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Aquariumwand mit Wasserwechselanlage und neuen LEDs

Dieses Thema im Forum "Technik und Einrichtung" wurde erstellt von Daiwa, 28. Dezember 2019.

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  1. Daiwa

    Daiwa

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    Hallo zusammen


    Ich bin seit einiger Zeit an der Planung/Überlegung, ob es zu realisieren wäre, dass Abwasser zu automatisieren, wenigstens teils. Ob es dann auch wirklich realisiert wird, ist sicher fraglich wegen den Bohrungen, wo ja bei bestehenden Becken ausgeführt werden müsste und wohl auch vor Ort. Und dies selbst zu bohren, na ja… Hat hier jemand Erfahrungen? Der Grund ist eigentlich, dass ich mehr oder weniger sowieso alles abbauen muss, da ich das Licht auf LED wechseln will. (altes System gut verschraubt, alles zusammenhängend, was ja auch gut war)

    Auf YouTube habe ich nun ein Video gesehen, wo mir ganz gut gefällt. Die Becken wurden alle gebohrt im Eck (Wohl bereits vom Lieferanten), so dass hinter dem HMF dann der Wasserablass installiert werden kann mittels eines Rohres, so hoch, wie der Wasserablass dann auch sein soll. Unten ein PVC U Kugelhahn.

    Wäre sicher sehr hilfreich und praktisch. Was meint Ihr? Aufwand zu gross? Evtl. würde es auch ohne Bohrungen Möglichkeiten geben?

    Platz hat es auf dem kleinen Regal für 12 Becken, zurzeit sind 8 im Einsatz. Grösse je Becken bei 80 x 50 x 35 cm, ca. 140 Liter = total doch ca. 1600 Liter

    Alte Themen habe ich auch teils durchgeschaut, leider fehlen dort halt auch meistens die Bilder zu den Erklärungen.

    Danke schon mal zum voraus.

    Lieber Gruss, Remo
     
  2. Aqua92

    Aqua92

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    Hallo Remo

    Ich habe mir die selben Gedanken auch schon x-fach gemacht. Ein automatischer Wasserwechsel wäre sicher praktisch, eine wirklich befriedigende Variante habe ich aber bisher nicht gefunden.

    Für mich gibt es vier Möglichkeiten:
    1. Ohne automation, aber sehr effizient eingerichtet:
    Mit dieser Variante fahre ich seit über 5 Jahren recht gut. Zum ablassen habe ich zwei 1" Schläuche mit Kugelhahn, dahinter eine Gardenapumpe. Die saugt das Wasser aus den Becken direkt in den Abfluss.
    Zum Befüllen habe ich zwei weitere Schläuche mit Kugelhahn. Das Wasser wird aus einem 300l Mischfass mit einer Tauchpumpe über die Schläuche in die Becken befördert.
    Mit diesem System habe ich ca. 12 Becken mit 60-250l (gesamt ca. 1500l) mit Wasserwechselvolumen von max 600l (für mehr reicht mein Osmosevorrat nicht) in ca. 30-40 min gewechselt.
    Gleichzeitig 4 Schläuche zu überwachen ist schon etwas stressig, aber es geht schnell. Meistens lasse ich zuerst alles Wasser ab und befülle dann, was etwas länger dauert aber weniger stressig ist.
    Vorteil: wenig Technik, Becken sind nicht gebohrt, keine Auslaufgefahr, recht schnell.
    Nachteil: nicht vollautomatisch, benötigt trotzdem Zeit.

    2. Zentralfilter:
    Bei einem Regal mit 5 Minibecken mit gesamt ca. 60l habe ich einen kleinen Kreislauf mit Zentralfilter. Als überlauf bei den Becken brauche ich selbstgebogene Syphons, somit musste ich die Becken nicht bohren.
    Beim Wasserwechsel pumpe ich das Filterbecken leer und befülle es neu.
    Vorteil: geht schneller als jedes einzeln zu wechseln
    Nachteil: Wechselvolumen auf Filterbeckenvolumen begrenzt, bei mir 10-20%, in allen Becken die selben Wasserparameter
    Diese Variante finde ich hier besonders gut gemacht. Jede Ebene hat ein eigenes Filterbecken auf der selben Ebene, dadurch entfällt eine grosse Förderpumpe zum Hochpumpen des Wassers. http://www.americanfish.de/forum/in...ostID=97207&highlight=zentralfilter#post97207

    3. Automatisch mit Überlauf:
    Ein System dass man sehr häufig sieht. Alle Becken haben einen Zu- und einen Überlauf. Frischwasserhahn aufdrehen und der Wasserwechsel beginnt.
    Vorteil: einfach und vollautomatisch
    Nachteil: benötigt extrem viel Wasser, da ein Teil des Frischwassers gleich wieder über den Überlauf in den Ablauf gelangt, komplette Verrohrung aller Becken erforderlich

    4. Automatisch mit Wasserablass und dann erst auffüllen (wie konventionell)
    Von mir aus das beste aber komplizierteste System. Damit kann man in jedem Becken andere Wasserwerte fahren und trotzdem grosse Wasserwechsel machen.
    Vorteil: automatisch oder halbautomatisch, Wasserwerte flexibel einstellbar wie bei konventionellem Wasserwechsel
    Nachteil: viel Technik, komplette Verrohrung mit Ventil an Zu- und Ablauf.

    Ich habe mir schon oft überlegt die Variante 4. zu realisieren. Ich habe sie noch nicht realisiert wegen der vielen Technik. Für jedes Becken benötigt man zwei Magnetventile, sowie Sensoren zur Pegelkontrolle zum Ablassen und beim Auffüllen. Am besten noch mit Redundanz.
    Variante 4. ohne komplette Automatisierung lohnt sich für mich nicht, da ich dann nicht merklich weiter wäre als jetzt.

    Für mich wäre aber wichtig ohne Bohrungen auszukommen. Mit den Bohrungen hat man immer ein Zusatzrisiko und die Durchführungen sind teuer. Zudem kann man solche Becken später schlechter weiterverkaufen.

    Gruess Jonas
     
  3. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Morgen Zusammen

    Falls ich mal dazu kommen sollte einen automatischen Wasserwechsel zu installieren würde ich auf die Variante 3 von Jonas aber mit permanentem Wasserwechsel setzen.

    Ich würde das ganze via Filterbecken realisieren mit dem Zulauf direkt ins Becken und den Überlauf im Filterbecken. Ich glaube wenn die Wechselmenge perfekt via Leitwert ermittelt und eingestellt ist, spart man im Endeffekt Wasser. Voraussetzung sind ähnliche Becken (Zuchtstationen oder Grossbecken) oder getrennte Kreisläufe wo die Wassermengen unterschiedlich geregelt werden können.

    Ums Bohren kommt man aber meiner Meinung nach nicht rum, alles Andere wäre mir ein zu grosses gebastel und zu unsicher. Glas zu Bohren ist gar nicht so schwierig. Ein bisschen Geduld und gut mit wasser kühlen dann klappt das einwandfrei. Die Kronen gibt's im grossen Fluss schon ab ein paar Euro. In der Schweiz habe ich bisher leider noch nichts vergleichbares gefunden.

    Gruss Thomas
     
  4. Ändu

    Ändu Moderator

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    Hallo Remo

    Ich kann dir kurz mein Vorhaben schildern. Ich habe es noch nicht umgesetzt, aber die Idee hatte ich schon vor einiger Zeit und vermutlich wird es so realisiert. Es braucht viel Platz und ich weiss nicht, wie die Situation bei dir aussieht, aber vielleicht gibt es dir ein paar Denkanstösse.

    Im Hauptbecken will ich keine Schwankung des Wasserstands haben, d.h. die konventionelle Variante (ablassen und wieder auffüllen) ist kein Thema. Die Variante 3 ist wegen der Wasserverschwendung kein Thema. Weil die Filteranlage im Keller unterhalb des Beckens ausgestellt wird, werde ich nach dem Filter zwei parallel geschaltete Behälter (je ca. 1000 L) aufstellen. Der eine Behälter befindet sich im Kreislauf, der andere nicht. Für den Wasserwechsel wird der andere Behälter mit Frischwasser gefüllt und nach der Temperierung in den Kreislauf geschaltet, während der andere Behälter (mit Altwasser) aus dem Kreislauf genommen wird (Umstellung des Kugelhahns). Dann kann der andere Behälter geleert und eine Woche später mit Frischwasser gefüllt und in den Kreislauf geschaltet werden usw. Automatisiert wird das Ganze nicht, weil der Aufwand gering sein wird und ich die Störanfälligkeit so gering wie möglich halten will.

    Gruess, Ändu
     
  5. Daiwa

    Daiwa

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    Hallo zusammen

    Vielen Dank schon mal für die Mithilfe und die Antworten, alles sehr interessant.

    Einen vollautomatischen Wasserwechsel muss es definitiv nicht sein, da bin ich doch noch sehr gerne dabei. Was ich eher möchte, ist eine Vereinfachung/Hilfe, wo es Zeitlich vereinfacht mit dem Wasserwechsel, damit die Eimer in Pension können. Könnte auch nur den Abfluss sein, damit ich dann eine Lösung vom Fass her noch mache, Filter mit Gartenschlauch oder so was, wegen der Höhe.
    Die Idee mit dem Filterbecken, wäre natürlich ein absoluter Traum. Denke einfach kaum, dass ich das umsetzen kann selber. (Wissen/Erfahrung) Gemäss Link von Jonas könnte ich pro horizontaler Reihe jeweils 1 Filterbecken aufstellen und 3 Becken und diese zusammen verbinden? Funktioniert das miteinander? Wäre ja dann 3x übereinander auf dem Gestell (3x Filterbecken und 9 Becken) und die Filterbecken dann noch mit Abfluss wenn es geleehrt werden soll? Die Rückförderpumpe bedient dann alle 3 Becken, möglich bei soviel Wasser? Bei Stromausfall bei der Rückförderpumpe wäre das aber ein Problem, da die 3 Becken ja weiter Wasser ins FIlterbecken geben?

    Die Becken selber könnten gut gebohrt werden, habe sowieso noch eine Palette mit Becken im Geschäft, also mehr als genug, da ich noch von einem Kollegen die identische Grösse erhalten habe. Verkaufen kann man die eh nicht mehr nach mir, trotz Neuwertig. Was dann eher Problematisch wäre ist das Zusatzrisiko wo Du eben schreibst Jonas wegen Wasserlecks, da ich zur Miete bin und nock kein Eigentum habe. Anderseits könnte ja auch sonst mal was passieren..... hmmmm.

    Dieses Video habe ich nun auch paar mal angeschaut, finde auch das nicht so schlecht gelöst:


    (ohne Filterbecken)

    Ich werde nächste Woche mal noch Fotos machen, evtl. hilft das dann auch noch.

    Beste Grüsse & guten Wochenstart morgen.
    Remo
     
    Martin gefällt das.
  6. Daiwa

    Daiwa

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    Hallo zusammen

    Werde nun mal das Licht bestellen, damit ich das auswechseln kann. Zur Zeit noch Röhren installiert (18W Coolwhite) und soll umgerüstet werden auf LED. Was ich gesehen habe sind die LED Module in Warmweiss (3000K) oder Kaltweiss (6000K). Leistung in Watt sind 1.2W, Spannung 12V. Was würdet Ihr eher empfehlen? Warmweiss? Dimmer denke ich macht sicher auch noch SInn. Grösse ist eber auch noch praktisch mit nur 66 x 15 x 8 mm, Brennstunden 50.000, Lumen 150LM pro Module.

    Anbei mal ein eher schlechtes Bild von der jetzigen Aktion.

    [​IMG]

    Beste Grüsse
    Remo
     
  7. Zigermandli

    Zigermandli Moderator

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    Sali Remo
    Kommt darauf an ob su eher Schwarzwasserbecken hast, der Pflanzenwuchs eine Rolle spielt etc. ich würde Dir eine Auswahl an mehreren Spektren empfehlen und jedes Becken individuell beleuchten.

    Ich persönlich arbeite ja überwiegend mit LED-Flutern und habe mittlerweile mehrere Becken mit jeweils zwei oder drei Flutern mit beiden Spektren.

    Gruss Thomas
     

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