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Erfahrung mit Vlies (Vliesfilter)

Dieses Thema im Forum "Technik und Einrichtung" wurde erstellt von Bruno Hauri, 20. Dezember 2016.

  1. Bruno Hauri

    Bruno Hauri

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    Salü zäme

    Ich wollte Olivier's Thread nicht missbrauchen, um nur kurz über meine Erfahrungen in Bezug auf Vlies (Vliesfilter) zu berichten.

    Ich reinigte am letzten Freitag wieder mal meinen Unterschrankfilter im Keller, nach ca. 4 Monaten. Weil ich die erste Dreckkammer so lange nicht gereinigt hatte, bot sich in der ersten Biologiestufe (Bio-Balls) ein nicht sehr erfreuliches Bild. Mit dem sich darin abgesetzten Mulm hätte man wahrscheinlich 100 neue Becken animpfen können. Mulm im Volumen von ca. 5 x 50 x 60 cm. Also kamen nach der Reinigung der ersten Kammer (Mattenwürfel und ganzflächige Matten) alle Bio-Balls aus der ersten Biologiestufe raus und alles wurde ausgewaschen und wieder eingesetzt.

    Nun habe ich seit Freitag über diese erste Bio-Filterstufe (Einlaufseite) ein Vlies gelegt, um die Biologie vor all zu viel Mulm zu schützen. Und ich kann nur sagen, dass das Vlies wahrscheinlich alles zurück hält, was da daher kommt. Bereits nach zwei Tagen musste ich das Vlies austauschen, weil sich dieses dermassen vollgesetzt hatte, dass der Wasserstand vor dem Vlies erheblich anstieg. Heute musste ich dieselbe Prozedur wiederholen. Das wird wohl in Zukunft bedeuten, alle zwei Tage ein neues Vlies anzubringen und das alte zu entsorgen. Unglaublich, was da alles an Schwebeteilchen zurückgehalten wird. Na ja, meine Welse sind einfach Dreckschweine (aber ich kann nicht ohne sie :)).

    Das bedeutet für mich, dass eine nachgeschaltete Biologiestufe fast grenzenlos betrieben werden kann, ohne einmal eine Reinigung durchführen zu müssen.

    @ Ändu

    Eine abschliessende Feinfilterstufe nach der Biologie erübrigt sich in meinen Augen. Das wirst Du aber selber einmal feststellen können.

    Freundliche Grüsse
    Bruno
     
  2. Manolo_70

    Manolo_70

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    Hallo Bruno

    Da bin ich zu 100% bei Dir und kann dies bestätigen. Die mechanische Filterung sollte unbedingt vor der biologischen stattfinden. Bei mir ist im Filterschacht zuoberst eine Schicht Vliesmaterial und darunter ein Schicht Filtermatte, zuunterst die Biobälle. Dadurch muss ich mein Filterbecken seit über einem Jahr nicht mehr reinigen. Es gibt schon kleine Mulmecken aber nicht der Rede wert. Ich kann Dir aber versichern, dass auch eine gute Vorfilterung nie alles 100% wegfiltert. Zum Schutz meiner Harze (Vollentsalzer, Nitratfilter) habe ich ein Sandfilter vorgeschaltet und dieser spüle ich alle 4-5 Wochen, damit der Durchfluss wieder gewährleistet wird.
    Im Gegensatz habe ich ein 60er Würfelbecken mit Schacht und Filterbecken im Einsatz. Der Einsatz von Vliesmaterial hatte ich nicht wie beim grossen Becken umgesetzt und relativ schnell sah das Filterbecken aus. Vorletztes Wochenende bemerkte ich keinen angenehmen Geruch und ein Blick in die Kammern war mir klar warum. Kurzerhand sämtlicher Filtermaterial rausgenommen. Wasser un der ganze Dreck aus dem Filterbecken, nach sanfter Reinigung der Filtermaterials wieder rein und nun ist es wieder normal aus. Nun achte ich auch hier und nutze grosszügig Vlieswatte im Filterschacht. Das Wasser ist wieder glasklar;-)

    LG
    Manuel
     
  3. SwissStar

    SwissStar

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    Hallo Bruno,

    Vorab: ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung von solchen grossen Becken und deren Filterung. Aber zum Thema Vlies regelmässig austauschen ist mir eine Idee gekommen. In meinem Lehrbetrieb hatten wir ein zentrales Kühlmittelbecken für all unsere Fräs- und Drehmaschinen. Das Becken stand einen Stock tiefer und das zurücklaufende Kühlwasser wurde durch ein Vlies gefiltert. Um zu verhindern, dass man das Vlies jeden Tag wechseln musste (Späne, Kühlmittelschmodder etc.), hatten wir eine Apparatur, die das Vlies automatisch nachgezogen hat, sobald das Vlies den Durchfluss zu stark gehemmt hat. Das ganze war ein Stück grösser dimensioniert (Breite: ca. 1.5m) als du es wahrscheinlich benötigen würdest, aber ich schätze, dass es so etwas auch in kleinerem Format gibt. Zumal es wahrscheinlich mehr als genug Aquarianer gibt die vor dem selben Problem stehen/standen... :-D

    Edit: hier noch 2 Links zu solchen Apparaturen
    http://theilinggmbh.de/index.php?r=product/show&id=255
    http://theilinggmbh.de/index.php?r=product/show&id=238
     
  4. Ändu

    Ändu Moderator

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    Hallo Bruno

    Vielen Dank für den Erfahrungsbericht. Du bestätigst meine grossen Hoffnungen, die ich auf den Vliesfilter setze.

    Das hoffe ich sehr. Ich möchte eigentlich gerne auf eine abschliessende Feinfiltration verzichten, weil diese dann auch wieder regelmässig gewartet werden müsste. Von den Kaldnes-Körpern fällt halt ab und zu der "Bakterienrasen" ab, aber ich denke nicht, dass dieser Effektik allzu heftig ist.

    @Manuel:

    Nun ja, es ist alles eine Frage des Massstabs! Bis zu einer bestimmten Partikelgrösse entfernt der Vliesfilter sehr wohl alles. Durch den Kuchenaufbau auf dem Vlies wird noch feiner filtriert, als durch das Vlies alleine. Ich habe schon gelesen, dass sogar Krankheitserreger rausgefiltert werden sollen. Aber es kommt natürlich auch auf die Bauweise an. Natürlich darf kein Wasser am Vlies vorbei fliessen ("Kurzschlussströmung").

    @Kevin:

    Danke für den Link, wusste gar nicht, dass es von Theiling jetzt eine grössere Variante gibt. Jetzt wird's langsam interessant ;o). Allerdings ist es schon so, dass man mit dem notwendigen "Basteltalent" selber einen Vliesfilter bauen und viel Geld sparen kann, ich habe schon öfter davon gelesen. Das ist aber nicht so mein Ding. Ausserdem setze ich auf einen Vliesfilter, der keine Motoren und Sensoren enthält, die aussteigen können. Das Wasser fliesst mit steigendem Wasserstand in einen Überlauf und treibt dort eine Art "Wasserrad" an, welches das Vlies nachzieht und den Wasserstand wieder sinken lässt. Auch das könnte man sicher irgendwie nachbasteln.

    Gruess, Ändu
     
  5. Bruno Hauri

    Bruno Hauri

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    Salü zäme

    @ Kevin

    Danke für die Links. Mit dem neuen grösseren Vliesfilter wird es tatsächlich interessant. Ein Nachteil hat diese Bauart allerdings: Der Dreck, welcher nicht am Vlies kleben bleibt, liegt dann in der Filterkammer. Das Vlies müsste von oben her angespült werden, so wie es bei Teichfiltern gemacht wird.

    @ All

    Nach rund zwanzig Tagen Einsatz von Vlies bin ich begeistert. Ich kenne allerdings die Dichtigkeit des Vlieses nicht. Alle 2 Tage muss das Vlies gewechselt werden. Nach drei Tagen ist der Wasserstand vor dem Vlies so hoch, dass das Wasser am Deckel des Unterschrankfilters bis in die letzte Kammer läuft (einmal erlebt). Zum Glück ist die Abdeckung innerhalb des Filterbeckens (Überschwemmung folglich ausgeschlossen). Der Wechsel findet bei mir (leider) manuell statt. Mit zwei Kunststoff-U-Profilen aus dem Baumarkt funktioniert dies eigentlich recht gut. Die Profile passen mit eingeklemmtem Vlies sehr gut über die 10 mm starken eingeklebten Glastrennwände im Filter. Leider hat meine Vliesrolle eine Breite von 75 cm bei einer Länge von 100 m. Diese hatte ich damals zu Versuchszwecken gekauft. Ein 40 cm breite Rolle würde mir mehr dienen. Nun muss ich bis die Rolle aufgebraucht ist, alles von Hand zuschneiden. Wegwerfen will ich das Material nicht, zu kostspielig.

    Fazit: glasklares Wasser! Wahrscheinlich nur noch zu toppen mit einem Trommelfilter, bei welchem der Dreck kontinuierlich weggespült wird.

    Freundliche Grüsse
    Bruno
     
  6. Ändu

    Ändu Moderator

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    Sälü Bruno

    Ups, das mit dem Überlaufen ist natürlich ein bisschen problematisch, aber wenn der Überlauf im Filterbecken passiert, hast du ja nochmal Glück gehabt ;o)).

    Nicht bei allen. Ich glaube, es kommt hier auch auf die Betriebsweise an (Filter über oder unterhalb des Wasserpegels vom Aquarium). Oder auf den Hersteller. Ich bin nicht sicher. Irgendwo bleibt halt immer etwas Dreck liegen, entweder im "Vliestrichter" oder im Filterbecken.

    Mir ist bekannt, dass es auch noch 30 und 50 cm breites Vlies gibt (Genesis). Kann gut sein, dass es noch weitere Dimensionen gibt, keine Ahnung.

    Nein, der Vliesfilter hat eine bessere Abtrennungsleistung und holt noch feinere Partikel aus dem Wasser. Durch die Kuchenbildung auf dem Vlies wird die Filtration noch feiner. Beim Trommelfilter fehlt dieser Effekt. Der grosse Vorteil des Trommelfilters ist, dass man keinen Vliesverbrauch hat. Dafür hat man Lärmemissionen für das Spülen vom Band und natürlich mehr Technik.

    Gruess, Ändu
     
  7. Bruno Hauri

    Bruno Hauri

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    Salü Ändu


    "Nein, der Vliesfilter hat eine bessere Abtrennungsleistung und holt noch feinere Partikel aus dem Wasser. Durch die Kuchenbildung auf dem Vlies wird die Filtration noch feiner."


    Bis sich ein "Kuchen" gebildet hat ist es schon zu spät. Das Vlies macht recht schnell zu. Da kommt nichts durch, ob mit oder ohne "Kuchen", ausser man windet das Vlies richtiggehend aus.


    Du wirst in Zukunft Freude an einem solchen Filter haben!!!


    Wenn der Vliesvorschub automatisch läuft sowieso.


    Nach meinen Berechnungen wird die 100 m Rolle für mein Becken für ca. 285 Tage reichen.


    Ich habe in den letzten 20 Tagen absolut keine Ablagerungen in der Bio-Stufe gefunden. Ich frage mich nur noch, ob ich überhaupt noch Filtermatten in der ersten Kammer einsetzen soll. Diese auszuwaschen ist nicht ganz ohne. Am besten hätte ich eine Waschmaschine für diese Tätigkeit. Im Moment spühle ich die Dinger ca. alle 2 Monate in der Badewanne aus.
    Wenn es nur Mulm wäre, ginge es ja noch. Aber es tummeln sich auch immer tausende Turmdeckelschnecken darin. Und bis die darussen sind dauert es eine ganze Weile. Ich weiss, ich bin ein Mörder von Turmdeckelschnecken, aber das lässt sich nicht umgehen.


    Freundliche Grüsse
    Bruno
     
  8. Ändu

    Ändu Moderator

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    Sälü Bruno

    Ein Kuchen bildet sich vom ersten Moment an. Nur wenn er eine bestimmte Masse (bzw. Dicke) erreicht hat, beginnt der Pegel zu steigen und dann wird das Vlies nachgezogen. Der sog. "Filterkuchen" trägt also sehr wohl zum Filtrationsergebnis bei.

    Ich kann's kaum erwarten ;o). Die Planung der Anlage läuft langsam an und sobald es ein bisschen klarer wird, erstelle ich einen separaten Thread im Technikbereich.

    Die Probleme mit den versifften Filtermatten kenne ich nur zu gut und sind einer der Hauptgründe, weshalb ich auf den Vliesfilter umstelle. Ich kann aber nicht beurteilen, was es bei dir zusätzlich zum Vlies noch als Vorfilterstufe braucht. Aber du kannst es ja mal ohne diese Matten versuchen und dann schauen, wie es sich in der Biostufe verhält?

    Gruess, Ändu
     
  9. Bruno Hauri

    Bruno Hauri

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    Salü Ändu

    Alternativ zu den Vliesrollen-Filtern gäbe es im Teich-Bereich auch noch Endlos-Vliesbandfilter. Diese haben eine ähnliche Funktionsweise wie Trommelfilter. Das Vliesband, welches immer das Gleiche ist und um zwei Rollen läuft, wird einfach immer wieder mit Frischwasser gespült. Vorteil: kein zusätzlicher Vliesverbrauch. Nachteil: Lärmemissionen und vermehrter Wasserverbrauch durch das Spülen wie beim Trommelfilter. Wobei die Lärmemissionen vielleicht ein wenig geringer ausfallen, da nicht auf ein Blech (Trommel) sondern auf das Vlies gespritzt wird. Kann ich aber nicht selber beurteilen.

    http://www.koi-breeder.ch/xanario_s...1qb1&products_keywords=WAS+Endlosband&x=0&y=0

    Freundliche Grüsse
    Bruno
     
  10. Ändu

    Ändu Moderator

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    Hallo Bruno

    Das Prinzip ist mir ebenfalls bekannt, ich verbrachte viele Stunden auf den Seiten der Filterhersteller für Koi-Teiche ;o). Ich denke wie du, dass die Nachteile ähnlich sind wie beim Trommelfilter.

    Ich habe mich entschieden, den eigentlich einzigen Nachteil vom Vliesfilter (Vliesverbrauch) in Kauf zu nehmen und hoffe, dass sich das nicht rächen wird. Aber ich denke, dass sich der Verbrauch wird in Grenzen halten wird.

    Gruess, Ändu
     
  11. Thomas Hürlimann

    Thomas Hürlimann

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    Beckenbiologie

    Hallo Zusammen
    Das tönt jetzt alles sehr einleuchtend, aber wie soll hinter euren, Reinstfiltern noch etwas Mulm durch kommen und die Bakrerien ernähren, welche für die Beckenbiologie verantwortlich sind, so wie es hier jedem Anfänger erklärt wird, um das Becken stabil zu halten?:oops:

    Gruss

    Thomas
     
  12. Ändu

    Ändu Moderator

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    Hallo Thomas

    Die "Nährstoffe" für die Bakterien sind im Wasser gelöst, Mulm ist für das Funktionieren der biologischen Stufe des Filters keine Voraussetzung. Das klappt einwandfrei, sonst würden sehr stark besetzte und belastete Teiche nicht auf diese Weise filtriert.

    Zudem bin ich in den letzten Jahren zur Ansicht gekommen, dass zu grosse Mulmansammlungen nicht wirklich sinnvoll sind, womit ich überhaupt nicht sagen will, dass Mulm "böse" ist und ich will auf keinen Fall mulmfreie Becken empfehlen! Aber man kann es mit der "Mulmkultivierung" auch übertreiben.

    Gruess, Ändu
     
  13. Thomas Hürlimann

    Thomas Hürlimann

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    HoiAendu

    Weisst Du,bis vor etwa einem Jahr hatte ich mein 300 Liter Becken genau so gefahren. Alle 2 bis 3 Wochen wurde der einzige kräftige Eheim Innenfilter mit 3 Medien, jeweils komplett ausgewaschen, und es lief am Anfang eigentlich immer noch stabil weiter, ich begann zu bezweifeln, dass diese Filtrbakterien das Wasser wirklich reinigen. Hatte sehr viel Holz im Becken, wo vielleicht auch noch Bakis siedelten,
    anyway, nach einer Zeit, hatte ich plötzlich hohe Nitritwerte und trübes Wasser mit Fischtod reihenweise.So es muss doch etwas dran sein, an der guten alten Meinung, den Bakis im Filter Sorge zu tragen. Ich spreche nicht von zugemüllten Filtern die nur noch tröpfeln.

    Gruss

    Thomas
     
  14. Ändu

    Ändu Moderator

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    Hallo Thomas

    Die Bakterien sind von grösster Wichtigkeit und ich wollte auch überhaupt nichts anders sagen, sorry falls das falsch rüber gekommen ist. Aber verschlammte Filter müssen nicht sein, genau wie du schreibst. In meiner Biostufe (Fliessbett bzw. moving bed) wird sich nach dem Vliesfilter auch ohne Schlamm eine sehr grosse Menge an Bakterien ansiedeln und diese Stufe wird nie gereinigt. Ich habe da absolut keine Bedenken.

    Gruess, Ändu
     
  15. Thomas Hürlimann

    Thomas Hürlimann

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    Hoi Aendu

    Ok jetzt ist das klar und verstanden.
    Wunsche weiterhin gutes Filter Gelingen in Euren Grossbecken:)

    Gruss

    Thomas
     
  16. Bruno Hauri

    Bruno Hauri

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    Salü zäme

    @ Ändu

    Wieder mal ein Update meiner manuellen Vlies-Filterung:

    Nach nun 5 Monaten bin ich immer noch restlos begeistert von diesem Vlies. Nur ganz wenig Mulm liegt mittlerweile in der ersten Biologiestufe (aber nur weil ich das Vlies manuell wechsle). Ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass eine Biologiestufe mit vorgeschaltetem Vlies-Filter jahrelang nicht gereinigt werden muss.

    Freundliche Grüsse
    Bruno
     
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  17. Ändu

    Ändu Moderator

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    Sälü Bruno

    Vielen Dank fürs Update, dann behalte ich meinen Kurs definitiv bei ;o).

    Es gibt übrigens Freaks, die sich ihren Vliesfilter selber bauen. Wenn man das notwendige Basteltalent hat, ist das wohl gar nicht so kompliziert (Niveauregulierung und ein Motor, der das Vlies nachzieht). Vielleicht wäre das was für dich? Hier mal ein Link: http://www.diskusportal.de/vliesfilter-einsatz-fuer-technikbecken-t35778.html (musst aber wohl registriert sein, um alle Inhalte zu sehen). Ich traue mir das eher weniger zu und setze wohl endgültig auf den Genesis-Vliesfilter (ohne Sensorik und Motoren, nur mit einem Wasserrad im Überlauf, welcher das Vlies nachzieht).

    Gruess, Ändu
     
  18. Bruno Hauri

    Bruno Hauri

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    Salü Ändu

    Danke für den Link. Mein Vlies sieht nach zwei Tagen aber ganz anders aus. Da ist nur noch eine dunkelbraune Fläche vorhanden, nicht so hell wie in diesem Link. Verbrauch ca. 2.5 m/Woche bei einer Breite von 60 cm. Ich mache mal noch ein- zwei Bilder davon und stelle es hier rein (neu und gebraucht).

    Freundliche Grüsse
    Bruno
     
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  19. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Sali Bruno

    Ein paar Fotos wären sehr willkommen :) ich werde mich wohl in Zukunft auch langsam in die Richtung bewegen, die Becken werden nicht kleiner und es scheint mir fast, dass Dies wohl die wartungsärmste Variante von allen Filtersystemen ist. Mein Mehrkammer-Filter im 2000er läuft jetzt ziemlich genau ein halbes Jahr und jetzt zeigt sich bei der ersten Stufe (die grosse Matte vor dem moving Bed) erstmals ein leichter Bauch nach innen, so dass ich sie mal ausdrücken werde.

    Ich bin aber mit der Leistung recht zufrieden, wenn man bedenkt was für Brocken inkl. der Schildkröte darin schwimmen und wie hoch der Futterdurchsatz ist.

    gruss Thomas
     
  20. Ändu

    Ändu Moderator

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    Hallo Thomas

    Ich setze vor allem wegen der Keimdruckempfindlichkeit der Diskus auf den Vliesfilter. In Kombination mit der Kuchenbildung ist Porengrösse so fein, dass offenbar sogar Krankheitserreger rausgefiltert werden sollen, zudem wird kein Schlamm "gebunkert" sonder kontinuierlich entfernt. Aber für eher unempfindlichere Fische ist ein Vliesfilter vielleicht ein Overkill, da tut es der gute alte HMF sicher auch. Betreffend Aufwand ist die Frage, was häufiger notwendig ist: Das Austauschen der Vliesrolle (geht aber relativ zackig) oder das eher mühsame Reinigen der versifften HMF-Matten.

    Aber schaden kann der Vliesfilter ganz bestimmt nicht, ich halte dich also bestimmt nicht davon ab und würde mehr Erfahrungswerte sehr begrüssen ;o).

    Gruess, Ändu
     

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