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Erfahrungen Vermehrung Corydoras "green stripe"

Dieses Thema im Forum "Südamerika" wurde erstellt von vetzy, 13. Februar 2017.

  1. vetzy

    vetzy

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    Hallo,

    ich wollte etwas über meine Erfahrungen zu den Corydoras "green stripe" hier nieder schreiben. Ich habe diese Tiere vor ca. 5 Monaten übernommen. Schon da war es eine funktionierende Zuchtgruppe. Neben den 15 Tieren habe ich auch ca. 60 Jungtiere übernommen. Die Tiere habe ich getrennt in zwei 70x30x30 Becken getan. Die Jungtiere habe ich nach ca. 2 Monaten dann auf Abgabegröße gefüttert. Die Alttiere wollte ich noch etwas anfüttern, bevor ich sie gezielt ansetzen wollte. Aber es kam anders als gedacht. Schon nach 2 Wochen hatten die Tiere das erste mal gelaicht. Zwar gab es nicht gerade viele Eier und die befruchtungsrate war auch nicht extrem hoch. Aber das war schon mal ein Anfang. Im laufe der nächsten drei Wochen haben die Tiere noch weitere Male abgelaicht. Das hat mir die Zeit gegeben ein wenig mit den Eiern zu spielen, besser gesagt zu lernen wie man sie behandeln muss. Ich hatte aus meiner Erfahrung mit den anderen Corys erkannt das es da Unterschiede gibt. Bei einigen sind die Eier sehr empfindlich, andere haben es in den ersten drei Tagen im Larvenstadium sehr schwer.
    Bei den "green stripe" stellte sich heraus das die Eier sehr schnell verpilzten. Noch schneller als es bei Corydoras sterbai der Fall gewesen ist. So habe ich dann versucht die Eier möglichst lange unberührt zu lassen, denn die Elterntiere intersierten sich nicht für den Leckerbissen. Die Jungtiere schlüpfen nach ungefähr 4 Tagen. So habe ich am 3. Tage nach der Eiablage gegen Abend die Eier aus dem Aquarium der Elterntiere heraus genommen und in einen Gerdkasten überführt. Teilweise begannen die ersten Jungtiere kurze Zeit danach mit dem Schlupf. Jedenfalls war die zeitliche Abfolge gut, keine Eier verpilzten noch nach dem Umsetzen.
    Drei Tage nach dem Schlupf habe ich mit der Fütterung der Jungfische begonnen. Sie nehmen direkt frischgeschlüpfte Artemia. Man sieht, wie bei vielen Jungfischen, den rosa Bauch. Ich habe die Tiere nach Möglichkeit dreimal am Tag gefüttert. Schon nach zwei Tagen bekommen sie aber auch Trockenfutter. Auch das wird gerne genommen.
    So weit so gut. Ich hatte die ersten Tiere im Gerdkasten im Futter. Dann kam der nächste große Schwung Eier und ich wusste nicht wohin damit. Also habe ich die ersten Jungtiere die noch im Gerdkasten waren umgesetzt. Das war ein großer Fehler. Denn in den 70x30x30 Becken waren die Tiere zu weit verstreut um sie gezielt zu füttern. Leider sind mir etliche, bestimmt über 50% der Tiere verendet. Die anderen sind jedoch gut über diese von mir ausgelöste kritische Situation gekommen und haben nun eine größe von rund 2cm.
    Es musst also eine andere Lösung her. Ich brauchte mehr passende Aquarien um die Eier und Jungfische gut zu versorgen. Während einer Laichpause habe ich die Elterntiere dann in ein 50x50x40 Aquarium umgesetzt. Für die Aufzucht sieht die Aufstellung wie folgt aus.
    Zwei Gerdkästen um die Eier aus zu brüten
    Zwei 12 L Aquarien. Diese sollen für die Jungfische sein wenn wieder Eier bei den Eltern sind und die Gerdkästen gefüllt sind. So kann ich die Jungtiere umsiedeln und auf der kleinen Fläche weiter gut füttern.
    Ein 50x30x30 Aquarium für die weiter Aufzucht der Jungfische wenn sie eine passende Größe in den 12L Becken erreicht haben.
    Ein 70x30x30 Aquarium um sie bis zur Abgabegröße zu halten.

    Zur Zeit sind die Elterntiere wieder am laichen. Beide Gerdkästen sind gefüllt. Im ersten sind Jungtiere die eine Woche alt sind. Im zweiten sind rund 130 Eier gemacht. Die Tiere dürften bald schlüpfen. Von der Größe würde ich mich schon trauen die ersten Jungtiere in das 12L Becken zu geben. Aber so lange da kein Handlungszwang ist, lasse ich sie noch da drin.

    Gruß Christian
     
  2. vetzy

    vetzy

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    Hallo,

    gut das ich mal vorbereitet war. Im Elternbecken hängen wieder Eier. Heute Abend werde ich die ältesten Jungfische in das 12L Becken umsiedeln. Dann kann ich mir die nächste Ladung Eier holen. Was auffällt. Nicht ein Ei ist in dem Wollmop drin. Alle Eier sind an der Scheibe unter Strömung abgelgt. Die Weibchen scheinen doch gewisse Untergründe zu bevorzugen. Habe mla versucht Fotos von den ELterntieren und den Jungfischen vom November zu machen. Gar nicht so einfach.

    Gruß Christian
     
  3. vetzy

    vetzy

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    Hallo,

    die ersten 20 Tage sind überstanden. Die Tiere machen sich in dem 12L Aquarium ganz gut. Hatte bis jetzt nur 5 Ausfälle. Jeden Tag gibt es zweimal Artemia. Heute war der erste Tag wo es Grindal gab. Haben sie auch gut gefressen. Wasserwechsel steht immer noch jeden Tag 4 Liter auf dem Plan.

    Gruß Christian
     
  4. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Guten Morgen Christian

    Gratuliere zur erfolgreichen Nachzucht :)

    Es wäre super wenn du einen Steckbrief mit ein Paar Fotos (so ähnlich wie hier http://www.aquarium.ch/forum/showthread.php?p=621220#post621220 ) anhängen könntest. Dann hätten wir ein super Artenportrait.

    Danke fürs Teilen und berichte bitte weiter !

    Gruss Thomas
     
  5. vetzy

    vetzy

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    Hallo,

    das kann ich gerne machen. Aber dazu würde ich erst versuchen mal anständige Fotos von den Tieren zu machen und was zusammen stellen.
    Werde den Durchgang versuchen genau zu dokumentieren, weiter hier einstellen und dann kann man ja eine Zusammenfassung da rein stellen.

    Gruß Christian
     
  6. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Super, kannst es dann einfach hier reinposten. Ich werde den Steckbrief dann auf den ersten Post verschieben und unsere Unterhaltung wieder rauslöschen ;-)


    Gruss Thomas
     
  7. knutschi

    knutschi

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    Hoi Christian!

    Sehr schön, danke fürs Teile! Es ist eigentlich normal, dass Panzerwelse auf glatte Flächen legen (Pflanzenblätter, Wurzeln, Steine und sehr gern Glasscheiben) . Die Eier werden ja schliesslich angeheftet. Ich habe bisher noch nicht gehört, dass Wollmops bei der Zucht von Panzerwelsen Verwendung finden.
     
  8. vetzy

    vetzy

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    Gude,

    ja wohin legen dei Jungs ihre Eier? Das ist wohl so eine Sache. Sie nehmen eigendlich sehr viel an. Bei den Pandas habe ich die Eier meistens unter den Anubiasblättern gefunden. Aeneus und Aeneus Black haben die Scheiben zugekleistert. Similis war die erste Art die fast ausschließlich den Mop angenommen hat. Sterbai war wieder Wollmop und Scheibe. Duplicareus und Gossei haben es verteilt und auch gerne Farnblätter genommen.

    Aktuell bei den beiden Zuchtgruppen "orange Stripe" und "green Stripe" suche ich noch ein wenig. Gestern haben die Orangenen das erste mal diesen Winter abgelaicht. Da waren es hauptsächlich die Scheibe, komischerweise allerdings bestimmt 50% unbefruchtet. Dann kam der Farn, fast alle befruchtet und dann der Wollmop, nur zwei weiße Eier. Die müssen sich wohl erst noch ein wenig einschießen.

    Man kann es halt nicht so fest sagen wohin die Eier gelegt werden. Ich biete einfach möglich viel an. Vorteil von dem Wollmop, den kann man auch einfach aus dem Becken in den Gertkasten rein hängen und ist fertig. Da braucht man nicht mit der Rasierklinge an der Scheibe rum machen. Oder ständig die Pflanzen raus nehmen und nach den Eiern suchen. Das geht eine ganze Zeit gut, aber irgendwan verlieren die dann auch die Blätter wenn man sie ständig raus nimmt. Ich nutze wenn ich sie gezielt ansätze neben dem Luftheber noch eine kleine Eheim Strömungspumpe. Und in diese Strömung hänge ich dann den Wollmop. Ich glaube mit der Strömung kannst du die Eiablage im Aquarium besser, genauer steuern als mit der Art des Untergrundes wohin sie ihre Eier legen. Sind die Eier schön in der Strömung ist das den Tieren wohl lieger als ob sie auf Kunstfaser, Steinen, Scheiben oder Pflanzen laichen.

    Gruß Christian
     
  9. A.H

    A.H

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    Hallo

    Toller Zuchtbericht! Sind sehr schöne Tiere, nur schade wohnst du im grossen Kanton:p

    Bei mir schwirren aktuell neben ca. 20 Pandas auch 40 Metallpanzis rum.
    Ich setze die Tiere allerdings früher als du in ein 12l Becken. Sie leben bei mir nach dem der Dottersack aufgebraucht wurde noch 2-3 Tage in einem Plastikschälchen, sobald ich bei allen volle Bäuche sehe setze ich die kleinen um.
    So hatte ich bisher keinen Ausfall( nach Schlupf)


    @knutschi
    Erfahrungsgemäss legen alle Panzis die Eier in die Strömung, so werden die Eier optimal belüftet.
    Pandas zb. verteilen dabei die Eier gerne einzeln im Becken und nehmen den Mop gut an( solange er in der Strömung steht) oder laichen an den feinen Pflanzen( Zb Hornkraut) jedoch nie ab der Scheibe.
    Metaller und Marmorierte legen die Eier gerne an glatte Oberflächen( Blätter+Scheibe), ebenfalls in die Strömung, jedoch immer relativ viele Eier zusammen.
    Erfahrungsgemäss sind die Eier der Arten auch von der Grösse sehr unterschiedlich, Metaller haben eher kleinere Eier wogegen die der Pandas nahezu riesig erscheinen.

    Ist jetzt zwar etwas Offtopic: Weis jemand welchen Untergrund die C.trilineatus bevorzugen? Ich habe dazu sehr viele verschiedene Infos gefunden:lol:
     
  10. vetzy

    vetzy

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    Hallo Leo,

    ja im großen Karton. Bin aber auch ab und an in der Schweiz. Nicht gerade oft, aber ich habe Verwandschaft in Basel. Daher ist der Bezug da.

    Tja was habe ich am Wochenende da wieder angestellt? Am Freitag Abend musste ich den Verlust von 20-30 Tieren hinnehmen. Was war apssiert? Die Tiere etmeten sehr schnell. Teilweise lagen sie schon auf dem Rücken. Sahen etwas betrunken aus. Kurz vorher hatte ich die Abendmahlzeit mit Artemia in das Aquarium gegeben. Erste Rettungsmaßnahme war ein großer Wasserwechsel und das einbringen von einem Luftausströmerstein. Ich hatte die Vermutung das durch die Fütterung der Grindal zu viel Dreck in das Aquarium gekommen ist. Also irgendwelche Bakterien die in der Menge da nichts zu suchen hatten. Dabei der Wasser schelcht wurde, Sauerstoff aufgezehrt wurde. Dann mit dem Füttern der Artemia der Rest noch oben drauf kam und die ganze Suppe entgültig gekippt ist.
    Die Toten Jungfische habe ich abgesaugt und hoffe das der Schrecken jetzt vorbei ist. Den restlichen Fischen geht es gut. Sie fressen auch ganz normal. Das Wasser ist wieder klar geworden. War leicht milchig.
    Ist immer doof wenn man so was erlebt. Da will man ganz gerne hin schmeißen. Bin wohl in der Vermehrung solcher Mengen zu unerfahren.
    Die nächste Ladung Jungfische steht auch wieder an in das nächst größere Becken zu kommen. Hoffentlich läuft es da besser. Habe am Samstag noch Hornkraut bekommen. Das wird mit in das Becken kommen. Einfach treiben lassen. Hoffe das es etwas hilft die Wasserwerte stabieler zu halten.

    Gruß Christian
     
  11. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Guten Morgen Zusammen

    Bitte die Richtlinien des SUB-Forums "Erfahrungsberichte" beachten

    Ich warte noch etwas, damit Ihr die Diskussion verlagern und die Beiträge rüberkopieren könnt. Im Anschluss werde ich hier das Thema aufräumen und die Diskussion rauseditieren.


    Gruss thomas
     
  12. vetzy

    vetzy

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    Hallo,

    nur mal kurz einen Abriss was sich getan hat. Die Jungen haben sich so weit gefangen. Man bekommt doch wieder ein Händchen dafür. Letzte Woche war ich nicht Zuhause, da haben meine beiden Töchter (8 und 5 Jahre) die Pflege für die Fische übernommen. Haben sie wirklich gut hin bekommen. Um die Futtertiere haben sie sich auch prima bemüht. Fische wachsen gut ab. Wird Zeit das sie in das nächst größere Becken kommen. Dazu müssen aber erst ein paar Makropoden da raus. Ach wieder zu wenig Platz.

    Gruß Christian
     

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