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Zuchtbericht Trichopsis vittata - Knurrender Gurami / Trichopsis pumila - Knurrender Zwerggurami
Onlinemagazin - Fische
Geschrieben von: Brigitte-   
Samstag, den 29. November 2008 um 10:28 Uhr
Trichopsis vittata - Knurrender Gurami
Trichopsis pumila - Knurrender Zwerggurami


Informationen allgemein.
Trichopsis vittata und pumila, gehören zur Überfamilie Anabantoidea (Labyrinthfische) Asien ist das Hauptvorkommen der Labyrinthfische. Wenige Arten kommen auch in Afrika vor.

In der Natur leben sie meist in stehenden, höchstens, leicht fliessenden Gewässern. Die Gewässer sind oft trüb und sauerstoffarm. Ihr Atmungsorgan ist das Labyrinth, es liegt oberhalb der Kiemen in gut durchbluteten Hautfalten. Durch diese wird Sauerstoff durch die Luft aufgenommen. Der Fisch begibt sich von Zeit zu Zeit an die Wasseroberfläche und atmet extern die Luft ein.   

Die Labyrinther lieben, dicht Bepflanzte und durch Schwimmpflanzen abgedunkelte Becken. Einige Gattungen lieben den Schutz kleiner Höhlen. Fast alle Arten fühlen sich in leicht saurem/weicherem Wasser wohl. Labyrinther hält man am Besten im Harem oder in grösseren Becken auch in kleinen Gruppen.

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T.vittata Paar, im Vordergrund das Weibchen.

Die Fütterung.

Lebendfutter:
Fruchtfliegen, Wasserflöhe, Artemia ,weisse Mückenlarven und schwarze Mückenlarven ( im Sommer) Etwas seltener Enchyräen, wegen ihrem Fettgehalt  Auch Schnecken werden nicht verschmäht.

Frostfutter:
Artemia, Lobstereier, rotes Plankton, weisse und schwarze Mückenlarven, Wasserflöhe, Crevetten.

Trockenfutter:
Züchterflocken von (Robert Guggenbühl) .Cyclop-eeze auch Spirulinatabs fressen sie sehr gerne.

Wasserparameter des T. vittata
Kh 2-3
Gh 5
Ph 6.5
Temperatur 25


Der Zuchtbericht des Trichopsis vittata:

Die Paarung
Der T.vittata umwirbt sein Weibchen, fordernd, in den schillerndsten Farben leuchtet er und scheint mit den abgesbreitzen Flossen doppelt so gross und breit.

Grob, sinnlich knurrt der Trichopsis vittata. Er schwimmt lange neben seinem Weibchen her, ohne es zu berühren. Bei der Paarung ist das grollen des Guramis tief und langanhaltend. Das Umschlingen des Paares ist sanft und heftig zugleich. Der Vittata hält
sein Weibchen so lange umschlungen, bis dieses wie erstarrt nach unten sinkt. Nach der Eiablage wird das Weibchen heftig vertrieben und die ins Schaumnest gebetteten Eier, befruchtet.

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Das Schaumnest.

Der Knurrende Gurami ist eher ein ruhiger, ausgeglichener Fisch. Nur wenn er ein Schaumnest besitzt, kann er ein unangenehmer Zeitgenosse sein. Denn jetzt wird das Nest rabiat bewacht. Kein Fisch darf sich in die Nähe des Nestes begeben, schon gar nicht sein Weibchen, dieses wird arg vertieben. Zur Folge hat es ausgefranste Schwanz und Bauchflossen. Diese heilen bei guter Wasserqualität, schnell wieder.

Das Männchen hat, seit er das Nest bewacht, eine Tarnfarbe angenommen. Sonst grün/blau/lila schimmernd, wirkt er jetzt bräunlich, grau, eher dumpf. Das Männchen verharrt unter dem Nest, nicht einmal Futter kann ihn weglocken.

Nach zwei bis drei Tagen schlüpfen die Larven und hängen bewegungslos im Nest. Eine leichte Beute für die anderen Fische.

Nach weitern zwei bis drei Tagen haben sie den Dottersack aufgebraucht. Dann beginnen sie sich blitzschnell zu Bewegenen, es scheint, dass sie orientierungslos umherschwirren. So werden sie vom Männchen eingesammelt, und wieder ins Schaumnest zurückgepustet.

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Die Larven.

Jetzt ist es an der Zeit, die Jungen zu separieren, denn sonst würden sie doch in einem hungrigen Fischmaul landen. Mit einer Suppenkelle ;o) entferne ich den gössten Teil der Jungfische, einen kleinen Teil lasse ich dem Männchen, damit er etwas zum Bewachen hat, sonst lässt er seine ganze Energie am Weibchen aus.

Im Aufzuchtbecken
Das Aufzuchtbecken fasst 54lt, ist mit einem Kiesboden, und vielen Pflanzen eingerichtet. Sehr schwache Filterung. Die ersten zwei, drei Wochen gebe ich die Larven in einen Plexibehälter im Aufzuchtbecken, weil sie noch orientierunglsos umherschwirren.

Angefüttert werden sie mit Pantoffeltierchen und feinstem Staubfutter. Wichtig ist auch, dass sich im Aufzuchtbecken viele Schnecken befinden, welche, die Futterreste fressen (erst einsetzen wenn die Jungfische frei schwimmen können). Sobald sie ein bisschen grösser sind, gebe ich ihnen mit Vitaminen angereichertes Bierhefepulver, Microwürmchen, später: Artemianauplien, Cyclops, Cyclop-eeze und fein zerriebene Züchterflocken ( Robert Guggenbühl)

Da möglichst häufig gefüttert werden muss, ist alle zwei Tage einen viertel Wasserwechsel unerlässlich. Wenn nötig, Bodengrund mit einem Luftschläuchlein absaugen. Wasser vorzugsweise in ein breites, nicht so tiefes Becken fliessen lassen. Damit man eventuell, abgesaugte Jungfischlis wieder zurück ins Aq geben kann. Wenn sie die Grösse von 2 cm erreicht haben, kann man ihnen quer durch die Futterpalette füttern. Lebend, Frost und Flocken.

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Die Jungen wachsen sehr gestaffelt, in der selben Zeit können einige doppelt so gross werden wie ihre Geschwister. Die Wasserwerte sind gleich wie im Alttierbecken.

Geschlechtserkennung.
Zugespizte Rücken- und Afterflosse beim Männchen, die Weibchen verfügen über eine rundlichere, Rücken-Afterflossen und Körperform. Die Weibchen können ebenso farbenprächtig wie die Männchen sein.

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Ca. 4 Monate alter Jungfisch, weiblich.

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Nach einem weitern Monat.

Trichopsis pumila

Dieser Labyrinther stammt aus Westmalaysia
und Thailand

Wasserparameter beim knurrenden Zwerggurami.
Kh 2-3
Gh 5
Ph 6.5
Temperatur 25

Fütterung wie beim Vittata

Zuchtbericht und die Paarung des T. pumila

Endlich durfte ich einmal die Paarung des T.Pumila beobachten. Und erstaunt feststellen, dass dies ein bisschen anders abläuft, als bei anderen Labyrinthern. Der Unterschied zum Vittata ist, dass, das Pumilamännchen nicht immer ein Schaumnest baut. Sondern die Eier manchmal in eine kleine Höhle platziert, unter Holz oder unter eine Muschelblume. Das Männchen baut nicht wie wild ein riesiges Schaumnest, sondern gibt nur einige wenige Bläschen unter den bevorzugten Nestplatz. Das Knurren des Pumila ist hell, leicht, fast wie eine Grille. Im Imponiergehabe, macht der kleine Pumila zu anderen Labyrinthern keinen Unterschied. In seinen schillerndsten Farben leuchtet er und scheint mit den abgesbreitzen Flossen doppelt so gross und breit.

Nachdem er genügen Eindruck beim Weibchen ergattert, ausgiebig geknurrt hat, geschieht die Umschlingung nicht unter einemm Blatt, sondern fast in Bodennähe.

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Das Weibchen gibt nur ein einzelnes Ei ab, dieses wird vom Männchen aufgefangen, eine Weile "durchgekaut" dann sorgsam zu den Bläschen gepackt. Bei jeder Umschlingung wird nur ein Ei abgegeben. Auch sind es nicht so viele, wie bei anderen Labyrinthfischen.

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Die Eier werden vom Männchen platziert.

Sobald die Larven den Dottersack gefressen haben, separiere ich sie in ein eingefahrenes 54lt wo sich schon Mikroorganismen gebildet haben, und den Jungen als Erstnahrung dienen. Angefüttert werden sie mit Pantoffeltierche und Staubfutter. Auch diese Aufzucht scheint relativ einfach, denn es gehen sehr wenige Jungtiere verloren.

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Ca 3 Monate alter Pumila

Im Gegensatz zum T.vittata kann man die Jungen, wenn sie etwas grösser sind, wieder zu den Alttieren geben. Sie harmonieren gut in der Gruppe.
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Jung und Alttier.

Diese Tiere sollten in dicht bepflanzten Becken, zusammen mit ruhigen Arten oder im Artebecken gehalten werden. Wenn über Torf gefiltert wird, danken sie es mit ihrer ganzen Farbenpracht.
Brigitte-
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 30. November 2008 um 07:34 Uhr
 

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