankommen.

    Also, ein Forum ist auch dazu da unterschiedliche Ansichten zu diskutieren. Den einzigen richtigen Weg gibt es nicht. Auch nicht in der Aquaristik. Und ich masse mir nicht an, den Weg zu kennen oder gar verbreiten zu wollen.

    Fakt ist aber, dass es durchaus Wege gibt, die einfach zu beschreiten sind. Ich zeige hier einen Weg abseits des üblichen Mainstreams nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch auf. Und natürlich hat jeder der Lesenden die Wahl, ob er es interessant findet oder nicht.

    Wenn ich beschreibe, welche Lichtfarbe oder welchen Filter ich verwende, so ist das keine Vorschrift, sondern stellt lediglich fest, was ich verwende, um mein gesteckte Ziel zu erreichen. Auch den Sand oder den Torf kann man kaufen, wo man will.

    Zum Torf: Natürlich kenne ich die Situation und die Diskussionen darüber. Ich bin ja nicht vom Mond. Nach einer Diskussion mit einem befreundeten Gärtner kann ich seine Auskunft weitergeben: Die Vorschriften zum Abbau in Norddeutschland sind so hoch, dass man sicher keinen Torf aus "krimineller Quelle" oder Raubbau erhält. Ich selbst wollte Blumenerde von ihm verwenden. Er hat mir aber zu Torf geraten aus verschiedenen positiven Gründen betreffend Süsswasseraquarium.

    Dünger in Blumenerde, südamerikanischer Salmler und Zwergbuntbarsche mögen weiches und huminstoffreiches Wasser. Torf wirkt als schwach saurer Kationentauscher. Torf beseitigt die an Hydrogenkarbonat gebundenen Härtebildner und beseitigt auf diese Weise praktisch Karbonathärte. Gleichzeitig wird die Gesamthärte gesenkt.

    Alternativ kann ja auch ungedüngte Blumenerde verwendet werden nach Diana Walstad.

    Zur Blöderlefolie: Diese habe ich auf den Sand gelegt, damit beim Befüllen mit Wasser eben der Sand nicht aufgewirbelt wird. Aber vielleicht kennst Du das ja selbst oder hast es schon mal gesehen. Ob man ne Folie nimmt oder was anderes bleibt dem Einzelnen freigestellt.

    Gruss Peter
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2020
  14. kamel78

    kamel78

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    sali peter,

    ich bin froh, das von dir zu lesen!

    also, die blöterlifolie kommt wieder raus aus dem becken - ich versteh das nicht so ganz?
    wenn ich ein becken neu richte mache ich immer erst etwas wasser ins becken. dann schütte ich den sand rein, welchen ich mit einem pfannenwender "in form" bringe. danach wird eingerichtet und das becken befüllt --> entweder vorsichtig und langsam damit nichts verwirbelt... und falls doch, kommt wieder der pfannenwender zum einsatz.

    zum torf: da kann man sicher lange drüber diskutieren - für mich klingt nachhaltiger torf so ähnlich wie palmöl aus nachhaltigem anbau - aber das muss jeder für sich wissen, va weil du ja sagst, dass es alternativen gibt. aber ich will da jetzt auch keine ökofundamentale diskussion starten ;)

    grüsse,
    samuel
     
  15. Basil Boesch

    Basil Boesch Moderator

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    Hallo Peter

    Danke für den Auszug aus dem Buch. Das bestätigt nämlich meine Meinung bzw. Erfahrung. :D

    Mit einem sehr ähnlichen Bodenaufbau halte ich eine grosse Echinodorus in meinem Erdfresserbecken. Die Fische brauchen feinen Sand und würden zudem Pflanzen mit der Zeit ausbuddeln. Also habe ich einen Blumentopf aus Ton genommen, etwas Sand rein, eine Schicht Teicherde und obendrauf Kies (das Ganze noch mit ein paar grossen Steinen abgedeckt, damit die Fische nicht drankommen). Die Pflanze wächst wie blöd. ;)
    Aber eben: Wie ich oben geschrieben habe Kies, da darin (im Gegensatz zu Sand) eine gewisse Wasserzirkulation möglich ist. Und wenn Diana Walstad von einer Körnung von 2-4 mm schreibt, dann ist das eben auch ganz klar Kies und kein Sand. Zweitens Erde und kein Torf, da Erde mehr Nährstoffe enthält.

    Also nochmals das was ich geschrieben habe: Ein Stück Filterschaumstoff (darf gerne der grobe sein), eine Kreiselpumpe oder einen Luftheber rein und fertig. Ein solcher selbstgebastelter Klotzfilter mit zwei grossen Schaumstoffklötzen läuft in meinem besagten Becken ebenfalls.

    "Grüner Bereich" bzw. "Nitritproblem" ist einfach eine Definitionsfrage. Für mich ist es bereits dann ein "Problem", wenn Nitrit nachweisbar ist, und damals auf Deinem Bild war ja die Messung schon deutlich oranger als bei den anderen beiden Becken. "Problem" muss nicht zwingend heissen dass die Fische Schaden nehmen, aber es zeigt einfach dass die Filterbakterien nicht so tun wie sie sollten, denn sonst wäre kein Nitrit messbar.

    Ich würde das vor allem nie so verallgemeinern. Klar wäre es schön wenn es ein System gäbe, dass in jeder Konstellation einen regelmässigen Wasserwechsel mit allen seinen Aspekten (Entfernung von überschüssigen Nährstoffen, Zufuhr von verbrauchten Nährstoffen und Spurenelementen, Reduktion der Keimzahl, konstanter Leitwert, etc.) ersetzt. Aber das gibt es nun mal nicht, sondern wenn man ein Altwasserbecken betreiben will, dann muss man gewisse Randbedingungen beachten. Wenn ich die Fischart X halten will, die z.B. viel frisst, entsprechend viel Dreck macht und nicht mit Pflanzen kompatibel ist, dann nehme ich einen wöchenlichen Wasserwechsel gerne in Kauf. Wenn ich die Fischart Y halten will, die sich gut mit einem Altwasserbecken verträgt, weil sie sowieso viele Pflanzen braucht und wenig Futter, dann bin ich natürlich froh dass ich mir den Wasserwechsel ersparen kann. Kurz gesagt, ich richte das Becken primär auf die gewünschte Fischart aus und nicht auf die Vermeidung von Wasserwechseln.

    Was hat jetzt "Chemie" mit dem Thema Wasserwechsel zu tun?! Gar nichts, oder?
    Und beim Thema "Plastik" finde ich - wenn man die Menge Plastik betrachtet die täglich weggeschmissen wird - einen Aquarienfilter mit einer Lebensdauer von sagen wir mal 10 Jahren (bei mir gerne auch mal 20) ehrlich gesagt vernachlässigbar.

    Ich zitiere jetzt nicht alle Deine Vorschläge. Die klingen ja alle durchaus interessant, aber spätestens wenn es um Abtrennungen, Filterbecken im Becken und Überläufe geht, willst Du mir doch hoffentlich nicht ernsthaft weismachen dass das einfacher und pflegeleichter wäre als ein einfacher Klotzfilter?!

    Das ist alles richtig, nur hast Du diese Effekte nicht mehr, wenn Du den Torf unter einer Sandschicht begräbst und so den Kontakt mit dem Aquarienwasser (praktisch) unterbindest.

    So wie ich das verstanden habe, geht es nur darum, beim Einfüllen den Sand nicht aufzuwirbeln. Also der Effekt für den man sonst meist einen flachen Teller o.ä. verwendet. ;)

    Griessli, Basil
     
  16. PeterPan

    PeterPan

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    Hey Basil..

    ... Als ein Aussen Filter allemal.

    Die von mir genannten Alternativen sind deutlich pflegeleichter (und schöner), als jeder Aussenfilter. Ab und zu mal Pflanzen auslichten. Sonst nix. Und ich spreche hauptsächlich in diesem Thread vom Verzicht auf jegliche Filter. Erst recht diese riesen Aussentöpfe. Gründe dafür sind aber in erster Linie Mikrobakteriell. In zweiter Linie ästethisch. 3. Rein Praktisch. Es gibt absolut nur ausschliesslich Vorteile durch die Methode "gar kein Filter".

    Und wenn Du mit "Klotzfilter" diese Filtermatten-Blubberdinger meinst. Die muss man dann auch nicht mehr hinter irgendwas verstecken, weil die so hässlich sind. Und ne Membranpumpe auch nicht.

    Lass uns mal rausfinden, wie sich die Methoden beim 240 Liter Becken bewähren. In 3 Wochen wissen wir mehr.

    Heute hab ich übrigens bei der Messe in Glattbrugg 3 Wurzeln gekauft. Eine ist im Whitesands, eine auf Reserve, eine eben im HighSoilTank.
    IMG_20200830_151113.jpg IMG_20200830_151133.jpg IMG_20200830_152801.jpg
    PS: Das Fensterbankbecken funktioniert übrigens immer noch. Soll ich wieder mal messen?

    Gruss Peter
     
  17. kamel78

    kamel78

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    salü peter - über aussenfilter kann man sicherlich diskutieren; die meinungen ob man sie mag oder nicht gehen da ja weit auseinander (bei schildkrötenbecken z.B schwören viele leute auf diese dinger - aber darum gehts hier ja nicht;) ) ich mag sie übrigens auch nicht :)
    aber es gibt ja auch innenfilter - z.B als kammerversion, als eingehängter kasten oder fixer einbau. aber wenn du dich aussliesslich auf die aussenfilter fokussierst, dann stimmt deine obige aussage so :p

    das sind eben so die aussagen, die ich in einem der vorherigen posts mit "fundamental, einzig richtige wahrheit" gemeint habe...

    grüsse,
    samuel
     
  18. PeterPan

    PeterPan

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    Das freut doch. Drei Leute eine Meinung. Unfassbar. Ja, ich hab 0-4mm Sand. Ce la vie. Es funktioniert im Fensterbankbecken. Sie schreibt auch, dass feinerer Sand keine Verbesserung bringt. Aber eben auch keine Verschlechterung.

    Ich nehme Torf aus den genannten hoffentlich verständlichen Gründen. Es steht jedem frei Blumenerde zu nehmen. No Prob.

    Lieber Basil, das Thema "Verallgemeinern" hatten wir jetzt in diesem Beitrag so oft. Es geht um Pflanzenaquarien. Und Gesellschaftsbecken. Typisch für Anfänger eben. Von Anfang an. Da fallen xyz Arten schon mal weg. Erdfresser zum Beispiel. Diverse Barsche. Haie, Koi. Der Rest von Deinem Text baut auf Deine Fehlannahme auf. Sorry. :)

    Und was ist bitte "Altwasser"? Was wird denn biologisch oder physikalisch "alt" über die Zeit bei Wasser? H2O kann alt werden? Solange die Wasserqualität durch die Methoden sehr gut bleiben, passt es.

    Und wenn Du mir ne Fischart sagst, bei der Du es ausprobieren möchtest, dann finden wir mit ziemlicher Sicherheit ne Highsoil Pflanzenbecken Filter Lösung. :)

    Mit Chemie meine ich die vielen Mittelchen, die es für jedes Zipperlein und jede Lebenslage im Aquaristik laden um die Ecke gibt. Regaleweise! Braucht es nicht. Echt. Wirklich. Nicht zum Anfangen mit der Aquaristik.

    Plastik: Schau Dir doch mal so ein Aquarien Set an. Plastik, alles Plastik. Und Deiner Argumentation "Es hat soviel, da fällt des ned auf" ist äußerst schwach. Es sei denn Du benutzt einen Gebrauchten Filter, dann ist es nachhaltig, weil keine neuen Rohstoffe benötigt werden.

    Wir müssen weg vom Plastik. Man kann sich nicht gleichzeitig Tierschützer nennen, wenn man Aquarienfische pflegt und gleichzeitig Unmengen an Plastik ins Aquarium reinstecken. Plastikpflanzen, Totenköpfe, Piratenschiffe, Plastikwelsröhren, Plastikschläuche, so ein Eheim Filter besteht zu 98% aus Plastik. Filtermaterial ist aus Plastik. Löst sich auf. Mikroplastik. Weichmacher, Verringerte Fruchtbarkeit. Nachhaltigkeit fängt im Wohnzimmer an.

    Wenn man nun nach einer Methode die Aquaristik betreibt, bei der man weder Mittelchen noch Plastikaussenfilter samt Plastikschläuche zusätzlich kaufen muss, dann ist das meiner Meinung nach nachhaltig.

    Da bin ich anderer Meinung. Im Fensterbankbecken scheint es zu funktionieren. Mal sehen, wie es sich im HighSoilTank entwickelt.

    Kann man. Klar. Kann jeder machen, wie er es für richtig hält.

    Gruss und gute Nacht
    Peter
     
  19. PeterPan

    PeterPan

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    Hallo Samuel..

    Ich kenne ein Projekt, bei dem hinter einem Schildkrötenbecken ein Highsoil Pflanzenbecken als biologischer Filter läuft.

    Ich sehe trotzdem nur Vorteile in der No Filter Lösung. Ob das nun das einzig Wahre ist? Keine Ahnung. Ich finds gut. Ich probiere das jetzt am 2. Projekt aus. Beim 1. hat es nur Vorteile keinen Filter zu haben (durch die entsprechenden Methoden). Wo liegt das Problem?

    Etz aber Feierabend Ihr Eulen
    Gruss Peter
     
  20. öpflschnägg

    öpflschnägg

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    Salü zäma,
    Das gehört jetzt zwar nicht zu Peters Problemen, aber weil oben gefragt worden ist: die angebotenen Sets meine ich nicht, sondern wie gesagt bloss Röhren, Kies und eventuell Sand (für den Fall, dass solcher an der Oberfläche erwünscht ist). Da ich einen zig Jahre alten Kiesboden (≈5–10 mm Körnung) täglich vor Augen habe, frage ich mich, was dessen Vermulmung und Belebung für Auswirkungen hat (Leistung der Pumpe; Dimensionierung des Bodengrunds [braucht es zusätzlich Sinterglaskügelchen o. Ä.?]; Dreckkreislauf im Becken).
    Herzlich, Roman
     

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