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Erfahrungen mit Etroplus canarensis u/o Pristolepis marginatus

Dieses Thema im Forum "Haltung: Fische" wurde erstellt von Karsten S., 22. Dezember 2014.

  1. Karsten S.

    Karsten S.

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    Hi,

    hat hier jemand zufällig Erfahrungen mit einer der beiden Arten ?!

    So sahen sie vor ein paar Monaten aus:
    [​IMG]

    [​IMG]

    Inzwischen sind sie deutlich größer (~8 cm), bislang erstaunlich friedlich und fressen auch so ziemlich alles, was angeboten wird und vor allem die Pristolepis davon nicht zu knapp...

    Gruß,
    Karsten
     
  2. Angel

    Angel

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    Hi Karsten

    Leider nein muss ich sagen, wenn ich mir die Tiere so anschaue ;)

    Bisher nur E. suratensis und maculatus wobei nicht lange genug um wirklich von Erfahrung zu sprechen.

    Fressen wirklich alles inkl. Hornkraut.

    Wie hällst Du diese Tiere (Artbecken, Besatzstärke und GU, sonstiger Besatz, WW etc)? Nachwuchs müsste sich ja schon längst eingestellt haben oder?

    Liebe Grüsse

    Angel
     
  3. Etroplus

    Etroplus

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    Hallo Karsten,

    bei Etroplus canaresis ist man strittig ob es wirklich Brackwasserbewohner sind. Die letzten Funde in Andrapradesh waren reine Süsswasserbewohner und die sind in der Natur sehr sehr selten. Bei Maculatus und Suratensis weiss man viel mehr.
    LG
    Ram
     
  4. Etroplus

    Etroplus

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    Hallo Nochmal,
    es scheint so dass Du noch hier die meiste Ahnung hast. Ich wäre froh wenn Du schreibst was Deine Erfahrungen waren.
    Ich hatte bisher nur maculatus gehalten und gezüchtet und von suratensis träume ich noch auch wenn ich die als Kind gegessen hatte :shock:
    Ram
     
  5. Karsten S.

    Karsten S.

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    Hi,

    wäre auch zu schön gewesen...

    Bisher halte ich die (seit ca. 9 Monaten) in meinem großen Wohnzimmerbecken (470l) , Wasser eher weich und leicht sauer, die Temperatur um die 27 Grad.
    Wasserwerte vom Biotop habe ich leider keine, aber ich denke, das kommt in etwa hin.
    Anfangs waren vor allem die Pristolepis noch sehr klein (2-3 cm) und sie kommen definitiv aus reinem Süsswasser (bei Sakleshpur in die Western Ghatts):

    [​IMG]

    Ansonsten habe ich im Becken nur Bodenfische (Corys und Harnischwelse) und seit kurzen einen einzelnen noch halbwüchsigen Leporinus granti, der kommt aber wieder raus. Bei dem kann man beim Wachsen zuschauen...

    Von den Etroplus canarensis habe ich vier Tiere, die fast gleich groß sind. Die dürften bald geschlechtsreif sein. Die Pristolepis marginatus aus dem gleichen Habitat sind bzgl. Größe etwas uneinheitlicher (6-8 cm) und zahlreicher.
    Alles in allem sind die extrem friedlich, nur die Etroplus fangen etwas an, die Rangfolge klarzustellen.
    Ich hoffe mal, dass beide Geschlechter dabei sind...

    Gruß,
    Karsten
     
  6. Etroplus

    Etroplus

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    Karsten ich bin Baff!
    Berichte bitte weiterhin wie es läuft..
    Treibt sich in den Western Ghatts rum und stellt uns Fragen :p
    LG
    Ram
     
  7. Etroplus

    Etroplus

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    Hallo wieder nochmal,

    bitte gib den genauen Fundort der canarensis hier nicht öffentlich bekannt. So viel ich weiss wie gesagt sind diese nur noch sehr selten anzutreffen in der freien Natur und Du könntest was auslösen, dass die letzten auch noch geholt werden.

    Aber hast Du die dortigen Wasserwerte entnehmen können?

    Ja die canarensis sind sehr zänkisch und bilden eine Hirachie. Musst schauen wie immer dass die schwachen Tiere eine Zuflucht haben und ausreichend Futter bekommen. In Sachen Geschlechtsunterschied sind die noch schwiriger als die anderen beiden Entroplus Arten. Zumindest wo ich im Grosshandel gearbeitet hatte konnte ich die Geschlechter nicht unterscheiden, vieleicht geht es nur durch Verhalten und Grösse wie bei den suratensis.
    LG
    Ram
     
  8. Angel

    Angel

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    Hi zusammen

    Nun, vorausgesetzt eine ähnliche Verhaltensweise zu E. maculatus und suratensis (wobei diese noch nicht gross genug sind um geschlechtsreif zu sein) würde ich eine Zucht ohne Bodenfische vorziehen. Die E. maculatus sind zwar innerartlich extrem zickig aber gegenüber anderen Fischen nicht so durchsetzungsfähig verglichen mit anderen Buntbarschen. Auch die E. suratensis erscheinen mir bis jetzt nicht sehr durchsetzungsfähig wenn ich sie während der Fütterung beobachte.

    GU war recht schnell anhand Verhalten und Körpergrösse erkennbar. Der Grössenunterschied von Weibchen und Männchen fand ich bei beiden Arten innerhalb weniger Wochen recht deutlich, vom Männchen wird dann auch nur das auserwählte Weibchen in der Nähe geduldet.

    Zumindest die E. maculatus sind substratlaicher, auf der Seite eines Steins wurde abgelaicht und die erste Grube für Larven direkt darunter angelegt. Später werden die Larven in andere Gruben gezügelt. Da sie im Verkaufsbecken zusammen mit Stachelaalen (M. pancalus) waren hatten sie leider keine Chance die Larven hoch zu kriegen. Hab dann die M. pancalus in ein anderes Becken gesetzt aber bevor es zu einer zweiten Eiablage kam waren sie verkauft. Von den E. suratensis hab ich ein wahrscheinliches Paar für mich behalten aber mehr als das hier kann ich dazu noch nicht berichten. Mir scheint es, dass ein etwas höherer Leitwert ihr Wohlbefinden steigert (sie wirken dann viel ruhiger) obwohl es hiess, es sei eine reine Süsswasserstandortvariante aber eben...

    Liebe Grüsse

    Angel
     
  9. Karsten S.

    Karsten S.

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    Hallo Angel,

    danke für die Infos.
    Ich werde das noch etwas weiter beobachten und denen dann ggf. ein "eigenes" Becken gönnen, ev. mit Farlowella und kleinen Corydoras als Beifische.

    Ganz so durchsetzungsschwach scheinen sie mir jedoch nicht zu sein. Gegenüber den gleich großen Pristolepis marginatus sind sie (noch) dominant. Mit den Welsen interagieren sie so gut wie gar nicht, den großen gehen sie beim Fressen jedoch eher aus dem Weg.

    Wasserwerte habe ich wie gesagt vor Ort leider keine messen können, da dies eher eine spontane Aktion war und ich nichts an Ausrüstung dabei hatte.
    Das Wasser würde ich als Klarwasser mit einem leichtem Schwarzwassereinschlag bezeichnen. Ich nehme daher an, dass es eher weich und leicht sauer war, aber sicher keine extremem Werte.
    Der Bodengrund war vermulmter Kies mit etwas Totholz und Blättern bei vernachlässigbarer Strömung (März). Nur an den Verengungen z.B. unter der Brücke im sehr flachen Wasser war dies anders.
    Dort in der Strömung haben wir dann auch eher Bachschmerlen, vermutlich Schistura mukambbikaensis gefangen. Ansonsten gab es dort noch einige verschiedene Barbenarten und Plattschmerlen.

    Gruß,
    Karsten
     
  10. Karsten S.

    Karsten S.

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    Hi,

    die Pristolepis marginatus sind inzwischen deutlich größer und haben auch schon mehrfach gebalzt und einmal in meiner Abwesenheit abgelaicht. Die großen Männchen messen ca. 14 cm und sind ziemlich bullig, was man auf dem Bild einigermaßen erahnen kann.

    [​IMG]

    Außerhalb der Laichzeit ist es dennoch nicht trivial die Geschlechter auseinander zu halten.
    Auch wenn sie einen farblich nicht gerade vom Hocker hauen, finde ich sie im Verhalten sehr interessant.

    Es sind die reinsten Fressmaschinen, die anderen Beckeninsassen (Etroplus und diverse Welse) sind doch zunehmend zu kurz gekommen, da sie auch (mehrere) Futtertabletten ganz verschlucken und dier Gier dann keine Grenzen kennt...
    Mit Granulatfutter ging es deutlich besser. Ansonsten waren sie weiterhin auch während der Laichzeit erstaunlich friedlich und einigermaßen zutraulich.

    Fünf meiner neun Tiere habe ich an einer Freund abgegeben und ein Pärchen ist in ein separates Zuchtbecken verlegt, nachdem ein Männchen im Wohnzimmerbecken wieder eine Laichgrube angelegt hat und bei den Weibchen die Genitalpapillen deutlich hervorgetreten waren.
    Mal schauen, ob da was geht.

    Die Etroplus machen diesbzgl. leider noch keinerlei Anstalten und ich bin auch noch völlig unsicher, was die Geschlechter angeht.
    Aber jetzt haben sie wenigstens wieder etwas mehr Platz & Ruhe und weniger Futterneider...

    Gruß,
    Karsten
     
  11. Etroplus

    Etroplus

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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. April 2020

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