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Fischsterben

Dieses Thema im Forum "Krankheiten" wurde erstellt von zeecity, 14. Mai 2020.

  1. zeecity

    zeecity

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    Danke Basil und Roman

    Ich werde in Zukunft das Wasser vor der Enthärtungsanlage entnehmen.
    Deine Erläuterung macht Sinn.

    Ja, dass hast du richtig verstanden.
    Ein paar Fische z.B auch die Panzerwelse haben diese "Pandemie" überlebt. Das würde gemäss deiner Aussage bedeuten, dass die Fische welche überlebt haben in diesem Fall infisziert sind.

    Würdet ihr mit einem Antibiotikum arbeiten um das Bakterium zu beseitigen? Wurde mir vom Aquarienladen empfholen. Das Mittel wurde mir aber nicht genannt.
    Bringt man überhaupt Bakterien mit einem Mittel raus oder muss man zwingend alles "wegschmeissen" und von vorne beginnen?

    Gruess

    Dani
     
  2. öpflschnägg

    öpflschnägg

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    Salü Dani,

    Zunächst würde ich das Wasser in Ordnung bringen.

    Falls die Fische an irgendwelchen Bakterien, Viren oder Parasiten leiden, muss man zuerst herausfinden, woran. Selbst wenn es eine bakterielle Infektion sein sollte, ist der ungezielte Einsatz von Antibiotika grundsätzlich zu unterlassen. (Man befördert dadurch bloss die Resistenzbildung, und wenn wir so weitermachen, landen wir in Bälde im Zeitalter der Amputation.) In einem unterstützenden Sinn kannst Du z. B. Erlenzäpfchen(-sud) oder Catappa-Blätter ins Wasser geben.

    Herzlich, Roman
     
  3. knutschi

    knutschi

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    Es muss sicher nicht nur eine Ursache haben, sondern kann eine Mischung mehrer Faktoren sein. Auch sind geschwächte Fische (nicht ideale Haltungsbedingungen, langer Transport, etc.) anfälliger für Krankheiten und sterben an Bakterien, die für einen gesunden Fisch kein Problem wären.

    Vielleicht ist auch einfach der Unterschied in den Wasserparametern von Händlerbecken zu Deinem für die Fische zu krass.
     
  4. Alveus

    Alveus

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    Hallo.
    Ich hatte bisher in ca 20 Jahren 2x ein Massensterben.

    Das Erste war ein offenes Becken, welches unter meinem Hochbett stand (In einem WG- Zimmer nutzt man jeden Platz!)
    Meine Verdacht viel irgendwann auf den Staub, der von der Lampe "angezogen", in "rauen Mengen" in das Becken rieselte, und so eventuell den Keimdruck erhöte. Eine Abdeckplatte und paar grosszügigen Wasserwechsel später, war das Massensterben Geschichte. Ob es jetzt Effektiv an dem Staub gelegen hat, oder ob nur schon die vielen grossen Wasserwechsel geholfen hat ist spekulations Sache.

    In dem anderen Becken wurde das Massensterben vermutlich durch Keime, welche ich mit den Wasserpflanzen vom BoGa eingeschlepot hatte ausgelöst (Ich durfte(!!!) Die Pflanzen vor (nicht von) dem Kompost retten).
    Alles was ich eigesetzt habe ist nacheinander verstorben.
    Ich hab das Aquarium dann 2 oder 3 Monate ohne Besatz (dafür mit einem Haufen Erlenzapfen) laufen lassen. Dennoch ist mir danach immer noch alles in kürzester Zeit verstorben. Daraufhin habe ich sämtliche Pflanzen geschmissen, den Sand abgekocht, Einrichtung, Technick und das Becken mit Flächendesinfektionsmittel behandelt alles wieder Eingerichtet und Invitropflanzen gekauft und mit dem Filtermulm von einem anderen Becken geimpft. 3 Tage später schwammen die neuem Fische, und denen geht es bis heute gut. (Hinweis: Aquarien schnellstarten sollte man nur, wenn man weiss, was man tut, oder keine andere Wahl hat!!!)

    Auch Wurzeln aus dem Fachhandeln haben bei mir und vielen anderen schon für eine erhöte Keimbelastung gesorgt (Das riecht man aber relativ schnell)


    Du siehst, es gibt 1000 Gründe für ein Massensterben, die nicht mal im Becken selbst liegen müssen. Vieleicht fällt dir mit dem Hintergrund etwas neues auf, was uns einen Hinweis geben kann.

    Da es deinen Panzerwelsen ja gut geht, und diese dank der Darmatmung Luftatmen können, könnte es bei dir eventuell auch an der Sauerstoffversorgung (keine Oberflächenbewegung, Nitrit ect) liegen. Auch wenn ich das, in Anbetracht der von dier beschriebenen Situation, für eher unwahrscheinlich halte, ist es eine Überlegung wert.

    Gruss, Alveus
     
  5. Pia21

    Pia21

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    Hallo zusammen
    Du hast glaube ich auch einen schwarzen Kies, welchen du nie mulmst nach deinen Angaben.
    Irgendwann, gibts da auch Fäulnisbakterien...?
    LG Pia
     
  6. PeterPan

    PeterPan

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    Hallo Kollegen..

    Es ist ja noch nicht mal ergründet, was das Sterben auslöst!
    - Er selbst spricht von "Bakterien".
    - Die Community spricht von Wasserwerten.

    Ich will ja jetzt keine Rechtfertigungsschlacht auslösen oder Diskussionen zwischen den hochtechnisierten Profi-Aquarianern und mich als den einfachen pragmatischen Hobbypantscher führen.

    Aber ich bin eher der Meinung, dass er durch Panik überreagiert und nun die Fische durch die täglichen Wasserwechsel (mit hohem Leitwert) zusätzlich stresst.
    Und was ich so lese, sind die "Tipps" des von ihm angesprochenen Fachhandels eher nicht hilfreich.

    Basil: Wenn es "gutes Wasser" wäre, dann bräuchte er überhaupt keine wöchentlichen Wasserwechsel, weil die Biologie eingefahren ist.

    In unserem Fall schüttet er "schlechtes Wasser" immer wieder nach! Deshalb: Weniger Wasserwechsel und wenn, dann mit gefiltertem Regenwasser (weich). In seinem speziellen Fall.
    Ja, ich weiss: Osmoseanlage, Ozon, UV-Licht. Was für ein Aufwand! Was für Kosten! Für einen Anfänger. Möglichst noch irgendwelche Medizin reinschütten. Nein, bitte nicht.

    Hat schon jemand die toten Fische gesehen? Ist nachgewiesen, dass es Bakterien sind? Woran sterben die Fischerl?

    Sollte ich mir Bakterien eingschleppt haben, bleiben die jetzt im Aquarium oder bauen sich diese über die Zeit ab?
    Muss ich evtl. das gesamte Aquarium entleeren und die Wurzeln etc. entsorgen weil diese kontaminiert sind?

    Das meine ich mit Panik. Und Basil: Panzerwelse sind Träger von Bakterien? Mach ihm doch bitte keine Angst.

    Mein Tipp: Regenwassernutzung und die Finger rauslassen aus dem Becken. Wenn ich noch in Jonen/AG wohnen würde, dann würde ich mal vorbeikommen.

    Gruss Peter
     
  7. Pia21

    Pia21

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    Lieber Peter
    Müsstest aber schon erst fragen ;)
    LG
     
  8. Ändu

    Ändu Moderator

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    Hallo Peter

    Sorry, aber mit Regenwasser schlägst du jetzt aber auch eine nicht gerade ungefährliche Methode vor. Regenwasser von einer stark belasteten Region kann auch alles andere als geeignet sein, ausser man bereitet es über eine Umkehrosmose und/oder Aktivkohlefilterung auf. Du sprichst das zwar an, aber da müsstest du etwas ausführlicher darauf eingehen. Für die Aufbereitung von Regenwasser über eine Umkehrosmose ist schon mal eine UOA mit einer Druckerhöhungspumpe erforderlich, das hat nicht gerade jeder im Schrank stehen und die Anschaffung ist teuer.

    Gruess, Ändu
     
  9. Aqua92

    Aqua92

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    Hallo Dani

    Ich würde sofort den Laden wechseln und dem kein Wort mehr glauben.
    Die Aussagen dieses Ladens machen für mich keinen Sinn und sind nicht nachvollziebar.

    Auch mit Medikamenten würde ich zuwarten.
    Eine Vereinskollegin hat von einem gleichen Fischsterben berichtet. Immer wieder sind Fische aus unerklärlichen Gründen eingegangen, bis die Enthärtungsanlage als Ursache betrachtet wurde. Das Sterben hörte auf als nicht enthärtetes Wasser verwendet wurde. Ich vermute bei dir das selbe Problem und da machen Medikamente keinen Sinn. Wenn sich auch mit gutem Wasser (Leitungswasser mit Osmose verschneiden) keine Besserung einstellt, müssen wir weiter schauen.
    Corydoras sind äusserst hart im Nehmen. Die Salmler sind viel heikler. Das erklärt wieso die Corys überlebt haben.

    Gruess Jonas
     
  10. PeterPan

    PeterPan

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    Hallo Kollegen..

    also.. jetzt kommt mal auf den Boden zurück. Ich bin ja auch nicht erst seit gestern in der Aquaristik unterwegs. Mein Vater hat in den 60ern angefangen und ich war seit Geburt dabei. Es stand das ganze Haus mit Becken voll. Am Schluss wurden Diskus gezüchtet und Barsche verhätschelt. Sein Kollege wollte ihm noch Piranhas einreden. Das hat er dann aber gelassen. Kein Scherz.

    Ich rate ja nichts, was wir/ich nicht selbst erledigt hätten.

    "Wenn das Regenwasser belastet ist.. " ja wenn. Hamma aber nicht. Wir/ich hatten kein belastetes Regenwasser in der Regentonne. Und wir haben hier in Rickenbach und früher in Jonen/AG super Regenwasser. Damals schwammen gesunde Paradieser drin oder Guppy oder Goldische oder sonstwas über den Sommer und vermehrten sich reichlich. Und nein, nicht gleichzeitig und zusammen. Das lief über Jahrzehnte in verschiedenen Regentonnen. Und das Wasser wurde vorzugsweise zum Wasserwechsel genommen. Inklusive Kleinstlebewesen zum Verfüttern. Da nimmt man einen Eimer und schöpft ab. Man braucht dazu gar nix. Einfach einen Eimer. Es sind keine Fische vom Regenwasser auch nur ansatzweise gefährdet worden. Über Jahrzehnte. Wenn man dem nicht traut, dann kann man natürlich Filtertechnik verwenden, soviel man will. Steht jedem frei.

    Und persönlich die Situation in diesem Fall ansehen, wäre natürlich das Beste. Natürlich bietet man das an und spricht sich zwecks Termin ab. Das gebietet der Anstand. Ansonsten fischt man weiter im Trüben. Im wahrsten Sinne des Wortes.

    Hasta la vista
    Peter
     
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  11. PeterPan

    PeterPan

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    Jonas kann ich nur zustimmen..

    Korrekte Vorgehensweise. Wasser verwenden, das nicht aus der Enthärtungsanlage kommt.
    Wenn das nicht hilft, schauen wir weiter. Alles andere ist meiner Überzeugung nach Schattenboxen.

    Gruss Peter
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Mai 2020
  12. zeecity

    zeecity

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    Herzlichen Dank für eure tolle Unterstützung.

    Ich werde ab sofort kein Wasser von der Enthärtungsanlage verwenden. War mir leider nicht bewusst. Ich hatte sogar gedacht, dass es gut ist.....
    Im Keller habe ich noch einen Anschluss wo das Wasser ungefiltert ist. In den nächsten Tagen versuche ich langsam die Werte zu senken.
    Ich habe heute prophylaktisch Seemandelbaumblätter ins Aquarium reingetan. Erlenzapfen muss ich mir noch besorgen.

    Mich haben die Aussagen vom Laden auch sehr irritiert und verunsichert.

    Ich habe noch eine Frage.
    Der Wasseranschluss im Keller gibt nur Kaltwasser her. Soll ich das Wasser mit einem Heizstab auf die Aquariumtemperatur aufheizen oder einfach warten bis das Wasser die Raumtemperatur erreicht hat?

    Ich hoffe, dass ich mit diesen Massnahmen die Situation in Griff kriegen kann.

    Nachtrag:
    Ist meine Annahme korrekt, dass es gut wäre wenn ich einen Leitwert von ca. 200 erreichen sollte? Ich habe nur Fische aus Südamerika in meinem Aquarium ausser die Amanogarnelen.

    Danke nochmals

    Grüsse

    Dani
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Mai 2020
  13. knutschi

    knutschi

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    Hallo Peter,

    ich glaube Du machst Dir nicht gerade Freunde mit Deinen pauschalen Aussagen. Die Fische, die Deine Methoden überlebt haben, waren aber auch härter im nehmen. Paradiesfische und Goldfische sind kaum umzubringen. Nicht umsonst waren das die ersten Aquarienfische.

    Auch bei "gutem" Wasser und eingefahrener Biologie braucht es bei einem normalen Becken einen wöchentlichen Wasserwechsel. Die Becken sind zu klein (und zu dicht besetzt) um einen vollständigen Stoffkreislauf abzubilden. Das sieht man sehr schön bei der Jungfischaufzucht, mit weniger Wasserwechsel wachsen sie langsamer, weil die nicht entfernten Stoffwechselprodukte eine hemmende Wirkung haben.

     
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  14. Alveus

    Alveus

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    Hallo

    Das kommt natürlich auf deine Raumtemperatur und den Besatz an. Hast du wie ich im Winter nie eine Raumtemperatur über 18°C pflegst aber Diskusbarsche (Beispiel) dann würde ich es aufheizen. Wenn du aber zu der wärmeliebenden Sorte gehörst und immer 25° C in der Wohnung hast, dann kannst du das Wasser getrost aufwärmen lassen. Das Wasser ausgasen zu lasen und nicht direkt aus dem Hahnen ins Becken kippen ist eh oft besser (Bläschenkrankheit).


    @PeterPan
    Ich gehöre auch nicht zu der Fraktion die jede Woche 50%ige Wasserwechsel macht (gut, bei den Zwergbubas schon). Ich setze lieber auf eine leicht Überdimensionierte Filterung. Bei mir steht auch das Osmosewasser mal 2 Wochen oder mehr im Fass herum. Sogar ein Altwasserbecken mit schwacher Filterung steht bei mir herum, wo ich nur mit Osmosewasser das verdunstete Wasser auffülle.

    ABER ich weiss was ich tue und erkebbe wenn etwas nicht stimmt sollte und wie ich reagieren muss.
    Deswegen würde ich NIE einem Anfänger diese Vorgehensweise Empfehlen.

    Ich würde auch NIE einem Anfänger erklähren, mit dem Snowboard bei 50-70 Sachen durch den Winterwunderwald neben der Piste zu brettern, auch wenn ich das kann.

    Einfach damit ich nochmals ein doofes Beispiel gemacht habe.

    Gruss Alveus.
     
  15. PeterPan

    PeterPan

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    Hallo Knutschi..

    ich verseh es nicht. Warum lest Ihr die Texte nicht? Da steht zusammengefasst "Jahrzehntelange Fischpflege ab den 60er Jahren (bis rauf zu Diskus und Barschen) mit Wasserwechsel vorzugsweise aus der Regentonne" und "In der Regentonne waren Pardieser, Guppies und Goldfische". Daraus ergibt sich (für mich), dass falls Wasserwechsel nötig wären, so ziemlich alle Becken bei meinem Dad in den Genuss von Regenwasser kamen. Falls verfügbar. Wenn nicht, dann kam es aus dem Wasserhahn. Dieses stand dann mindestens 24h ab.

    Zitiert halt nicht nur einen Teil davon. Da kämpft man ja dann gegen Windmühlen.

    Und an Dani:

    Fülle von dem Kaltwasserhahn ein paar Eimer Wasser ab und lasse es über Nacht stehen. Vorausgesetzt die Raumtemperatur liegt im wohnlichen Bereich von 20-25 Grad kannst Du dann das Wasser nutzen.

    Gruss Peter
     
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  16. PeterPan

    PeterPan

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    Hallo Alveus..

    ok. Ich erkläre es ausführlich, warum ich geschrieben habe, dass er mit den Wasserwechseln aufhören soll:

    In der Aquaristik wird der Leitwert zur Kontrolle von vollentsalztem Wasser, von Brack- und Meerwasser, sowie zur Kontrolle der Aufsalzung des Aquarienwassers genutzt.

    Der Leitwert kann verringert werden, durch:

    - Einige ideal dosierte Wasseraufbereiter
    - Temperaturänderung
    - Stark wachsende Wasserpflanzen
    - Wasserwechsel
    - Denitrifikation
    - Torffilterung
    - Wolken vor dem Fenster eines besonnten Aquariums

    Das mit den Wolken steht da tatsächlich. Aber egal.

    Wasserwechsel wären sonst eine gute Idee, wenn es nicht Wasser aus der Anlage wäre!

    Also daher mein Tipps: Stop Wasserwechsel. (nicht für die Ewigkeit, für z.B. die nächsten 2-3 Wochen).
    1. Die Pflanzen verbrauchen Salze, senken also die Leitfähigkeit! (genug Pflanzen hat sein Aquarium).
    2. Finger raus aus dem Becken. Einfach laufen lassen. (Beobachten, ob sich die Situation verbessert).
    3. Wenn schon Wasserwechsel, dann Regenwasser nutzen. (Weil Regenwasser einen sehr geringen Leitwert hat. Durch das Mischen reduziert sich der Leitwert).

    Hasta la Vista..

    Gruss Peter
     
  17. Alveus

    Alveus

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    Hallo Peter.

    Wenn es tatsächlich das Wasser aus seiner hausinternen Enthärtungsanlage ist, dass die Fische tötet, und oder eine zuhohe Keimbelastung, soll er ja nicht das Wasserwechseln? Also ja nicht das alte, potentiell schädliche, Wasser durch Wasser von vor der Enthärtungssnlage entnehmen, welches den Fischen garantiert nicht schadet? Verstehe ich dich da richtig?

    Gruss, Alveus
     
  18. PeterPan

    PeterPan

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    Er soll bitte nicht das Wasser aus der Enthärtungsanlage nehmen. Korrekt.

    Er soll Wasser vom Hahn im Keller nehmen (ohne Enthärtungsanlage). Korrekt.

    Was genau hast Du nicht verstanden?

    PS: Die gesamte Diskussion der Kollegen mit mir basiert auf Post 15 - meiner ursprünglichen Antwort. "Wenn dann Regenwasser benutzen".
    https://www.aquarium.ch/index.php?threads/fischsterben.64660/#post-482074
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Mai 2020
  19. PeterPan

    PeterPan

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    Hallo..

    Du wirfst mir Pauschalieren vor und versuchst das mit Pauschalieren zu widerlegen. Interessanter Ansatz.

    Nein, nicht alle "normalen" Becken sind zu klein und zu dicht besetzt.
    Nein, es gelingt auch professionelle Aufzucht von gesundem Nachwuchs ohne häufige Wasserwechsel.
    Muss ich beides nun tatsächlich beweisen oder kann es sein, dass Du beides nicht ausschließen kannst?

    Danke wegen dem Warnhinweis betreffend "keine Freunde machen". Ich gehöre faktisch weder zur Technik-, noch zur Wasserwechsel-Fraktion. Das kann man akzeptieren, muss man aber nicht. Die "Alten Hasen" hier kennen meine alten Projekte.
    Und man kann natürlich auch die Nase rümpfen über Paradieser oder Goldfische. Nur ob man sich damit Freund macht?

    Gruss Peter
     
  20. Basil Boesch

    Basil Boesch Moderator

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    Hallo zusammen

    @zeecity
    Nein, keinesfalls!! Damit tötest Du nicht nur die Krankheitserreger, sondern auch alle "guten" Bakterien (also z.B.die Filterbakterien) und müsstest damit das Aquarium komplett neu einfahren und die Fische in dieser Zeit irgendwo anders unterbringen können. Zudem ist auch diese Behandlung wieder eine Belastung für den Organismus (wie schon beim Ichthyo-Mittel geschrieben).

    Weder noch. Ein Aquarium wird nie komplett steril und keimfrei sein und das ist auch gar nicht das Ziel. So lange die Fische und ihr Immunsystem in guter Verfassung sind (-> gute Wasserqualität, hochwertige Fütterung etc.) kommen sie auch mit den meisten Erregern klar, so lange diese nicht überhand nehmen. Und im zweiten der beiden Artikel, die ich in meiner ersten Antwort verlinkt habe, ist ja beschrieben wie man die Fische im besten Fall an neue Krankheitserreger gewöhnen kann.

    @PeterPan: Ich wollte noch auf Deinen Beitrag von heute Nachmittag antworten und auch wenn der Thread inzwischen etwas "Fahrt aufgenommen hat" ;), hole ich das noch nach.

    Wobei ich das in meiner ersten Antwort in die Diskussion gebracht habe. Als mögliche Erklärung.

    Ein Wasserwechsel, zunmindest wenn vernünftig durchgeführt, sollte eigentlich keinen Stress für die Fische darstellen. Und der Leitwert ist ja im Aquarium auch nicht tiefer, daher richtet das zumindest keinen zusätzlichen Schaden an.

    Mit einem Wasserwechsel reduziert man ja auch die Keimzahl. Im Normalfall ist das zwar meist nicht notwendig, da sie sich in der Regel auf einem für die Fische akzeptablen Level einpendelt, aber wenn alle paar Tage ein Fisch stirbt, dann finde ich diese Massnahme nicht verkehrt.

    Falls Du mit "schlecht" den hohen Leitwert meinst: Wie oben geschrieben, wird der ja im Aquarium auch nicht tiefer sein. Und wenn Du jetzt sagst dass die Pflanzen einige Mineralstoffe aufnehmen, dann sage ich dass durch das Futter auch einige wieder reinkommen. ;) Im Normalfall (es mag Ausnahmen geben) steigt ja der Leitwert zwischen den Wasserwechseln an.

    Ich bin überhaupt nicht prinzipiell gegen Regenwasser (wenn man es richtig macht), aber dass das einfacher(?!) sein soll als Osmosewasser, das müsstest Du mir wirklich zeigen! Ausser vielleicht man lebt in einem eigenen Haus mit Garten, aber ich denke jetzt eher an einen Fall in einer Mietwohnung im n-ten Stock mit einem kleinen Balkon.

    Nein, das wissen wir nicht, und können es als Laien auch kaum herausfinden. Wenn man es sicher wissen will -> siehe Beitrag #9 von Ingrida: NAFUS der Uni Bern.

    Seine Frage war, ob die Erreger mit der Zeit "von selbst" wieder verschwinden. Dieser Frage wollte ich ihm damit beantworten, nicht mehr und nicht weniger. Wie er diese Antwort aufnimmt, liegt leider ausserhalb meines Einflussbereiches.

    Griessli, Basil
     
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