Bea
17.12.2007, 21:27
HMF-Rückwand im Eigenbau
Da ich auch schon sehr viel vom Wissen dieses Forums profitiert habe, möchte ich nun auch mal einen Beitrag dazu schreiben.
Deshalb hier ein Erfahrungsbericht, bzw. eine Bauanleitung oder Inspiration für die Bastler unter Euch.
Ich hatte da so eine Idee: ich wollte anstelle einer Rückwand, aus Styropor und Epoxy eine funktionelle HMF-Rückwand aus Filtermatte bauen.
Ich plante dieses Experiment für mein kleines Garnelenbecken mit den Massen 30 x 30 x 35 cm (ca. 31 Liter)
Da mir die handelsüblichen knütschblauen Filtermatten nicht gefallen, bestellte ich bei Perbi Schaumstoffe in Bisikon-Effretikon eine passende Matte 30 x 35 x 8 cm in Dunkelgrau (Wichtig, nicht irgend einen Schaumstoff, sondern diesen für Aquarien, ohne schädliche Weichmacher verlangen).
Der Schaumstoff ist leicht grösser als das Aquarium, wird also beim einpassen leicht zusammengedrückt.
Dann kommt der etwas kompliziertere Teil, der etwas dreidimensionales Vorstellungsvermögen braucht, das reinschnitzen der Rückwand-Struktur. Denn was weg ist, ist weg und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Dazu arbeitete ich mit Cutter und Schere.
Bei meinem Kleinaquarium sollte eine dicke Wurzel eingepasst werden, die ich am Schluss diagonal durch das Becken legen wollte. Dort wo die Wurzel hinkommt ist eine Einbuchtung, da musste ich relativ viel Material aus der Rückwand raus schneiden.
Bild 1 Rückwand von Vorne
An der Stelle wo in der Rückwand die Pumpe hinkommt durfte ich praktisch kein Material abtragen, denn dort steht die Rückwand relativ stark vor.
Um laute Pumpengeräusche zu vermeiden schaute ich darauf, dass die Pumpe auch nicht direkt am Glas ist.
Bild 2 Rückwand von Hinten
Bild 3 Rückwand mit Pumpe
Der Ausfluss/Pumpenschlauch geht durch einen Kanal nach aussen. Ich habe jedoch das Kanalende nicht geöffnet, sondern ganz dünn noch etwas Schaumstoff stehen lassen, damit die Garnelen nicht reinkriechen können. Der Wasserdruck der Pumpe reicht aus, damit das Wasser an der geplanten Stelle austritt. Sicherheitshalber habe ich noch einen Dichtungsring um den Schlauch gemacht, damit der Schlauch schön festklemmt und das Wasser nicht hinter die Matte zurückfliesst.
Damit die Pumpe bei Bedarf mal rausgenommen und gereinigt werden kann, habe ich im Deckel ein kleines Türchen rein geschnitten. Dort kommt schlussendlich auch das Pumpenkabel und nach Bedarf auch die Schläuche für Luftpumpe etc. raus.
Die Kabel habe ich in einem liegenden S festgeklebt, damit kein Wasser dem Stromkabel entlang fliessen kann
Bild 4 Rückwand von Hinten mit Kabel-S
Bild 5 Rückwand von Vorne platziert im Becken mit Luftpumpe und Licht im Bodengrund (das Lämpchen wird immer von den Garnelen mit Bodengrund überdeckt. Ich stelle das Licht nur noch an, wenn die Beckentemperatur zu niedrig ist, als Heizung)
Bild 6 Türchen für Kabel
Ich habe zur Sicherheit noch kleine Gummisaugnäpfe an den Filter silikoniert. Das war aber 1. nicht nötig, er hält von selbst, wenn er mal festgeklemmt ist. 2. hält der Silikon nicht besonders gut auf dem Schaumstoff...
Ich wollte, dass meine Rückwand mit Moos überwachsen wird. Darum habe ich am kurz bevor ich das Wasser eingelassen habe, eine Portion Christmas Moos mit einem Baumwollfaden locker an der Rückwand festgenäht. Der Faden verrottet mit der Zeit, bis dann sollte das Moos angewachsen sein.
Dann nur noch die gut gewässerte Wurzel, das Kies und die anderen Pflanzen rein und Wasser marsch...
Am besten mit Filtermulm aus einem anderen Aquarium animpfen, und als erste Bewohner z.B. mal Schnecken reintun (damit jemand ins Wasser *******t), so können sich die Bakterien sich im Filter gut ansiedeln.
Abwarten bis nach dem Nitritpeak...
Bild 7 Becken mit Algen, eingelaufen.
Wenn das Becken gut eingelaufen ist, kann man die heikleren Bewohner, sprich die Garnelen reintun.
Dieses Becken läuft jetzt fast schon ein Jahr problemlos. Den Garnelen scheint's zu gefallen, sie vermehren sich fleissig.
Seit ich Garnelen drin habe, gibt's in diesem Becken praktisch keine Algen mehr. Der grüne Algenbelag auf der Wurzel wurde vollständig weggeputzt.
Bild 8 CR Garnelen haben sich eingelebt
Da ich auch schon sehr viel vom Wissen dieses Forums profitiert habe, möchte ich nun auch mal einen Beitrag dazu schreiben.
Deshalb hier ein Erfahrungsbericht, bzw. eine Bauanleitung oder Inspiration für die Bastler unter Euch.
Ich hatte da so eine Idee: ich wollte anstelle einer Rückwand, aus Styropor und Epoxy eine funktionelle HMF-Rückwand aus Filtermatte bauen.
Ich plante dieses Experiment für mein kleines Garnelenbecken mit den Massen 30 x 30 x 35 cm (ca. 31 Liter)
Da mir die handelsüblichen knütschblauen Filtermatten nicht gefallen, bestellte ich bei Perbi Schaumstoffe in Bisikon-Effretikon eine passende Matte 30 x 35 x 8 cm in Dunkelgrau (Wichtig, nicht irgend einen Schaumstoff, sondern diesen für Aquarien, ohne schädliche Weichmacher verlangen).
Der Schaumstoff ist leicht grösser als das Aquarium, wird also beim einpassen leicht zusammengedrückt.
Dann kommt der etwas kompliziertere Teil, der etwas dreidimensionales Vorstellungsvermögen braucht, das reinschnitzen der Rückwand-Struktur. Denn was weg ist, ist weg und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Dazu arbeitete ich mit Cutter und Schere.
Bei meinem Kleinaquarium sollte eine dicke Wurzel eingepasst werden, die ich am Schluss diagonal durch das Becken legen wollte. Dort wo die Wurzel hinkommt ist eine Einbuchtung, da musste ich relativ viel Material aus der Rückwand raus schneiden.
Bild 1 Rückwand von Vorne
An der Stelle wo in der Rückwand die Pumpe hinkommt durfte ich praktisch kein Material abtragen, denn dort steht die Rückwand relativ stark vor.
Um laute Pumpengeräusche zu vermeiden schaute ich darauf, dass die Pumpe auch nicht direkt am Glas ist.
Bild 2 Rückwand von Hinten
Bild 3 Rückwand mit Pumpe
Der Ausfluss/Pumpenschlauch geht durch einen Kanal nach aussen. Ich habe jedoch das Kanalende nicht geöffnet, sondern ganz dünn noch etwas Schaumstoff stehen lassen, damit die Garnelen nicht reinkriechen können. Der Wasserdruck der Pumpe reicht aus, damit das Wasser an der geplanten Stelle austritt. Sicherheitshalber habe ich noch einen Dichtungsring um den Schlauch gemacht, damit der Schlauch schön festklemmt und das Wasser nicht hinter die Matte zurückfliesst.
Damit die Pumpe bei Bedarf mal rausgenommen und gereinigt werden kann, habe ich im Deckel ein kleines Türchen rein geschnitten. Dort kommt schlussendlich auch das Pumpenkabel und nach Bedarf auch die Schläuche für Luftpumpe etc. raus.
Die Kabel habe ich in einem liegenden S festgeklebt, damit kein Wasser dem Stromkabel entlang fliessen kann
Bild 4 Rückwand von Hinten mit Kabel-S
Bild 5 Rückwand von Vorne platziert im Becken mit Luftpumpe und Licht im Bodengrund (das Lämpchen wird immer von den Garnelen mit Bodengrund überdeckt. Ich stelle das Licht nur noch an, wenn die Beckentemperatur zu niedrig ist, als Heizung)
Bild 6 Türchen für Kabel
Ich habe zur Sicherheit noch kleine Gummisaugnäpfe an den Filter silikoniert. Das war aber 1. nicht nötig, er hält von selbst, wenn er mal festgeklemmt ist. 2. hält der Silikon nicht besonders gut auf dem Schaumstoff...
Ich wollte, dass meine Rückwand mit Moos überwachsen wird. Darum habe ich am kurz bevor ich das Wasser eingelassen habe, eine Portion Christmas Moos mit einem Baumwollfaden locker an der Rückwand festgenäht. Der Faden verrottet mit der Zeit, bis dann sollte das Moos angewachsen sein.
Dann nur noch die gut gewässerte Wurzel, das Kies und die anderen Pflanzen rein und Wasser marsch...
Am besten mit Filtermulm aus einem anderen Aquarium animpfen, und als erste Bewohner z.B. mal Schnecken reintun (damit jemand ins Wasser *******t), so können sich die Bakterien sich im Filter gut ansiedeln.
Abwarten bis nach dem Nitritpeak...
Bild 7 Becken mit Algen, eingelaufen.
Wenn das Becken gut eingelaufen ist, kann man die heikleren Bewohner, sprich die Garnelen reintun.
Dieses Becken läuft jetzt fast schon ein Jahr problemlos. Den Garnelen scheint's zu gefallen, sie vermehren sich fleissig.
Seit ich Garnelen drin habe, gibt's in diesem Becken praktisch keine Algen mehr. Der grüne Algenbelag auf der Wurzel wurde vollständig weggeputzt.
Bild 8 CR Garnelen haben sich eingelebt