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| Seemandelbaum Inhaltsstoffe und Wirkungen |
| Onlinemagazin - Allgemeine Aquaristik | |
| Geschrieben von: Aspergillus | |
| Sonntag, den 18. Oktober 2009 um 10:09 Uhr | |
![]() Der Seemandelbaum (Terminalia Catappa Linn.) auch bekannt als Indische Mandel, Tropical Almond, Badam, Katappenbaum. Der Seemandelbaum stammt aus dem westlichen Pazifikgebiet, ist aber mittlerweile in allen Tropischen Gebieten rund um die Welt verbreitet. (Südamerika, Afrika und ganz Südostasien) Sehr oft wächst er an Stränden, wie auf dem Bild rechts (Koh Hong, Andamische See, Thailand) Auch in Städten wird der pflegeleichte Baum sehr gerne als Schattenspender gepflanzt. Mythos Seemandelbaumblätter: V.a den Seemandelbaumblättern werden in der Aquaristik fast schon Wunderwirkungen nachgesagt. So sollen sie z.B keimhemmende Wirkungen haben. Die astringierende Wirkung der diversen Gerbsäuren soll die Schleimhaut der Fische vor Parasiten Schützen. Wunden und Verletzungen sollen durch Seemandelblätter schneller heilen. Sie sollen Laichverpilzungen vorbeugen, den pH-Wert senken. Die Fische sollen sich schöner Färben, besser vermehren ja sogar die Schaumnester von Kampffischen sollen grösser und stabiler werden durch den wundersamen Einfluss dieser Blätter[1]. Die Liste scheint Endlos. Was ist dran? Wirken sie wirklich? Sind es wirklich nur die Gerbstoffe/Tannine und Humminsäuren die die Wirkung der Seemandelbaumblätter ausmachen? Wenn dem so wäre, würden dann nicht auch eine ganze Reihe anderer Produkte wie Torf, Eichenblätter Buchen- oder Walnussblätter die Selbe Wirkung tun? Manche behaupten: "ja!", mache schwören auf die einzigartige Wirkung der Seemandelbaumblätter. Im folgenden Artikel versuche ich auf zu zeigen dass der Seemandelbaum viel mehr als nur Gerbstoffe/Tannine und Humminsäuren zu bieten hat und dass nicht alle den Seemandelprodukten nachgesagten Wirkungen nur auf diese Stoffe zurückzuführen sind. Inhaltsstoffe (nachgewiesene): Saphonine / Triterpinoide ursolic acid, 2α, 3β, 23-trihydroxyurs-12-en-28 oic acid [2] Die Saponine sind Glykoside von Steroiden, Steroidalkaloiden (stickstoffhaltige Steroide) oder Triterpenen und nehmen einen wichtigen Platz unter den therapeutisch wirksamen Bestandteilen von Heilpflanzen ein. Entsprechend ihrer großen Strukturvielfalt werden auch eine Vielzahl unterschiedlicher biologisch-pharmazeutischer Eigenschaften beobachtet. Es werden u. a. stärkende, entzündungshemmende, harntreibende, schleimtreibende/schleimlösende und hormonstimulierende Eigenschaften beobachtet. Außerdem unterstützen sie die Aufnahme anderer Inhaltsstoffe aus dem Darm und binden andererseits Cholesterin. Man vermutet auch eine präventive Wirkung gegen Darmkrebs durch eine hemmende Wirkung auf die Zellteilung im Darm. Der Name Sapo (=Seife) kommt daher, dass viele Saponine für ihre Schaumbildende und schaumstabilisierende Wirkung bekannt sind. Antibiotische Wirkung: Eine ganze Reihe der in Terminalia Catappa nachgewiesenen Wirkstoffe zeigen antibiotische (Bakterien-hemmende/-tötende Wirkung) Darunter diverse Tannine. Hauptsächlich aber sind es die Flavonoide, von denen Quercetin und Kampherol den Hauptbestandteil in Terminalia Catappa ausmachen, die die antibiotische Wirkung zeigen [8]. Antimykotische Wirkung: Entzüdnungshemmende Wirkung: Auch hierfür sind eine ganze Reihe der in Terminalia Catappa nachgewiesnen Wirkstoffe verantwortlich. Neben den Flavonoiden und auch einigen Tanninen ist die Entzündungshemmende Wirkung von Terminalia Catappa hauptsächlich auf die Triterpinoiden Saphonine zurück zu führen. [6] Andioxidative Wirkung : Extrakten von Seemandelbaumblättern wurde eine sehr starke antioxidative Wirkung nachgewiesen. Diese Antioxidative Wirkung wurde haupsächlich auf die beiden Tannine Chebulagic acid und Corilagin zurückgeführt. [3] Antioxidantien wirken im Organismus als Radikalfänger und helfen u.a. bei der Infektionsabwehr. Fazit: Praktisch für alle Wirkungen, die dem Seemandelbaum nachgesagt werden, lassen sich in der Literatur und den wissenschaftlichen Berichten Belege finden. Der Mythos, dass all diese Wirkungen hauptsächlich den Gerbstoffen/Tanninen/Humminsäuren zu zu schreiben seien, ist aber meiner Ansicht nach widerlegt. Eine Vielzahl von Wirkstoffen scheint für die fast schon mirakulösen Wirkungen des Seemandelbaumes verantwortlich zu sein. [1] The Effectiveness of Terminalia catappa Leaves on Bubble Nest Production of Siamese Fighting Fish Researchers Miss Kittiya Paungpitikul,Miss Thanutra Zhang, Miss Thummaporn Boonvisudhi [2] Anti-Diabetic Activity of Terminalia catappa Linn. Leaf Extracts in Alloxan-Induced Diabetic Rats. SYED MANSOOR AHMED, VRUSHABENDRA SWAMY BM, P GOPKUMAR R DHANAPAL and VM CHANDRASHEKARA Quelle : http://www.bioline.org.br/request?pt05009 [3] Antioxidant and hepatoprotective actions of medicinal herb, Terminalia catappa L. from Okinawa Island and its tannin corilagin. KINOSHITA S. ; INOUE Y. ; NAKAMA S. ; ICHIBA T. ; ANIYA Y. ; Quelle: http://cat.inist.fr/?aModele=afficheN&cpsidt=19217034 [4] Therapeutic potential of inhibition of the NF-κB pathway in the treatment of inflammation and cancer. Yamamoto and Gaynor 107 (2): 135 -- Journal of Clinical Investigation. [5] Antimicrobial activity of flavonoids. Cushnie TPT, Lamb AJ (2005). International Journal of Antimicrobial Agents 26 (5): 343-356. doi:10.1016/j.ijantimicag.2005.09.002. PMID 16323269. HERNÁNDEZ1, A. Valadez Villarreal2, E. Ponce-Alquicira3, F. Cruz Sosa3, and I. Guerrero Legarreta [6] Phytochemical and antiinflammatory studies on Terminalia catappa. Fan YM, Xu LZ, Gao J, Wang Y, Tang XH, Zhao XN, Zhang ZX. Institute of Materia Medica, Nanjing University School of Medicine, Nanjing 210093, PR China. [7] Screening of some plants used in the Brazilian folk medicine for the treatment of infectious diseases. Mem Inst Oswaldo Cruz;97(7):1027-31, 2002 Oct. Holetz FB; Pessini GL; Sanches NR; Cortez DA; Nakamura CV; Filho BP [8] Flavonoid and carotenoid extraction and stability from Terminalia catappa leaves E. LÓPEZ HERNÁNDEZ1, A. Valadez Villarreal2, E. Ponce-Alquicira3, F. Cruz Sosa3, and I. Guerrero Legarreta3. (1) Universidad Juárez Autónoma de Tabasco, Av. Universidad, Zona de la Cultura s/n, Villahermosa, Tabasco, 86280, Mexico, (2) Universidad Tecnológica de Tabasco, Carr. Villahermosa-Teapa Km 14.6, Fraccionamiento Parrilla II, Villahermosa, Tabasco, 86280, Mexico, (3) Departamento de Biotecnología, Universidad Autónoma Metropolitana-Iztapalapa, Ap. Postal 55-535, Mexico City, 09340, Mexico
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 18. Oktober 2009 um 10:21 Uhr |
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