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Mastacembelus erythrotaenia (Feuerstachelaal)

Dieses Thema im Forum "Asien" wurde erstellt von Zigermandli, 3. Oktober 2016.

  1. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Mastacembelus erythrotaenia

    Deutsche Bezeichnungen:
    Feuerstachelaal, Feueraal

    Eine tolle Art aus Südostasien bei der anhand der Zeichnung und Färbung sofort klar wird warum sie als Feuerstachelaale bezeichnet werden. Leider landen Feuerstachelaale öfters mal mit 10cm im Verkauf und dank ihrer schönen Färbung und aussergewöhnlichen Form immer wieder in zu kleinen Aquarien. Denn auch wenn sie anfangs niedlich aussehen, wachsen sie schnell mal auf 40cm (100cm Endgrösse !) heran und werden zu erfolgreichen Jägern, die in der Nacht auf Jagd gehen und alles fressen was ins Maul passt ! Spätestens dann werden sie an den nächst besten weiterverkauft.

    Die Tiere sind sehr beliebt, da sie eine Beziehung zum Pfleger aufbauen und dann leicht von Hand gefüttert werden können.

    [​IMG]

    Herkunft / Vorkommen :
    In langsam fliessenden Flüssen und Überschwemmungsgebieten sowie im Brackwasser in Laos, Vietnam, Kambotscha, Thailand, Malaysia und Indonesien.

    Grösse und Wachstum:
    Bis 100cm (Mein grösstes Tier aktuell bei 65cm) sie wachsen sehr schnell auf 30cm heran und wachsen recht zügig 2-3 Jahre auf gut 40-50cm heran ehe sich das Längenwachstum verlangsamt und sie erst an Masse zulegen. Ich schätze es dauert rund 10 Jahre bis sie den Bereich 80-100cm erreichen.

    Aquariengrösse:
    Ab 700 L bis zu 50cm für eine dauerhafte Haltung 1200L+ besonders bei einer Gruppe

    [youtube]QtacmUHlWAA[/youtube]



    Ernährung: Omnivor
    Es werden sehr gerne Shrimps, Stinte Fischfetzen, Muscheln etc. angenommen. Auf Inseckten und anderes Anflugfutter reagieren meine Tiere wenig interessiert. Ein intensive Geruch scheint die Fresslust zu steigern. Trockenfutter nehmen meine Tiere nicht an. Gute Erfahrungen habe ich mit abwechslungsreicher Kost wie Fischfetzen oder ganzen Fischen, Filet, grobem wie feinem Krill, Meeresfrüchtemix und ab und an ein paar Regenwürmern gemacht.

    Mückenlarven werden nicht empfohlen, da man die Fütterung von Müla's mit einer Hautkrankheit, die sich mit weissen Flecken und Läsionen äussert, in Verbindung bringt.

    Täglich mehrere kleine Portionen bis zu einer Grösse von 35cm und im Anschluss 2-5 Fütterungen pro Woche sind meiner Meinung nach ausreichend.

    Wasserwerte:
    Die Haltungsparameter sind sehr umstritten, da die Tiere unterschiedliche Verbreitungsgebiete haben und sowohl im Brack- als auch im Süsswasser vorkommen.

    Ich halte sie in eher weichem Wasser KH3-4 mit guter Durchlüftung sowie gelegentlich leichter Salzzugabe um Hauterkrankungen vorzubeugen.

    Temperatur:
    24-28°

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    Haltung:
    Ich denke wichtiger als die Wasserparameter ist bei dieser Art die richtige Einrichtung und Struckturierung des Beckens. Viele Verstecke wo sich die Tiere komplett zurückziehen können sind sehr wichtig. Ich verwende dazu braune PVC röhren (1-2 Röhren pro Tier) die ich mit reichlich Holz abdecke die zusätzliche Unterschlüpfe bilden. Bepflanzung ist auch hilfreich und wird vorallem von jüngeren Tieren gerne als Versteck genutzt. Als Bodengrund ist Sand unerlässlich, da sich die Tiere auch mal gerne einbuddeln und sich bei Kies oder scharfkantigem Sand (zB. Basalt) verletzen können.

    Beim Licht empfehle ich eigentlich generell so wenig wie möglich ;-) ich weiss manche Pflanzen sind da eher Lichthungrig aber da gibt es lösungen und aquascapingbecken eignen sich sowieso nicht für diese Art ;-)

    Das Becken muss komplett abgedeckt sein, da die Stachis jedes Schlupfloch erkunden und dann auf dem tockenen landen.

    Die Tiere können gut in Gruppen gehalten werden, sofern genug Platz und Verstecke vorhanden sind. Ich halte eine Gruppe von drei Tieren 25-60cm in 2000Litern. Gelegentlich gibt es zankereien um die besten Liegeplätze, die jedoch nur selten zu Verletzungen führen.

    Als Beifische eignen sich grosse oder hochrückige Arten die nicht zu territorial sind. Ich halte sie zusammen mit einer Gruppe Datnioides undecimradiatus.

    Beim Handling der Tiere sollte man sich besonders bei grossen Tieren vor den Rückenstrahlen in Acht nehmen. Habe da selbst blutige Erfahrungen gemacht ! Am leichtesten und sichersten lassen sich die Tiere direkt in Ihren Röhren umsetzen.

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    Soweit mal zu meinen Erfahrungen: Wird fortgesetzt ................


    Edit 02.11.2016: Zwei zusätzliche fotos hinzugefügt / empfohlene Beckengrösse angepasst
    Edit 15.12.2016: Grösse und Wachstum ergänzt / Video von meinem Becken verlinkt
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. April 2017
  2. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Auf diesem Bild kann man gut erkennen woher der Name stammt. Die Stacheln auf dem Rücken sind unheimlich spitz und hinterlassen echt fiese Wunden (selbst aus recht schmerzlicher Erfahrungen gelernt)


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    Was für ein schönes Tier :smile:


    Gruss Thomas
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22. Dezember 2016
    Taxi gefällt das.
  3. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Mal wieder ein aktuelles Bild

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    schätze mein grösstes Tier mittlerweile auf knappe 80cm.

    Gruss thomas
     

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