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Apistogramma

Dieses Thema im Forum "Haltung: Fische" wurde erstellt von stefan.bl, 19. Februar 2015.

  1. stefan.bl

    stefan.bl

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    Hoi zäme
    Leider hatte ich schon zwei Mal Pech mit Apistogramma cacatuoides und macmasteri. Ich brauche aber einen Jäger, der die Guppys in Schach hält, und ausserdem gefallen mit die Apistogramma schon sehr.
    Nun bin ich auf der Suche nach möglichst robusten Arten, die Angaben im Fachgeschäft und Internet sind nicht immer gleich. Darum möchte ich Meinungen von erfahrenen Haltern hören. Welche Art empfiehlt ihr mir?
    Becken: 80x50x30, pH: 6.8, GH 5, KH 4, Temperatur 24, Höhlen und Pflanzen vorhanden. Boden z.T. Sand, z.T. Kies.
    Besatz ca. 15 Guppys, 2 L-Welse, 6 marmorierte Keilbauch.
    Vielen Dank für Antworten
    stefan
     
  2. Tek

    Tek

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    Mein Vorschlag ist zwar kein Südamerikaner aber es sind sehr schöne Fische und auch ziemlich robust.
    Der Purpurprachtbarsch - Pelvicachromis pulcher.
    Allerdings ist dein Aquarium von der Grösse her ziemlich grenzwertig. Aber wenn man es entsprechend einrichtet sollte man ein Paar pflegen können.
     
  3. fischlieb

    fischlieb

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    Hi Stefan

    Ich bin zwar kein Erfahrener Halter, doch ich hoffe, dir doch ein wenig helfen
    Eigentlich sollten die Kakadus/Villavicencios bei deinen Wasserwerten prächtig gedeihen (nur die Temperatur könnte ein wenig höher sein). Was genau ist denn schief gelaufen?

    Von den Südamerikanischen ZBB's kenne ich eigentlich nichts "robustes", doch folgende Gattungen ausser den Apistos wären auch möglich:

    Laetacara/Nannacara
    Crenicichla (kleine Art)
    evt. Dicrossus filamentosus

    Lieber Gruss
    Joschija
     
  4. Angel

    Angel

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    Hi zusammen

    Pelvicachromis sind sehr durchsetzungshäfig und sobald sie Junge führen ist es vorbei mit der Ruhe für die Guppy. Das Becken ist zu klein für diese Vergesellschaftung und verletzte Guppy eine Frage der Zeit.

    @Joschija
    Interessante Vorschläge.... hast Du Erfahrung mit erwähnten Arten?
    Dicrossus filamentosus ist nicht unbedingt als robust zu betrachten. Auch die Crenicichla gehören meiner Meinung nach eher zu den schwierig zu haltenden Arten. Die zerlegen sich gern gegenseitig, das gilt auch für kleine Arten. Da ist die Haltung in grossen Becken schon nicht ganz problemlos, in kleinen Becken fast unmöglich.

    @Stefan
    Apistogramma borelli wäre eine Möglichkeit. Die brauchen nicht zu warm und sind auch nicht auf extrem weiches Wasser angewiesen und die innerartliche Agressivität hällt sich im Rahmen. Ob sie die Guppypopulation in Schach halten können bezweifle ich aber stark und man sollte sie auch nur dann halten, wenn sie einem gefallen.

    Bevor Du aber irgendwelche andere Buntbarsche ins Becken setzt wäre es nicht unwichtig heraus zu finden, warum die bisherigen Haltungsversuche scheiterten. Geschlechtsverteilung (innerartliche Agressivität), Futterkonkurrenz durch Guppy, unpassende Temperatur (nicht alle Arten vertragen die dauerhafte Haltung welche an Ihre Grenzwerte der Anpassungsfähigkeit geht) etc.

    Falls es Dir effektiv um einen Jäger geht würde ich einen neuen Thread eröffnen mit passendem Titel :)

    Liebe Grüsse

    Angel
     
  5. A.H

    A.H

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    Hallo

    Ich würde schnell von den Apistogramma abkommen. Für ein solches Becken würde ich Laetacara dorsigera vorschlagen. Ein friedlicher, bei artgerechter Haltung sehr farbenfroher und interessanter Pflegling.
    Zu den Vorschlägen:
    A. Borelli: Wunderschöne Fische, aber alles aussert einem sehr jungen Guppy welches zufälligerweise vor ihren Mäulern vorbeischwimmt wird nichts gefressen. Diese Fische gehören in kleinere Artbecken/Biotopbecken und stellen relativ hohe Asprüche an den Halter(Jedenfalls auf Dauer).
    Crenis: Hier könntest du max. ein Einzeltier halten. Diese Fische sind leider dafür bekannt das selbst harmonierende Paare nach dem Umsetzen in ein neues Becken sich gegenseitig killen.
    Die Pulcher: Tolle temparamentvolle Fische welche dein Becken alle 1-2 Monate in eine Formel 1 Strecke verwandeln werden. Wenn deine Guppys Hochzuchten sind oder sich Wegschwimmen nicht gewohnt sind def. die falsche Wahl.
    Dicrossus filamentosus: Einer der schönsten Barsche. Leider genauso filigiran wie er aussieht. Hier empfielt sich ein Artbecken welches vollkommen auf die Tieren zugeschnitten ist, dann sind es wahre Diamanten und bereiten extrem viel freude(werden rel. zutraulich).
    Nannacara: Hier wirst du verschiedene Meinungen hören, die Tiere können sich extrem gut vertragen und Paare inkl. Beifische bereits in kleinen Becken gepflegt werden oder du erwischst Tiere welche als Einzeltier ein 100cm Becken bewohnen möchten. Ich würde bei fehlenden Ausweichbecken von dieser Art abraten. Jedoch auch das sehr interessante und grundsätzlich Robuste Pfleglinge.

    Wenn du einen Barsch möchtest der sich gut eingliedert und einen Teil der Guppys frisst dann empfehle ich dir die Laetacara dorsigera. Sie werden auch mit 24° gut zurecht kommen.
    Wenn du einen Killer im Becken haben willst und nicht zwingend einen Barsch: Querbandhechtlinge.

    Gruss
     
  6. stefan.bl

    stefan.bl

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    Hallo zusammen
    Vielen Dank für eure Antworten, jetzt habe ich einige Anregungen. Ich spiele sowieso mit dem Gedanken, mein AQ durch ein grösseres, 120x66x40, zu ersetzen. Da wäre die Auswahl auch grösser. Ich denke, ich warte mit dem Zukauf bis das neue AQ da ist. Bis dahin werden sich zwar die Guppys vermehren, aber vielleicht kann ich ja einige abgeben.
    Einen richtigen Killer möchte ich nicht im AQ, nur Fische, die die jungen Guppys fressen, damit die Population stabil bleibt.
    Liebe Grüsse
    stefan
     
  7. stefan.bl

    stefan.bl

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    Hatte zuerst ein Paar Kakadus, bei den oben erwähnten Wasserwerten. am Anfang ging alles gut, sogar Nachwuchs stellte sich ein, der vom Mutterfisch gepflegt wurde. Dann waren die Jungen nicht mehr da, was ja nicht aussergewöhnlich ist. Nach einigen Wochen kränkelte das Männchen, krümmte sich und lag schwer atmend am Boden bis es starb. Das Weibchen starb 2 Wochen später.
    Ich versuchte es dann auf Anraten mit einem Männchen A. macmasteri. Auch der wuchs und hatte wunderschöne Farben, frass die Guppyjungen, adulte Fische liess er in Ruhe. Dann sah ich, dass er Seitenlage hatte und das Gleichgewicht nicht halten konnte. Ich fütterte darauf hin eine Woche nur noch Pflanzenflocken, er schien sich zu erholen. Als er so aussah, als ginge es wieder gut, gab ich einmal lebende weisse Mückenlarven, 3 Tage später Artemia Frostfutter. Dann fingen die Krämpfe wieder an, aber viel stärker. Er raste durchs AQ, krümmte sich stark, lag dann wieder auf dem Boden, dann fingen die Krämpfe wieder an. Am Nachmittag war er dann tot.
    Nun will ich so etwas natürlich nicht wieder erleben, darum bin ich vorsichtig. Lag es ev. am Futter?
     
  8. fischlieb

    fischlieb

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    Hallo Stefan

    Oha, dass ist aber ein tragischer Fall... :-( Kann dich nur verstehen dass du das nicht nochmal erleben willst.

    @Angel:
    Eigentlich habe ich keine wirkliche Erfahrung mit den Aufgezählten Gattungen, ich wollte nur mal dran erinnern.

    Gruss
    Joschija
     
  9. Annie27

    Annie27

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    Hallo Zämme,
    Ich halte Querbandhechtlinge Epiplatys dageti.
    Sie sind eher sanfte Killer, wenn die Jungfische eine gewisse Größe erreicht haben sind sie viel zu flink für die Hechtlinge.
    Den 2cm langen Reisfischjungen können sie nichts mehr anhaben.
    Liebe Grüsse Annegret


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  10. Angel

    Angel

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    Hi Stefan

    Musste Schmunzeln ... Killer sind sie im Grunde genommen alle, manche etwas effektiver wie andere aber guck mal einem Schwarm Neons zu, wenn ein Zwergbuntbarschpaar versucht Junge zu führen... keine Chance für die Jungen denn die Neons haben eine ganz fiese Taktik .. der Schwarm lenkt die Elterntiere bewusst ab während dessen jeweils ein zwei Neons sich ein Jungfischchen schnappen.... das Spiel geht so lange bis sie alle gefressen sind.

    Jeder Fisch frisst gern Lebendfutter, in der Regel in der Grösse, was ins Maul passt... natürlich sind sie nicht alle gleichermassen effizient.

    Der Zwergraubsalmler, Lauerjäger von Beruf, tötet mit Genuss Artemianauplien.. er verlässt dafür sogar seine Deckung, um die zu erjagen was ja sonst nicht seine Art ist ... die anderen Zwergfische passen ihm nicht ins Maul und werden somit nicht beachtet. Er schaut aber im Vergleich zu seinen grossen Verwandten sehr harmlos aus ;)

    Finde ich gut, dass Du zuwartest.. grösseres Becken ergibt sicher mehr Möglichkeiten.

    Was das Futter betrifft, so konnte ich beim Lebendfutter noch nie Probleme feststellen. Man sieht ja, ob die Tiere noch leben oder nicht. Beim Frostfutter kommt es dann doch sehr auf die Qualität an bzw. Vertrauen an den Händler, dass die Ware nicht mehrmals aufgetaut und somit verdorben ist. So oder so sollte man aber auch gutes Frostfutter immer gut spülen.

    @Joshija
    Man hilft gern.. klar, aber manchmal sollte man sich etwas zurück halten, wenn man keine eigenen Erfahrungen zum Thema hat. Fische anhand Bilder oder auch durch Erfahrungsberichte einzuschätzen kann ins Auge gehen, weil man das Geschriebene schlichtwegs nicht zu beurteilen vermag. So lernt man schnell ungewollt einen Mist zu verzapfen.

    Stell Dir vor, Stefan hätten die Crenicichla gefallen... wie traurig wäre er dann das Weibchen entweder schwer verletzt oder vom Männchen gekillt vorzufinden.

    Liebe Grüsse

    Angel

    Ps. dem Vorschlag der Querbandhechtlingen kann ich mich nur anschliessen... überzählige junge Guppy nehme ich sonst auch gern gegen Futter oder so für meine Räuber ;)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22. Februar 2015
  11. Annie27

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    [​IMG]

    [​IMG]

    Meine Querbandhechtlinge Epiplatys dageti.
    Wegen des dichten Pflanzenbewuchses kommen natürlich trotzdem einige Jungfische hoch. Übrigens hat es auch viele Algengarnelen von grün bis knallrot im Becken, es sind eher gemütliche Jäger.
    Liebe Grüsse Annegret


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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. Februar 2015
  12. A.H

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    Hallo

    Eine kurze Anmerkung zu den Querbandhechtlingen:

    Auf dem Bild sind nur Männchen zu sehen, erstaunlich sind diese bei dir so friedlich, hälst du nur Männchen?
    Jäger jagen nur dann wenn sie hungrig sind, wenn du Tiere hast wie Annie auf den Bildern dann sind die Tiere definitiv statt und sollten auch nicht mehr gefüttert werden.

    Bei Raubfischen würde ich max. alle 2 Tage füttern. Umso grösser die Räuber umso länger sollte man mit der nächsten Fütterung warten. So bleibt zumindest teilweise der Jagdtrieb erhalten und die Hechtlinge werden das Pflanzendickicht aktiv nach Beute absuchen.

    Gruss
     
  13. Annie27

    Annie27

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    Hallo Zämme,
    Ja es es sind etwa 5 Männchen pro Weibchen.
    Schon als ich sie gekauft habe letzten Sommer war das Verhältnis so, es gab fast keine Weibchen zu kaufen.
    Nun habe ich auch Nachzuchten und es werden auch fast alles Männchen.
    Etwa 1 Weibchen auf 5-6 Männchen.
    Es ist aber unproblematisch, die Weibchen werden nicht konstant bedrängt und die Männchen beschäftigen sich damit sich gegenseitig zu imponieren.
    Liebe Grüsse Annegret


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  14. stefan.bl

    stefan.bl

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    Hoi zäme
    Vielen Dank für eure Antworten. Das Bester wird sein, ich kauf mir ein grösseres AQ, dann kann ich es mit Apistogramma versuchen. Die Querbandhechtlinge kommen ja aus Afrika, und wenn es irgendwie geht, so dass es den Fischen wohl ist, möchte ich schon ein Südamerika-AQ führen.
    Angel, hab ich dich richtig verstanden, dass du junge Guppys zum Verfüttern annimmst? Würde mein AQ schon etwas entlasten.
    Lg stefan
     

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