1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Kann man diese Zusammensetztung gebrauchen?

Dieses Thema im Forum "Haltung: Fische" wurde erstellt von .michael, 8. Februar 2012.

Schlagworte:
  1. .michael

    .michael

    Registriert seit:
    8. Februar 2012
    Beiträge:
    72
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niederglatt, Zürich
    Hallo zusammen

    Ich übernehme ein AQ von einem Cousin. Er hat schon 4 Beilbäuche, 5 oder 6 Blaue Neons und 2 Panzerwelse.

    Ich möchte den Bestand aufstocken mit 2 weiteren Beilbäuchen, 7 Rotkopfsalmler, 5 Otocinclus und noch 3 Amano-Garnelen.

    Vertragen sich diese Arten gut? Und welches Bodensubstrat ist am besten für die Welse, Otos und Amanos geeigent?

    Danke Viel Mal für die Hilfe (bin totaler Anfänger!!^^)

    gruss
     
  2. Basil Boesch

    Basil Boesch Moderator

    Registriert seit:
    9. Februar 2003
    Beiträge:
    7.854
    Zustimmungen:
    98
    Ort:
    Region Basel
    Hallo Michael

    Bei einem Salmler- und Welsbecken ist die Verträglichkeit der Arten untereinander in der Regel (jedenfalls in Deinem Fall) kein Problem. Daher würde das schon klappen. Allerdings sind die meisten Arten doch ausgesprochene Gruppen- bis Schwarmfische, daher wäre allenfalls zu überlegen, die vorhandenen Arten noch mehr aufzustocken anstatt zusätzlich neue Arten einzusetzen. Oder alternativ die eine oder andere bisherige Art abzugeben (-> Kleinanzeigen), wenn das nicht Deine Wunschfische sind, und dann neue einzusetzen.

    Wie gross ist das Becken überhaupt?

    Ideal wäre beispielsweise 8-10 Beilbäuche, 10-15 Blaue Neons (oder eben diese abgeben und dafür 10-15 Rotkopfsalmler) und 6-10 Panzerwelse, wenn die Beckengrösse das hergibt. Mit Amanogarnelen kenne ich mich nicht aus, aber die würden bestimmt auch noch Platz finden. ;-) Otocinclus sind eher heikel, da wäre ich als Anfänger etwas vorsichtig.

    Bodengrund: Für die Panzerwelse feiner (Quarz-)Sand. Den andern Arten ist es egal.(*)

    Dann sei noch die Frage nach den Wasserwerten erlaubt, d.h. kannst Du den Fischen das erforderliche Weichwasser bieten (das sind eigentlich alles Weichwasser-Arten (*)), oder arbeitest Du mit Leitungswasser? Im letzteren Fall wäre der Besatz generell nicht ideal (*). Da wäre dann die Frage, willst Du eine Umkehrosmoseanlage (UOA) anschaffen um Weichwasser herstellen zu können, oder lieber komplett auf Arten umsteigen, die härteres Wasser vertragen.

    Griessli, Basil

    (*) Für die Amano-Garnelen möchte ich keine Aussage machen, da wie gesagt keine Erfahrung damit.
     
  3. .michael

    .michael

    Registriert seit:
    8. Februar 2012
    Beiträge:
    72
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niederglatt, Zürich
    vielen dank für die rasche Antwort! :)

    Es ist leider ein kleines 60l Becken..

    Leider habe ich keine Ahnung von dem Weichwasser-Zeugs. Aber im Wasser in dem die Fische jetzt sind, leben sie nicht schlecht. Der Transport wird so von statten gehen: Wir packen die Fische ab, nehmen einige Liter Wasser (wegen den Bakterien und klein Tieren) in Flaschen, und ich werde dann bei mir halt einen zimlich starken Wasserwechsel vornehmen müssen. Aber ich denke schon das dass die Fische durchstehen. (Y) ;)

    --> oder welche Massnahmen könnte ich treffen, dass das Wasser schnell 'Weich' wird?
     
  4. .michael

    .michael

    Registriert seit:
    8. Februar 2012
    Beiträge:
    72
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niederglatt, Zürich
    was ist der Unterschied von Hartem und Weichem Wasser?
     
  5. Basil Boesch

    Basil Boesch Moderator

    Registriert seit:
    9. Februar 2003
    Beiträge:
    7.854
    Zustimmungen:
    98
    Ort:
    Region Basel
    Hallo Michael

    Hmm... das ist meiner Meinung nach schon ziemlich grenzwertig. :-?
    Die Anzahl Fische kann man zwar anpassen und die Arten sind zwar teilweise klein, aber schwimmfreudig sind sie halt trotzdem (insbesondere Salmler) und daher wäre mehr Platz schon nicht schlecht...

    Das Problem ist, man kann ihnen zwar vielleicht lange kein Unwohlsein anmerken, aber wenn sie krank werden oder einfach deutlich kürzer leben als normal, dann kommt die Erkenntnis, dass vielleicht das Wasser nicht ideal war, leider zu spät.

    Das Wasser spielt in diesem Zusammenhang keine grosse Rolle, aber einen Teil davon mitzunehmen schadet natürlich trotzdem nicht. Die lebenswichtigen Bakterien sitzen aber im Filter. Daher ist es sehr wichtig, dass der Filter beim Transport nicht austrocknet und nicht zu lange stillsteht (Sauerstoffversorgung für die Bakterien). Heisst, möglichst als letztes ausschalten und am neuen Ort sofort wieder in Betrieb nehmen. Das kann auch an/in einem Eimer Wasser sein, bis das Aquarium bereit ist.

    Bestehendes Wasser bekommt man kaum wirklich weich (allenfalls mit genügend Torf). Lass Dir als nicht von einem Händler irgendwelche Mittelchen wie "KH Minus" oder so aufschwatzen.
    Weiches Wasser im Aquarium erhält man dadurch, dass man weiches Frischwasser zuführt. Und dieses wird eben durch eine UOA oder einen Vollentsalzer hergestellt. Bei einem so kleinen Becken gibt es theoretisch noch die Möglichkeit, demineralisiertes Wasser in Flaschen/Kanistern zu kaufen (Migros, Coop, Baumarkt, etc.), aber mir persönlich würde das sehr schnell verleiden.

    In der Regel kennt man das vom Haushalt (Waschmaschine, Bügeleisen, etc.): Hartes Wasser enthält viel Kalk und andere gelöste Stoffe, weiches nur wenig davon. Die von Dir erwähnten Fische (wie praktisch alle aus Südamerika) sind halt an das Leben in weichem Wasser angepasst, währenddem in der Schweiz das Leitungswasser in vielen Regionen hart ist.

    Griessli, Basil
     
  6. .michael

    .michael

    Registriert seit:
    8. Februar 2012
    Beiträge:
    72
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niederglatt, Zürich
    wow, ich danke dir viel mal!!

    Also soll ich einfach ab und zu destiliertes Wasser hineinschütten?
     
  7. Basil Boesch

    Basil Boesch Moderator

    Registriert seit:
    9. Februar 2003
    Beiträge:
    7.854
    Zustimmungen:
    98
    Ort:
    Region Basel
    Hallo Michael

    Man kann's zwar mit der Wasserwerte-Rechnerei definitiv übertreiben (und das wird auch oft gemacht), aber so ungefähr solltest Du schon eine Ahnung haben, was Du hast und wo Du hin willst. ;-)

    Nur mal als Beispiel-Rechnung:
    Das Becken habe brutto 54 Liter (Standardmass für 60cm-Becken), also sind netto vielleicht noch 45 Liter drin. Davon wechselst Du jede Woche 1/3, also 15 Liter. Das Leitungswasser habe eine KH von ca. 10 (irgend so was habe ich im Kopf für Zürich, aber den realen Wert müsstest Du natürlich selber messen oder nachschauen (beim Wasserwerk)) und Du möchtest für Deine Weichwasser-Fische auf ca. KH 3. Das würde dann heissen, Du brauchst für den wöchentlichen Wasserwechsel 2/3 (= 10 Liter) dest. Wasser und 1/3 (= 5 Liter) Leitungswasser.

    Aber eben, dies nur als Beispiel; die passenden Werte musst Du selber einsetzen. Und Dir dann überlegen, ob sich das lohnt. 10 Liter dest. Wasser pro Woche kosten zwar nicht die Welt, aber wenn Du das Aquarium auf längere Zeit hinaus betreiben willst, dann lohnt sich irgendwann eine günstige UOA halt doch (und erspart Dir ausserdem das Heimschleppen des dest. Wassers). ;-)

    Griessli, Basil
     
  8. Seestern

    Seestern

    Registriert seit:
    4. März 2003
    Beiträge:
    4.194
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Zürich
    Hoi Michael

    Basil hat Dir ja schon recht geholfen mit seinen Tipps.

    Zum Fischbesatz:

    Du hast vermutl. nur ca. 45 l Wasser im AQ. Da können nicht noch viel mehr Fische einziehen als bereits vorhanden! Höchstens noch 3 Beilbäuche und 4-5 Bl. Neons und 2 Panzerwelse der gleichen Art wie Du sie hast. Dann wäre das AQ schon stark besetzt! Aber nicht ideal v.a. für die Panzerwelse, da die sich in Gruppen ab 8-10 Tieren erst wohl fühlen, wofür aber kein Platz im 60 cm AQ vorhanden ist. Die Rotkopfsalmler sind sehr schwimmfreudig und unter 200 l oder 1 m Kantenlänge nicht empfehlenswert, da die Schwarmfische (mind. 10 Stk.) sonst gar nicht "ziehen" können. Selber halte ich 15 Stk. im 450 l und die nutzen wirklich die ganze Länge (1.5 m). Diese Fische bräuchten eine KH von 3-max.5! Auch die Blauen Neons sind auf sehr weiches Wasser angewiesen! Die Beilbauchsalmler kommen so knapp mit Stadt Zürich-Leitungswasser (KH 8-9) klar. Bei den Panzerwelsen kommt es auf die Art an .... je nachdem klappt das auch super im ZH-Wasser.

    Die Frage ist halt: Willst Du nicht gleich ein grösseres Aquarium kaufen? Es hat glaube ich eine Aktion in der Seerose Zürich. Anhand Deiner Fischwünsche wirst Du vermutlich nicht glücklich mit der knappen Fischbesatzmöglichkeit im 60 cm AQ;-)
    Dann musst Du entscheiden ob Du bereit bist für weiches Wasser zu sorgen;-) Wenn nicht, wäre es besser vor dem Umzug die bestehenden Fische abzugeben in grössere Becken wo weiches Wasser vorhanden ist!
    Wichtig wäre auch noch zu wissen, in welchen Wasserwerten die Fische jetzt bei Deinem Cousin schwimmen...

    Besser Du weisst jetzt schon was auf Dich zukommt:)

    Liebe Grüsse

    Sonja
     
  9. .michael

    .michael

    Registriert seit:
    8. Februar 2012
    Beiträge:
    72
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niederglatt, Zürich
    ok, vielen Dank für die Antworten!

    Ich werde mal einen Wasser-Wert-Test machen und werde euch weiter informieren ;) !

    Gruss Michael
     
  10. djdevcon84

    djdevcon84

    Registriert seit:
    21. September 2011
    Beiträge:
    314
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Breitenbach
    Hoi Michael,

    es empfielt sich, für das Wasser-Testen, gleich einige Test`s anzuschaffen. GH & KH für die härte, sowie NO2 (Nitrit) und NO3 (Nitrat) für Schadstoffe. Ausserdem noch ein pH-Test um die Säure des Wassers festzustellen.

    Wen du diese tests regelmässig machst, wirst du schnell feststellen wie lange das Wasser hinhält bis ein Teil davon ersezt (Wasserwechsel) werden sollte/müsste.
    Ansonsten könnte es sein, das dein Wasser "kippt" und die kleinen einen langsamen qualvollen (Nitrit) Tod sterben... Im Aquarien.Laden erhälst du jede menge Tests, in Form von Streifen oder sogenannten Tröpfchen-Test. Nimm leztere, sind zwar teurer und ein wenig umständlicher als die Streifen, aber wesentlich genauer als die Rate-Stäbchen.

    Von verschiedenen Marken werden auch ganze Set`s angeboten, die die notwendigen Mittelchen und oft auch eine Tabelle enthalten um die gemessenen Werte einzutragen und zu vergleichen. Ansonsten kann man sich im Netz eine Excel tabelle runterladen und die Werte mittels Tabellenkalkulation in Lustigen Diagrammen anzeigen lassen;-)

    Gruss Sven

    P.s. Wie bei allen Anfängern möchte ich dir noch folgendes mit auf den Weg geben...:

    Aquaristik kann Süchtig machen! Wundere dich nicht wen du dir in nächster Zeit noch weitere Aquarien in deine Wohnung stellst. Das ist ganz normal...:)
     
  11. .michael

    .michael

    Registriert seit:
    8. Februar 2012
    Beiträge:
    72
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niederglatt, Zürich
    interessant was alles hinter einem Aquarium steckt, und hier haben wir 'erst' mal das Wasser beschrieben! :)

    Ich werde verschiedene Proben machen (ich bin jetzt richtig neugierieg geworden!) von der Limmat, Zürichsee, von unserem Gartenteich, dem Hahnenwasser und dem destilierten Wasser.

    Es nimmt mich echt wunder welche Werte die haben :D

    Ich schreibe dann nochmals, sobald ich die Werte habe ;)



    Noch zu dem Boden:
    Das AQ hat jetzt einen mehr oder weniger groben Kies. Aber ich denke das Sand besser für die Welse und Garnelen ist.. (oder??)
    Was denkt ihr?

    gruss michael
     
  12. .michael

    .michael

    Registriert seit:
    8. Februar 2012
    Beiträge:
    72
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niederglatt, Zürich
    Wasserwerte

    Also: ich habe abgeklärt, was für Wasser bei mir Zuhause herauskommt.

    Also es sind 17 fGH was 9.52 dGH entspricht. (Ich denke damit komme ich durch, da weiches Wasser bis zu einer Gesamthärte von 10 dGH ist. (Y) :D )

    und der Nitratgehalt ist 03.00 bis 04.00. Aber das regelt sich ja, wenn ich Pflanzen habe. ;)


    Aber ich denke, das ich gleich ab und zu destiliertes Wasser hinein kippe ;)

    P.S.: Bis zu einer Gesamthörte von 10 dGH ist das Wasser weich. Zwischen 10 und 20 dGH ist es mittelhart und über 20 dGH wird es als Hart bezeichnet.
     
  13. Seestern

    Seestern

    Registriert seit:
    4. März 2003
    Beiträge:
    4.194
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Zürich
    Hoi

    Diese Bewertung gilt für Waschmaschinen und andere Geräte im Bezug auf Dosierung von Waschpulver und andere Mittel;-) In der Aquaristik gelten andere Richtwerte:!: Weiches Wasser wäre GH 1-4, 5-8 ist mittelhart und höher gilt als hart. In den Herkuftsorten der Salmler (Neons usw.) haben die Gewässer eine GH von 3-5. KH 1-3. Wichtig wäre noch für Dich die KH (Karbonathärte) von Deinem Leitungswasser zu bestimmen. Wenn die Werte höher als die GH wäre, würde das zeigen, dass Du eine Entsalzungsanlage im Haus hast.

    Sand in einer Körnung von 0.4- 0.6 mm wäre ideal für die meisten AQ-Bewohner und erspart das Mulmen (Dreck, welcher sich im Kiesboden ansammelt). Sand ist also pflegeleicht:-D

    L.G: Sonja
     
  14. .michael

    .michael

    Registriert seit:
    8. Februar 2012
    Beiträge:
    72
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niederglatt, Zürich
    oh, mann! Dann werde ich wohl gleich destiliertes Wasser brauchen müssen.. -.-

    ok, dann werde ich mal eine Boden-Auswechsel-Aktion durchführen! ;)

    Noch eine kurze Frage:
    Kann ich Garnelen in mein AQ tun? Bzw. vertragen sich die dann mit den Fischen?

    Danke & Gruss
    michael
     
  15. Severin

    Severin

    Registriert seit:
    27. September 2011
    Beiträge:
    164
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Rafzerfeld
    Hallo zusammen

    Betreffend Härtegrad habe ich eine Ergänzung, welche man bei Google mit der Eingabe "Härtegrad in der Aquaristik" erhält:


    Härtebereich Härtegrad:

    0-3 sehr weiches Wasser
    4-7 weiches Wasser
    8-11 mittelhartes Wasser
    12-17 hartes Wasser
    ab 18 sehr hartes Wasser

    Diese Angaben varieren leicht. Teils wird angegeben das bis zu 15° als mittelhart gilt....

    Grüsse
    Severin
     
  16. Basil Boesch

    Basil Boesch Moderator

    Registriert seit:
    9. Februar 2003
    Beiträge:
    7.854
    Zustimmungen:
    98
    Ort:
    Region Basel
    Hallo zusammen

    Das ist so. Eine einheitliche Definition gibt es nicht. Jeder macht diese Einteilung so, wie er es selber für vernünftig hält. Deshalb sind Bezeichnungen wie "mittelhart" nicht aussagekräftig und die Wasserwerte sollten wenn möglich immer in Zahlen angegeben werden.

    Griessli, Basil
     

Diese Seite empfehlen